Im Wandel der Jahre

                                    

 

                       

 Bilder einer glanzvollen Epoche. Links eines der damals modernsten Zugschiffe "Traisen". Am mittleren Foto ist das neue Logo der Gesellschaft in der neuen Direktion am Praterkai zu sehen. Das nächste Bild zeigt ein DDSG- Dampfschiff in der Schleusenkammer. Da das Schiff nur einen Kamin besitzt, kann es sich dabei nur um "RIED" oder "RAX" handeln.   Dampfschiff "ÖSTERREICH", das einstmals stärkste Zugschiff der DDSG auf der Donau.

                   

                       

 

 

                                                                    

                                      Zum Jahreswechsel ( "Donau - Kurier Dezember 1981)

Für die DDSG war das herausragende positive Ereignis des Jahres 1981 zweifellos die Eröffnung des Schifffahrtszentrums Wien. Im übrigen blieb auch unsere Firma von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung nicht verschont. Wenn auch die Beschäftigung und damit die Arbeitsplätze der Mitarbeiterschaft niemals gefährdet waren, konnten doch in der Güterschifffahrt die Rekordergebnisse der Vorjahre nicht mehr erreicht werden. Im Personenverkehr musste sogar ein Frequenzrückgang um 9 % in Kauf genommen werden, was allerdings nicht auf mangelnde Nachfrage, sondern vor allem auf die Struktur der weißen Flotte zurückzuführen ist. In diesen Tagen wird der Eigentümer, die Republik Österreich, eine grundlegende Entscheidung zu fällen haben, von welcher die weitere Entwicklung des zuletzt genannten Betriebzweiges abhängt. Wie immer die Entscheidungen des Eigentümer ausfallen, wie immer die allgemeine Entwicklung verläuft, die DDSG und ihre Mitarbeiter werden auch weiterhin bemüht sein, ihr bestes für Österreich zu geben. Möge uns und allen Freunden der österreichischen Donauschifffahrt auf diesem Weg Glück und Erfolg im kommenden Jahr beschieden sein !

                              

 

                                               Dreimillionste Tonne Flachwalzware für VÖEST - ALPINE

                                                                               

Die VÖEST - ALPINE in Linz feierte im Juli 1981 die Lieferung der dreimillionsten Tonne Flachwalzware nach Krems für ihre dortige Tochtergesellschaft. Waren es in den sechziger Jahren Platinen, die verarbeitet wurden, so sind es jetzt Coils. Die Transporte werden auf der Donau, per Bahn und mit firmeneigenen Lkw durchgeführt. Die Verteilung des jährlichen Gesamtaufkommens, das in den letzten Jahren bei rund 180.000 t lag, auf die einzelnen Verkehrsträger beträgt im allgemeinen zwei Drittel Donau, 40.000 bis 50.000 t Bahn und der Rest LKW. Die Coils verfügen über Einzelgewichte bis 25 t, weshalb die DDSG besondere Einheiten zur Beförderung zur Verfügung stellen muss, die für so schwere Einzelstücke geeignet sind. Vornehmlich werden die Coils mit den für Schwergut gebauten Motorgüterschubschiffen (MGSS) "Klosterneuburg" und "Korneuburg" sowie mit den Einraum - Schubleichtern der Typen 12500, 13500 und 17000 transportiert. Für die Beförderung der dreimillionsten Tonne wurde der Schubleichter 12516 mit dem MGSS "Klosterneuburg" gewählt. Diesem besonderen Anlass wurde durch eine kleine interne Feier im Linzer Werkshafen der VAL Rechnung getragen.

 

                                    Abschluss des Vertrages für die Erztransporte Ismail - Linz 1982 -1985

Nach längeren Vorbesprechungen und Interventionen gelang es einen Vertrag für die Erztransporte aus der UdSSR via Ismail nach Linz für die VÖEST - ALPINE zwischen der V/O SOVFRACHT, Moskau und der DDSG am 3. Oktober 1981 abzuschließen. Dieser Vertrag gilt für Erzlieferungen im Zeitraum 1. Jänner 1982 bis 31. Dezember 1985. Nach den Vertragsbestimmungen erhält die DDSG einen Anteil von 50 % der auf dem Donauweg zur Verschiffung gelangenden Menge. Die Abwicklung wird monatlich zwischen den Vertragpartnern aufgrund des zwischen den Lieferanten V/O SOJUZPROMEXPORT, Moskau, und dem Käufer VÖEST - ALPINE, Linz, (VAL) vereinbarten Transportplans abgestimmt. Ist die DDSG aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage, ihren monatlichen Anteil abzufahren, dann darf sie nur mit Zustimmung des sowjetischen Schifffahrtspartners im Folgemonat die Differenzmenge aufzuholen. Die Schifffrachtsätze für Aggloerz und Erzkonzentrat werden jeweils für ein Jahr zwischen den Vertragpartnern vereinbart. Als Grundlage für die Bildung der Frachtsätze gelten die Ansätze in den IDGT des Bratislavaer Abkommens. Da die VAL in ihrem Vertrag eine Jahresmenge von 550.000 t Eisenerz und Erzkonzentrat vereinbart hat, können wir mit einem jährlichen Anteil von 275.000 t rechnen, wenn wir uns jeweils von Beginn der Transporte im Jänner beteiligen. Dieser Anteil reicht aber bei weitem nicht aus, unsere Quotenverpflichtungen bei den österr. Exporten in die UdSSR und im Donau - See - Verkehr zu erfüllen, zumal das Talsubstrat im Hinblick auf die unterschiedlichen Ladungen, die zu Berg und zu Tal aus nautisch - technischen Gründen möglich sind, bedeutend überwiegt.

 

                                                       Donauschifffahrtskonferenz 1981

An der alljährlichen Schifffahrtskonferenz nahmen von allen im internationalen Donauverkehr tätigen Schifffahrtsgesellschaften die Generaldirektoren mit leitenden Mitarbeitern teil. Die Konferenz behandelte insgesamt 12 Tagespunkte mit mehreren Unterpunkten und fasste folgende einvernehmliche Beschlüsse bzw. nahm nachstehende Standpunkte ein:

1.    Die vom Bayerischen Lloyd in Regensburg eingeführten neuen Lade- und Löschnormen haben sich im allgemeinen bewährt. Bis auf die CSPD und die SDP stellten alle Schifffahrtsgesellschaften Verbesserungen hinsichtlich verkürzter Aufenthalte in Regensburg fest. Da keine einvernehmliche Regelung erzielt werden konnte, einigten sich die Mitglieder, die provisorischen Normen auch 1981 anzuwenden und anfangs 1982 eine Analyse über die Effektivität der neuen Löschnormen anzustellen.

2.    Die SPD war aufgrund verspäteter Vorlage der Details zu den Anhebungen der Kosten im Vergleich 1981 zu 1980 nicht in der Lage, die Ermittlungen des Erhöhungsausmaßes rechtzeitig durchzuführen. Aus diesem Grund konnten bei der Expertentagung in Ismail anfangs Juli noch keine entsprechenden Vorschläge der Direktorenkonferenz erstellt werden. Erst bei der Konferenz selbst legte die SDP das Ergebnis ihrer Untersuchung vor. Die Angaben über das Erhöhungsausmaß der Kosten bei den einzelnen Reedereien schwanken zwischen 3 % (SDP) und 29 % (CSDP). Berücksichtigt man alle vorgelegten Unterlagen und das Ausmaß der einzelnen Schifffahrtsgesellschaften am Transportaufkommen, so ergibt sich eine durchschnittliche Erhöhung der Kosten von 14,67 %.Die SPD Ismail erklärte, dass sie aufgrund ihrer Gespräche mit den Außenhandelsunternehmen nicht in der Lage ist, höhere Frachtanhebungen als 10 % zu akzeptieren und diese auch nur für die Frachtsätze der Tarifklassen 1-6. Die Klasse 7 müsse von der Tariferhöhung ausgenommen werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass das Transportaufkommen verloren geht. Es handelt sich hier weniger um den Wettbewerb gegenüber der Eisenbahn als vor allem um kommerzielle Überlegungen. Die DDSG, die ebenso wie alle übrigen Schifffahrtsgesellschaften an einer einvernehmlichen Regelung interessiert ist, schlug als Kompromiss vor, die Frachtsätze der Klassen 1-7 linear um 10 % anzuheben und von dieser Erhöhung Aggloerz, welches besonders gefährdet ist und aus der UdSSR nahezu in alle übrigen Donaustaaten geliefert wird, auszunehmen. Dieser Kompromissvorschlag wurde jedoch von den übrigen Mitglieder, ausgenommen SDP, abgelehnt, weshalb ihn die DDSG wieder zurückzog. Nach einer ausführlichen Diskussion kamen die Mitglieder überein, die Frachtsätze für alle Tarifklassen um 10 % linear zu erhöhen. Die SPD wurde ersucht, mit den kompetenten Behörden in Moskau Verhandlungen zu führen, dass eine Anhebung der Frachtsätze um 15 % genehmigt wird. Dieses Ausmaß entspricht dem durchschnittlichen Ergebnis der Ermittlungen. Die neuen Frachtsätze gelten ab 1. Jänner 1982.

3.    Die SPD legte einen Vierstufenplan für die Organisation der Tallymengruppen sowie über die Schaffung einheitlicher Dokumente für die Übergabe/Übernahme der Güter vor. Nach der ersten Stufe werden alle Mitglieder mit dem in ihrem Land zuständigen Tallymenunternehmen Kontakt aufnehmen und der SDP bis spätestens 30. November einen ausführlichen Bericht liefern, der als Grundlage für die weitere Behandlung dieses Tagesordnungspunktes Verwendung finden wird. In der nächsten Stufe sollen dann die Vereinbarungen mit den für Tallymentätigkeiten zuständigen Betrieben getroffen, die für die Übernahme und Übergabe der Güter vorliegenden Dokumente vereinheitlicht. Schließlich soll noch die für alle Schifffahrtsgesellschaften wichtige Frage der Beförderung von general cargo in unbemannten Einheiten abschließend regelt werden.

4.    Die Mitglieder behandeln bereits seit mehreren Jahren den Antrag des Bayerischen Lloyds auf Anpassung der Agentierungsentgelte an die gestiegenen Kosten bei den einzelnen Reedereien. Auch in diesem Jahr konnte kein Einvernehmen hergestellt werden. Man einigte sich allerdings, bis zur nächsten Konferenz Unterlagen über sämtliche in Häfen anfallenden Gebühren auszuarbeiten, um den gesamten Fragenkomplex vor einer Expertentagung vorzubereiten und bei der nächsten Direktorenkonferenz abschließend zu behandeln. In diesen Themenkreis fällt auch der Antrag der CSPD, die Entgelte für die Betreuung unbemannter Einheiten sowie für das Entfernen atmosphärischer Niederschläge in den Donaufahrzeugen und das Reinigen dieser Fahrzeuge.

5.    Die Mitglieder waren sich darüber einig, auch die Frachten für die Beförderung von Gütern in Containern den Tarifänderungen im IDGT mit 1. Jänner 1982 anzupassen.

6.    Die NAVROM legte einen Bericht über die Schubversuche auf der rumänischen Strecke bei Giurgiu vor. Dieser muss erst von den Mitgliedern geprüft werden.

7.    Der von der MAHART vorgelegte und von allen Mitgliedern überprüfte Entwurf eines neuen Donaufrachtbriefes wurde angenommen. Dieser wird für alle Reedereien verpflichtend zum 1. Jänner 1983 eingeführt.

8.    Der Direktor des Sekretariates der Donaukommission gab einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der Donaukommission auf dem nautischen und technischen Sektor.

12.    Auf Vorschlag der DDSG werden alle Hinweise auf einen französischen Text im Bratislavaer Abkommen gestrichen, zumal im Rahmen dieser Interessensgemeinschaft nur die russische Sprache als Konferenzsprache gilt und alle Abkommen in dieser Sprache vereinbart wurden und werden.

13.    Die DDSG gab bekannt, dass ab 29. September 1981 die Schleuse in Melk ihren Betrieb aufgenommen hat.

14.    Der Präsident der Fa. INTERLIGHTER gab eine ausführliche Darstellung über die Weiterentwicklung dieses Unternehmen. Er verwies insbesondere Darauf, dass am 25. September 1981 die einmillionste Tonne im Rahmen dieser Firma verladen wurde. 

 

                                            

 Linkes Bild: Die modernen Einheiten der "-stein" - Type werden vor allem im Langstreckenverkehr zur Donaumündung zum Einsatz gebracht. Rechtes Bild: Die neuesten Schubschiffe "Melk" und "Ybbs" werden vorwiegend im Verkehr Linz - Bratislava eingesetzt.

 

                                                                        

                                                 DDSG auf oberer Donau

Einer Einladung zufolge konnte eine DDSG- Abordnung mit Direktor Dr. BINDER, Oberinspektor Kpt. SZEKELY, Kpt. GESEK, Vorsitzender des Betriebsausschusses, und Kpt. WEINBERGER am 16.10.1981 diverse Schifffahrtseinrichtungen in Regensburg besichtigen. Besonders eindrucksvoll war die kurze Probefahrt des mit modernsten computergestützte Meßsystemen ausgestatteten Vermessungsschiffes "Johannes Kepler" sowie die Bereisung der kanalisierten Donaustrecke zwischen Regensburg und Kelheim, auf welcher die DDSG inzwischen den kommerziellen Verkehr aufgenommen hat.

                                                                       

         Links, Nockfahrstand und Messeinrichtungen auf "Johann Kepler".  Rechts, Schleusenanlagen in Regensburg und Bad Abbach.

 

                                    Hohe Auszeichnung für DDSG - Management

                                                                                    

In Anerkennung der internationalen Bedeutung der DDSG sowie persönlicher Verdienste in der Entwicklung der deutsch - österreichischen Schifffahrtsbeziehungen wurden Generaldirektor LUCZENSKY und Generaldirektor i. R. WURMBÖCK das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Republik Deutschland, sowie Direktor DARMSTÄDTER das Bundesverdienstkreuz I. Klasse verliehen. Die Auszeichnungen wurden durch den außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Max Graf PODEWILS, in den Botschaftsräumen überreicht.

 

 

                                                    Historische Unterlagen in guter Hand

                                                                                          

Die freundschaftlichen Kontakte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wurden kürzlich an der Johannes Kepler Universität in Linz dokumentiert. Als Einstandsgeschenk an den neuen Dekan der Sozial - und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Dr. Karl VODRAZKA, einem profunden Kenner der Geschichte der DDSG, überreichte der Leiter der DDSG - Agentie Linz, Direktor METENCZUK, 23 Geschäftsbücher aus den Jahren 1845 bis 1925. Diese Unterlagen erlauben wertvolle Einblicke in die Organisationsentwicklung im Finanzverwaltungsbereich einer österr. Aktiengesellschaft und werden so der Forschung zugänglich gemacht.

 

                  Prominente Persönlichkeiten im Schifffahrtszentrum ( "Donau- Kurier" April 1982)

                                                                                         

Seit der Inbetriebnahme des neuen DDSG - Gebäudes konnte bereits eine große Anzahl interessierter Besucher registriert werden, darunter auch zwei Vertreter der Spitzenpolitik. Am 4. November diente der Sitzungssaal einer Konferenz der Bezirkssekretäre des SP Niederösterreich unter dem Vorsitz von Landesparteisekretär Bundesrat Max STRACHE. Generaldirektor LUCZENSKY benützte die Gelegenheit, auf die Bedeutung der Fahrgastschifffahrt für den österr. Fremdenverkehr und die Anliegen der DDSG auf diesem Sektor hinzuweisen.

Am 2. März 1982 stattete Frau Staatssekretär Franziska FAST dem Betriebsrat der DDSG einen Besuch ab, um mit der Personalvertretung gemeinsame Probleme zu erörtern. Nach der Besprechung wurde Frau FAST durch Generaldirektor LUCZENSKY und Direktor DOSCH namens der Geschäftsleitung begrüßt. In einem regen Gedankenaustausch unterstrich die Spitzenpolitikerin die Bedeutung der österr. Donauschifffahrt für Österr. Wirtschaft und Fremdenverkehr und betonte, die DDSG sei ein traditionsreiches Unternehmen, welches sich einen guten Ruf erarbeitet habe und auch in Zukunft einen festen Platz in der österr. Verkehrswirtschaft einnehmen werde.

 

                                                    Jugend für DDSG

                                                                                    

Vergangenen November gestalteten die Schülerinnen und Schüler der III a der HAK Traun im Rahmen der wirtschafts- und sozialkundlichen Woche der HAK und HASCH Traun eine Fremdenverkehrsausstellung, in welcher auch die DDSG breiten Raum fand. Unter Leitung ihres Klassenvorstands war auch das Klassenzimmer mit DDSG - Motiven gestaltet worden. Allen Beteiligten ist der Dank der DDSG gewiss, die ganze Klasse wurde zu einer Donaufahrt eingeladen.

 

 

                               Zum Jahreswechsel ( "Donau - Kurier" Dezember 1982)

                                                                           

Das Jahr 1982 war für uns alle keinesfalls leicht. Um zunächst einen positiven Aspekt in den Vordergrund zu stellen, sei an das Rekordergebnis der Personenschifffahrtssaison 1982 erinnert, in welcher gegenüber dem Vorjahr eine Frequenzsteigerung um 21,48 % erzielt werden konnte. Die Freude über diesen Erfolg wird jedoch sofort durch die Tatsache getrübt, dass die weitere Zukunft dieses so traditionsreichen Betriebzweiges nach wie vor offen ist. Lediglich die Aufrechterhaltung des Betriebs 1983 und die zu diesem Zweck erforderliche Instandsetzung der beiden "Stadt" - Schiffe kann als gesichert angesehen werden.

Im Güterverkehr musste gegenüber den vergangenen Jahren ein Rückgang der beförderten Menge in Kauf genommen werden. Dies ist eindeutig auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen und keinesfalls der Gesellschaft und ihren Mitarbeitern zur Last gelegt werden kann. Als außerordentlich erfreulich kann jedoch gelten, dass unsere voraussichtliche Auslastung für 1983 mehr als zufrieden stellend ist. Wir werden alle unsere Kräfte mobilisieren müssen, um den an uns herantretenden Beförderungsaufgaben zum Wohl der österr. Wirtschaft gerecht werden zu können. Als größtes Positivum können wir jedoch hervorheben, dass im abgelaufenen und bevorstehenden Jahr die Arbeitsplätze bei unserem Unternehmen jederzeit als gesichert gelten konnten - ein Umstand, der bedauerlicherweise in aller Welt durchaus nicht mehr als selbstverständlich bezeichnet werden konnte. Im Ganzen können wir zwar mit einiger Befriedigung auf das abgelaufene Jahr zurückblicken und dem neuen mit angemessener Hoffnung entgegentreten. Wir dürfen uns aber keinesfalls in falschen Annahmen sicher fühlen. Wenn die Beschäftigung für 1983 gesichert erscheint und die Auftraglage den Einsatz aller Kräfte von uns verlangt, so werden wir nur dann mit einer Fortsetzung dieser Tendenz rechnen können. Wenn wir durch unsere Arbeit, jeder am seinem Platz, jederzeit den Beweis erbringen können, ein unverzichtbarer Diener der österr. Wirtschaft zu sein. Nur so werden wir uns des in uns gesetzten Vertrauens der Allgemeinheit würdig erweisen können, welches aber die Grundlage unsere Existenz darstellt.

Der Vorstand hofft auf das gerade in schweren Zeiten immer wieder in der Geschichte des Unternehmen unter Beweis gestellte Verständnis aller Mitarbeiter und wünscht ihnen und allen Kunden und Freunden des Hauses glückliche Festtage und Erfolg im Jahr 1983.

 

                                     Schulung - einmal anders

                                                                         

Selbst im Zeitalter der Technisierung kann auf die Beherrschung gewisser traditioneller Grundfertigkeiten nicht verzichtet werden, was im besonderen auch für die Schifffahrt gilt. Selbstverständlich sind im wesentlichen alle DDSG - Schiffe mit motorgetriebenen Beibooten ausgestattet, denn och aber sollte der Binnenschiffer - und sei es nur für den Notfall - die Kunst des "händischen Zillenfahren" weiterhin beherrschen. Dieser Erkenntnis Rechnung tragend, wurde im Frühjahr 1982 ein entsprechender Schulungskurs in der Dauer von 5 Tagen im frei fließenden Strom im Bereich Freudenau bzw. Albern abgehalten. Als Instruktoren fungierten auf diesem Gebiet bestens erfahrene Mitarbeiter der Wiener Berufsfeuerwehr. Die schlechte Witterung sorgte zusätzlich für äußerst realistische Umweltbedingungen. Der Kurs zeigt, dass die Ausbildungszeit von 5 Tagen für das Erlernen der wichtigsten Grundkenntnisse und Fertigkeiten ausreicht. Weiters konnte die Erfahrung gewonnen werden, dass derartige Veranstaltungen in das ständige Schulungsprogramm der Gesellschaft aufgenommen werden sollten. Dieses Schulungsprogramm welches bereits jetzt außerordentlich vielfältig ist und beweist, dass der Beruf des Binnenschiffers an die Qualifikation der Mitarbeiter immer höhere Anforderungen stellt.

 

                                    

                                       Die letzten Werbungsserie der DDSG. (Sammlung Feher)

 

                                                                

                                                           Auch Linz trauerte (Sammlung Feher)

 

 

    Auch unsere Deutschen Verwandten in Bayern ging es nicht viel besser

 

            Schiffslisten des Bayerischen Lloyd  (zusammengestellt von Heribert Heilmeier, Schifffahrts Museum Regensburg)

 

Nr. Typ Name Werft Baujahr l.m. B.m. H.m. Leistung PS Tragfähigk. Bemerkungen
                     
1 MTS 2 KOENIG LUDWIG III Ruthof- Regensburg 1914 64,8 8,1 2,4 2 x 160 629 t (676) Erstes Motortankschiff auf der Donau, vorgesehener Name "M 1", April 1920 HELVETIA, 1932 Umbau durch BL, 1942 zur dt. Marine, März 1943 Umbau zum Seeschiff, September 1944 bei Tekija sowjetische Kriegsbeute, "SELGEL" (SDGP)
2 MTS 2 M 2 Ruthof- Regensburg 1914 64,8 8,1 2,4 2 x 160 629 t (682) August 1916 bei Kladovo versenkt. 1917 durch dt. Bergungstruppen gehoben, 1932 Umbau, Februar 1936 "BAYREUTH", September 1942 zur Donauflottille, März 1943 Umbau zum Seeschiff, August 1944 in Braila versenkt.
3 DZR D 1 Ruthof - Regensburg 1915 52,0 7,0 2,7 350 - November 1918 bei Vukovar von Serbo- Kroaten beschlagnahmt,1921 an SHS, "JUG BOGDAN", ab 1941 bei SOR, ab April 1944 Minenräumschiff der dt. Kriegsmarine, Mai 1945 US- Beute, an Jugoslawien übergeben, bei JRB "KOSOVO"
4 DZR D II Uebigau - Regensburg 1915 59,1 7,4 2,6 700 - August 1917 "STAUSS", November 1918 bei Corabia von der Besatzung versenkt, 1924 von Rumänien gehoben
5 DZR D III Uebigau - Regensburg 1916 57,5 7,4 2,5 500 - April 1916 "SAVE", ab November 1916 zur kaiserl. dt. Donau - Halbflottille, Juli 1917 an BL zurück. November 1918 bei Vukovar von Serbo - Kroaten beschlagnahmt, 1921 an SHS "MAKEDONIJA", Oktober 1944 als SOR- Schiff versenkt, nach 1945 von Jugos gehoben, bei JRB "SANDZAK", 1970 a. D.
6 DZR D IV Uebigau - Regensburg 1916 59,1 7,4 2,6 700 - Ab November 1916 zur k. dt. Donau - Halbflottille, "MARITZA"  Juli 1917 an BL zurück, 1917 "ZAR FERDINAND", November 1918 bei Corabia französische Beute, an franz. Donauschifffahrt, 1921 "PRESIDENT FRAISSINET" , ca. 1939 von der Donau abgezogen.,
7 MGS 2 M III Ruthof - Regensburg 1916 45,0 5,0 1,5 2 x 50 197 t Für die Strecke Regensburg - Ulm vorgesehen. Juni 1916 "WÜRTTEMBERG", Oktober 1917 "KÖNIG WILHELM II: VON WÜRTTEMBERG, 1918 WÜRTTEMBERG. 1939 "K. W. II, April 1940 "VILSHOFEN", April 1942 an Kroatische Flussschifffahrts- AG Zagreb verkauft, "OSIJEK"
8 DZR ELBE Uebigau- Dresden, Regensburg 1916 57,7 7.4 2,5 500 (550) - In Dresden gefertigt, in Regensburg zusammengebaut. April 1917 an BL, Oktober 1930 Erhöhung der Maschinenleistung, Juli 1963 - Dezember 1964 an DL vermietet, Jänner 1966 verschrottet
9 DZR EMS Uebigau - Dresden, Regensburg 1916 57,5 7,4 2,5 500 - ZEG- Schiff, April 1917 an BL, 1918 von Serbo- Kroaten bei Vukovar beschlagnahmt. 1921 an SHS, "HERCEGOVINA". im II. Weltkrieg bei SOR, 1945 an JRB "HERCEGOVINA", 1970 verschrottet.
10 DZR RHEIN Uebigau - Dresden, Regensburg 1916 57,7 7,4 2,5 500 (550) - ZEG- Schiff, April 1917 an BL, Juli 1931 Erhöhung der Maschinenleistung. April 1945 durch deutsche Wehrmacht unterhalb von Vilshofen versenkt. Juni 1945 durch BL gehoben, Juli 1965 verschrottet.
11 DZR WEICHSEL Uebigau- Dresden, Regensburg 1916 57,5 7,4 2,5 500 - ZEG- Schiff, April 1917 an BL. November 1918 von Serbo - Kroaten bei Vukovar beschlagnahmt. 1921 an SHS "DOBROPOLJE", im II. Weltkrieg bei SOR. 1944 Minenräumschiff, Februar 1945 bei Erlau durch Tiefflieger schwer beschädigt. 1945 an JRB: "VOJVODINA", 1988 noch im Einsatz.
12 DZR WESER Uebigau- Dresden, Regensburg 1916 57,5 7,4 2,5 500 - ZEG- Schiff, 1917 an BL. November 1918 von Serbo - Kroaten bei Vukovar beschlagnahmt. 1921 an SHS "KRALJTVRTKO", im II. Weltkrieg bei SOR, 1945 an Jugoslawien "POSAVINA", 1970 verschrottet.
13 DZR DONAU Uebigau - Dresden, Regensburg 1916 57,5 7,4 2,5 500 - ZEG- Schiff, im April 1917 an BL. 1918 bei Zemun auf Grund gesetzt, 1919 von Serben gehoben, 1921 an SHS "DALMACIJA". Im II. Weltkrieg bei SOR, nach 1945 bei JRB. 1970 verschrottet.
14 DZS 1 ALLER Wiemann, Brandenburg 1910 37,1 6,3 2,1 350 - Für E. Genrich, Hamburg, erbaut. "PILOT", an Carl Krause, Breslau, verkauft. "CARL KRAUSE V". 1916 an ZEG, "ALLER" bei Hitzler, Hamburg, Zerlegt, Teile per Bahn nach Regensburg gebracht, bei Ruthof wieder zusammengebaut. April 1917 an BL, August 1918 an Bulgarischen Lloyd, Sofia, verkauft. November 1918 von Serbo - Kroaten bei Vukovar beschlagnahmt, an SHS "DUNAV", Juni 1941 schwer beschädigt und abgewrackt.
15 DZS 1 HAVEL Wiemann, Brandenburg 1909 32,3 6,0 2,5 275 (330) - Für Schmeil & Friedrich, Hamburg, erbaut, "FRIEDRICH". Ab Februar 1916 an ZEG, "HAVEL", bei Hitzler, Hamburg, zerlegt, bei Ruthof, Regensburg, zusammengebaut. Maschinenleistung erhöht. April 1917 an BL. November 1918 bei Vukovar von Serbo - Kroaten beschlagnahmt, 1921 an SHS, "TANASKO RAJIC", 1931 "MOSTAR", April 1941 bei Belgrad gesunken, 1945 von Sowjets gehoben.
16 DZS 2 ISAR Wiemann, Brandenburg 1908 33,8 6,0 2,1 2 x 150 - Für Max RAAKE, Breslau, gebaut "AGATHE". Juli 1916 an ZEG "ISAR". Bei Hitzler Hamburg zerlegt, bei Ruthof. Regensburg, wieder zusammengebaut. April 1917 an BL. November 1918 von Serbo - Kroaten bei Vukovar beschlagnahmt, wieder frei gegeben. 1922 Umbau in Deggendorf. Oktober 1929 Maschinenleistung erhöht. Versuche als Schubschiff, 1944 bei Ruthof für D. K. S. seetüchtig umgebaut. Juni 1944 bei Varna gestrandet, Totalverlust.
17 DZS 1 LAHN Wiemann, Brandenburg 1913 35,5 6,3 2,1 350 - Für Josef NAGEL, Breslau, erbaut, "YORCK", März 1916 an ZEG "LAHN". Bei Hitzler, Hamburg, zerlegt, wieder zusammengebaut bei Ruthof, Regensburg. April 1917 an BL. November 1918 französische Beute bei Corabia, 1921 an Rumänien "MARASESTI", 1987 noch al Bojenleger im Einsatz.
18 DZS 2 MAIN Oderwerft Stettin 1908 33,8 6.4 2,1 2 x 175 - Für W. JAEGER & Sohn, Settin, gebaut. "VENATOR". Februar 1916 an ZEG, "MAIN". Bei Hitzler, Hamburg, zerlegt, von Hitzler in Deggendorf zusammengebaut. Maschinenleistung 2 x 215 PS. April 1917 an BL. November 1918 bei Vukovar von Serbo - Kroaten beschlagnahmt. 1921 an SHS "SAVA", dann zur jugoslawischen Kriegsmarine. "TRIGLAV", 1931 "RASKA", 1936 "SISAK", 1941 deutsche Beute. Ab Dezember 1941 dt. Donauflottille, "TRONJE", 1944 gesunken.
19 DZS 1 MOSEL Wollheim Breslau 1914 31,5 5,5 1,9 409 (380) - Für Paul PRÜFER, Breslau, gebaut. "JOACHIM". März 1916 an ZEG. "MOSEL". Bei Hitzler, Hamburg, zerlegt, bei Ruthof, Regensburg, wieder zusammengebaut. Maschinenleistung 380 PS. April 1917 an BL. November 1918 bei Vukovar von Serbo - Kroaten beschlagnahmt. 1921 an SHS "MOSTAR", 1931 "DUNAV", dann zur jugoslawischen Kriegsmarine "AVALA", "ALZEY", 1946 an Jugoslawien "ZENIN".
20 DZS 2 NECKAR Hitzler, Lauenburg 1908 42,6 5,8 2,2 2x 250 - Für Gebrüder L. u. K. MEYN, Hamburg, gebaut "NIKOLAUS". Oktober 1910 an K. N. MEYN, Moorfleth. März 1915 an Fa. Julius LÜBECK. März 1916 an Hitzler, Hamburg, Juni 1916 an ZEG "NECKAR". Bei Hitzler, Hamburg, zerlegt, in Deggendorf von Hitzler wieder zusammengebaut. August 1916 bei Turnu Severin von Rumänien versenkt, durch dt. Bergungstruppen gehoben. November 1916 wieder in Fahrt, Februar 1917 an BL. Juni 1944 bis Mai 1945 Minenräumschiff der dt. Kriegsmarine, nach 1945 vom BL abgestellt, Juli 1959 verschrottet.
21 DZS 1 SPREE Wiemann, Brandenburg 1912 35,5 6,3 2,1 300 - Für LASAR & PARUCHA, Ottmuth, gebaut "GERMANIA", August 1916 an ZEG."SPREE", April 1917 an BL, November 1918 von Serben in Belgrad beschlagnahmt. 1921 an SHS "RASKA", ca. 1960 Umbau in Güterkahn.
22 DZR KRONPRINZ RUPRECHT VON BAYERN Ruthof, Regensburg 1917 64,2 8,3 3,0 1 200 - Projektiert als D. V., Kataraktenschiff. November 1918 bei Corabia von Franzosen erbeutet, 1921 an Rumänien "DECEBAL". August 1944 durch Minentreffer gesunken, nach 1945 von Rumänien gehoben und umgebaut ( L 70 m), 1951 in Dienst gestellt, ca. 1977 abgestellt. 1988 in Orsova als Wohnschiff vorhanden.
23 DZS 2 JOACHIM Wiemann, Brandenburg 1907 33,5 5,8 2,3 2 x 150 - Für H. WEISSE, Tiefwerder, gebaut "KURT". November 1913 R. KAUTER, Hohensaaten, "JOACHIM", September 1916 durch BL gekauft. Auf dem Schienenweg nach Deggendorf, dort in BL - Werft zusammengebaut. Jänner 1920 "D VI", Juli 1923 Maschinenleistung 2 x 175 PS. Februar 1936 "ULM". 1943 für D. K. S. seetüchtig gemacht, Schwarzmeereinsatz. September 1944 bei Prahovo von dt. Kriegsmarine gesprengt.
24 DZS 2 SCHWARZORT Sachsenberg, Rosslau 1911 38,0 5,6 2,2 2 x 140 - Als Personenschiff für K. DEMMER, Halle, erbaut "HERZOG WITTEKIND", ca. 1919 durch BL erworben, auf dem Schienenweg zur Donau. Ab 1920 "D VII", ca. 1925 an M. WEISS, Budapest, verkauft, dort unter englischer Flagge als "HARALD", später als "ZAGON" unter ungarischer Flagge. Ab 1941 bei dt. Kriegsmarine. August 1944 bei Cernovoda rumänische Beute. Weitergabe an die Sowjets "SOVROM WORONEJ". 1946 wieder rumänisch. 1952 Umbau in Orsova, ca. 1960 abgewrackt.

25

DZR D VIII Wollheim, Regensburg 1919 58,2 7,5 2,9 800 -

Von der Werft auf eigene Rechnung erbaut "MARTHA". Dezember 1919 am BL. "D VIII", August 1923 "GWINNER", ab 1932 Maschinenleistung 750 PS. September 1939 ohne Kessel und Hilfsaggregate an DDSG "STEIERMARK". 1940 motorisiert, 2 x 400 PS Dieselmotore, neuer Name "RAX", 1968 verschrottet.

26

DZR

D IX

Ruthof, Regensburg

1921

64,2

8,3 3,0 1 000 -

Mai 1927 "BAYERN", 1928 Maschinenleistung 1 500 PS, Oktober 1944 durch Minentreffer bei km 1854 gesunken. November 1944 von Sowjets gehoben, instandgesetzt. 1951 "WOROSCHILOWGRAD", später "LUGANSK", ca 1960 abgerüstet. 1988 als Dampfspender in Reni verwendet.

27

DZR

D X

Ruthof, Regensburg

1921

64,2

8,3

3,1

1 000 (1 500)

-

1925 Maschinenleistung 1 500 PS, Jänner 1929 "DEUTSCHLAND", Oktober 1945 abgerüstet, Wohnschiff. November 1949 bis Dezember 1951 Instandsetzung. August 1956 bis Mai 1957 am MAHART vermietet. Mai 1957 im Tausch gegen 5 Güterkähne an MAHART "MAGYYARORSZAG", Dezember 1964 kassiert.

28

DZR

D XI Ruthof Regensburg 1922 52,9 7,0 2,7 350 (380) - Juli 1923 "PASSAU", Februar 1931 Maschinenleistung 380 PS, Juni 1944 Minenräumschiff bei der dit. Kriegsmarine. Oktober 1944 Minentreffer bei Komarom. Totalverlust.
29 DZS 2 FRITZ Ruthof, Regensburg 1922 41,0 7,8 3,1 700 - Mai 1944 bei km 1465 durch Minentreffer gesunken, 1954 von Ungarn gehoben, umgebaut, 1955 in Dienst gestellt "ARPAD", 2x 325 PS, Dezember 1965 kassiert.
30 DZS 2 LUDWIG Ruthof, Regensburg 1922 41,0 7,8 3,1 700 - August 1956 bis Februar 1957 und Mai 1960 bis Dezember 1960 an JRB vermietet. 1962 Maschinen und Kessel verschrottet, Schiffskörper an ALMER, Regensburg, verkauft.
31 DZR STAUSS Uebigau, Regensburg 1922 60,2 7,8 2,6 800 - April 1945 unterhalb von Vilshofen von der dt. Wehrmacht versenkt. Juni 1945, Hebung durch BL, Juli 1945 "MAIN". Das betriebsunfähige Schiff wurde nicht mehr instandgesetzt. Im Dezember 1956 verschrottet.
32 DZR RUTHOF Ruthof, Regensburg 1923 60,2 7,9 2,8 750 - Juni 1944 in Ungarn (Ersekcsanad, km 1488) durch Minentreffer gesunken. 1956 durch Ungarn gehoben, umgebaut, 1958 in Dienst gestellt "ERSEKCSANAD", nach 1973 abgestellt. 1979 an Arbeitskreis Schifffahrtsmuseum Regensburg. Umbau zum Museumsschiff, Eröffnung Mai 1983
33 DZR REGENSBURG Uebigau, Regensburg 1923 60,1 7,8 2,6 800 - Juni 1944 bei Esztergom durch Minentreffer gesunken. Von Ungarn gehoben und verschrottet. 2 Kessel 1965 in "KOSSUTH" eingebaut.
34 DZR MÜNCHEN Ruthof, Regensburg 1923 60,2 7,9 2,8 750 - Juni 1944 unterhalb Belgrad durch Minentreffer gesunken. Von Jugoslawien gehoben, bei JRB "ISTRA", ca. 1960 verschrottet.
35 MGS 2 HELD Kremer & Sohn, Elmshorn, Hitzler, Regensburg 1922/1924 38,1 50,0 5,0 5,0 2, 3  2,3 2 x 120 327 t Französisches Kanalschiff ( Penische) "P 257 F", als Reparationsleistung für Frankreich gebaut, nicht abgenommen. 1923 durch BL gekauft. 1924 Umbau Hitzler, Regensburg, zum Motorgüterschiff. Mai 1924 "HELD", Juli 1934 "NAAB". 1935/1936 Umbau. Jänner 1940 "AMBERG", August 1942 bis Februar 1943 Umbau zum Kühlmotorschiff durch BL. August 1944 in Calafat durch Rumänien beschlagnahmt. Später an Sowjets SDGP "DNJESTR".
36 MGS 2 BÖHM Bayerische Schiffbaugesellschaft Erlenbach, Hitzler, Regensburg 1922/1924 38,1 50,0 5, 0  5,0 2, 3  2,3 2 x 120 327 t Wie Nummer 35. "P 593 F". 1923 durch BL gekauft, 1924 Umbau bei Hitzler, Regensburg, zum Motorgüterschiff. Juli 1924 "BÖHM", 1935/1936 Umbau, 1940 "LANDSHUT", Februar 1944 im St. - Georgs - Arm gestrandet. Totalverlust.
37 MGS 2 MEINEL Elmshorn oder Erlenbach, DWE Deggendorf 1922/1924 38,1 52,0 5, 0  5,0 2, 3  2,4 2 x 100 237 t Wie Nummer 35. 1923 durch BL gekauft. 1924 Umbau bei DWE, Deggendorf, zum Motorgüterschiff. August 1924 "MEINEL", 1935/1936 Umbau, 1940 "STRAUBING", April 1945 oberhalb von Donaustauf von Amerikaner versenkt. Juni 1945 Hebung durch BL. Jänner 1959 - September 1959 Umbau zum offenen Güterkahn, BL "3o2" März 1963 am ALMER, Regensburg, vermietet, Dezember 1963 am ALMER verkauft. "302".
38 MGS 2 M IV Ruthof, Regensburg 1924 61,0 8,1 2,5 2x 200 594 t Februar 1925 "KEPLER", 1941 an dt. Seemarine, 1942 zum seetüchtigen Sperrbrecher "192", 1945 an BL zurück. Oktober 1955 Umbau bei Hitzer, Regensburg, zum gedeckten Güterkahn BL "175". 1969 zur Verschrottung verkauft.
39 MGS 2 LERCHENFELD Elmshorn oder Erlenbach, DWE Deggendorf 1922/1924 38,1 52,0 5, 0  5,0 2, 3  2,3 2 x 100 236 t Wie Nummer 35. 1923 durch BL gekauft, 1924 bei DWE, Deggendorf, Umbau zum Motorgüterschiff, Oktober 1924 "LERCHENFELD". 1935/1936 Umbau, 1940 "INGOLSTADT". Ende 1945 Umbau zum Pumpschiff. September 1959 Umbau zum offenen Güterkahn "BL 301". Juli 1963 an ALMER, Regensburg, vermietet, Dezember 1963 an ALMER verkauft "301". Juni 1990 verschrottet.
40 MGS 2 ALBRECHT DÜRER Ruthof - Regensburg 1925 61,0 8,1 2,5 2 x 200 570 t November 1942 an Kriegsmarine, Umbau zum "SPERRBRECHER 193", April 1944 im Sulina - Arm durch sowjet.. Fliegerbomben versenkt. Totalverlust.
41 MGS 2 HANS SACHS Ruthof - Regensburg 1925 61,0 8,1 2,5 2 x 200 570 t Ab Mai 1946 Personenverkehr im Raum Straubing und Fährdienst. Dezember 1965 Umbau durch BL zum Güterkahn BL 176, Jänner 1966 abgestellt.
42 MGS 2 RÖNTGEN Ruthof - Regensburg 1925 61,0 8,1 2,5 2 x 200 570 t 1946 Personenverkehr und Fährdienst im Raum Straubing, April 1968 zur Verschrottung verkauft.
43 MGS 2 FUGGER Ruthof - Regensburg 1926 61,0 8,1 2,5 2 x 200 570 t September 1944 Sowjetbeute in Tekija, wieder in Dienst gestellt: "NEWA" (SDGP)
44 MTS 2 ADOLPH VON BAEYER Ruthof - Regensburg 1927 67,2 9,0 2,0 2 x 250 610 t Als Tankkahn geplant, August 1932 2 x 300 PS. August 1944 in Cernavoda von Rumänien beschlagnahmt, von dt. Truppen in Brand geschossen. Totalverlust.
45 MTS 2 DIESEL Ruthof - Regensburg 1928 67,3 9,0 2,2 2 x 300 674 t Von Ruthof auf eigene Rechnung gebaut, vom BL bereedert, ca. 1930 Verkauf an BL. Oktober 1944 bei Wien durch Fliegerbomben versenkt, 1945 durch Sowjets gehoben, instand gesetzt und umgebaut. SDGP "CHERSON", 1951 Überführung in die Sowjetunion.
46 MTS 2 SIEMENS Ruthof - Regensburg 1928 67,3 9,0 2,2 2 x 300 674 t Von Ruthof auf eigene Rechnung erbaut, vom BL bereedert, 1930 Verkauf an BL. September 1944 bei km 860 durch dt. Kriegsmarine gesprengt, 1967 von Rumänien gehoben und verschrottet.
47 MSS - VSP 2 MZR 2 UHU DWE Deggendorf,  DWE Deggendorf 1930,  1934 26,2, 43,0 9,0  7,6 1,9  2,4 700                 2 x 350 - Als "ST0SSTREIDLER" erbaut. Antrieb; 2 Voith- Schneider - Propeller, diverse Umbauten. 1934 Umbau des Schiffskörpers, 1939 Umbau zum Motorzugschiff (MZS 2). September 1940 Übergabe an BL "DANZIG". Juni 1944 durch Minentreffer bei Lubkopva gesunken, nach 1945 von Jugoslawien gehoben, JRB "ZLATIBOR". 1970 noch im Dienst.
48 MZS 1 WEICHS DWE Deggendorf 1933 14,6 3,0 1,7 130 - Als Werftboot auf eigene Rechnung erbaut "M 117". Februar 1935 an BL, Umbau bei DWE, Juli 1935 "WEICHS", März 1941 bei Giurgiu gekentert. Totalverlust.
49 MGS 2 NÜRNBERG DWE - Deggendorf 1935 68,4 8,5 2,5 2x 410 660 t 1949 Personenverkehr, Februar 1969 zur Verschrottung verkauft.
50 MGS 2 AUGSBURG DWE - Deggendorf 1935 68,4 8,5 2,5 2 x 410 660 t April 1944 durch Minentreffer bei km 1550 gesunken, 1944 gehoben. 1947 - 1956 Wiederherstellung. März 1969 zur Verschrottung verkauft.
51 MGS 2 BAMBERG Ruthof - Regensburg 1935 66,6 8,5 2,5 2 x 410 565 t 1943/44 bei Ruthof zum Seeschiff umgebaut, April 1944 an D. K. S., Lazarettschiff "BROMBERG". September 1944 bei Prahovo von der deutschen Kriegsmarine gesprengt, Totalverlust.
52 MGS 2 WÜRZBURG Ruthof - Regensburg 1935 66, 6 (70,4) 8,5  8,6 2, 5  5,0 2 x 410 556 t       1943/44 bei Ruthof Umbau zum Seeschiff, das Schiff kam nur noch bis Wien. Mai 1947 bis September 1948 Hotelschiff in Passau. 1951/52 überholt. Februar 1952 Scheinverkauf an NAREX SA Gent, "VIOLE ROSE" unter englischer Flagge. Juni 1952 bis November nach Istanbul geschleppt. Jänner 1953 wieder an BL, "WÜRZBURG". Einsatz im Mittelmeer und Nordsee. Juli 1955 an J. u.L. Schönig, Haren, Ems verkauft, für Skandinavienverkehr. Juni 1968 an G. Antonatos, Piräus, "LOUISA", 1969 an IKAROS, Panama. Oktober 1969 an der nordafrikansichen Küste gestandet. Totalverlust.
53 MZ 1 STRALSUND Schiffswerft Linz 1941 29,0 5,8 2,7 410 - "O"- Schlepper, 1942 an D.K.S. Umbau für Schwarzmeereinsatz, September 1944 bei Prahovo von rumänischer Artillerie versenkt, von Sowjetunion gehoben, später "NOWGOROD (?)", vermutlich Marineschiff.
54 MZS 2 KÖLN Ruthof - Regensburg 1941 47,1 7,6 2,8 2 x 410 - 1943 an dt. Kriegsmarine "NOTHUNG", Oktober 1944 durch Minentreffer bei km  1355 gesunken, ca. 1950 von Jugoslawien gehoben. 1967 bei DL "UCKA", 1989 noch im Dienst.
55 MZS 2 MAINZ Ruthof - Regensburg 1942 47,1 7,6 2,8 2 x 410 - April 1943 zur Donauflottille, Räumschiff. August 1944 bei km 851 durch rum. Artillerie versenkt, nach 1945 von Sowjetunion gehoben und als "OREL" (SDGP) wieder in Dienst gestellt.
56 MZS 2 HAMBURG Schiffswerft Linz 1942 46,6 7,2 2,7 2 x 410 - "N"- Schlepper, 1945 US- Beute, 1946 bei BL im Personenverkehr. Juli 1960 Motorleistung auf 2 x 500 PS erhöht. Mai 1972 an DL vermietet, Dezember 1972 verschrottet.
57 MZS 2 BREMEN Schiffswerft Linz 1942 46,6 7,2 2,7 2 x 410 - "N"- Schlepper, August 1942 an DDSG "BURGAU", September 1944 bei km 1228 durch Minentreffer gesunken, nach 1945 von Jugoslawien gehoben und als "PERISTER", JRB, wieder in Dienst gestellt. Bis 1989 noch unterwegs.
58 MZS 2 LÜBECK Schiffswerft Linz 1942 46,6 7,2 2,7 2 x 410 - N"- Schlepper. August 1942 an DDSG "ASCHAU". August 1944 bei km 677 durch Minentreffer gesunken, von Rumänien nach 1945 gehoben und in Dienst gestellt. "HATEG", 1990 noch in Fahrt.
59 MZS 2 BREMEN DWE Deggendorf 1942 47,2 7,2 2,7 2x 430 - "N"- Schlepper. Juni 1944 bei km 1738 durch Minentreffer gesunken, 1944 gehoben. April 1945 in der Werft Korneuburg sowjet. Beute. Umbau für sowjetische DDSG "KRONSTADT". August 1955 an DDSG, Wien "PUCHENAU". 1966 neue Motoren mit 2x 550 PS, 1978 an DL "VIKTOROVAC", 1990 noch in Dienst.
60 MZS 2 LÜBECK DWE Deggendorf 1942 47,2 7,2 2,7 2 x 430 - "N"- Schlepper. 1943 Umbau für Schwarzmeereinsatz bei DWE. Juli 1943 an D.K.S. 1944 bei Noworosssijsk durch sowjet. Artillerie beschädigt, zurück zur Donau. 1946 Personenverkehr bei Passau. Oktober 1960 Motorleistung auf 2 x 505 PS erhöht. April 1967 an JRB verkauft "KORAB".
61 MPS 1 WÖRTH Hitzler - Regensburg 1926 17,5 3,0 1,6 60 (110) 90 Personen Für Fremdenverkehrsverein Passau erbaut. "PASSAU". November 1943 durch BL gekauft, bis 1946 abgestellt. Juli 1946 neuer Motor mit 110 PS, "WÖRTH". Mai 1955 an Ruthof Regensburg verkauft, dann STADLER & Co, Kelheim. Jänner 1958 an F. VOGEL, Passau, "PASSAU", 1973 abgestellt.
62 MZR LUDWIG SIEBERT Schiffswerft Linz 1943 58,0 7,6 2,7 2 x 600 - "R"- Schlepper. Mai 1945 "REGENSBURG", Juli 1945 "DONAU", 1946 im Personenverkehr im Raum Regensburg. Oktober 1946 bis April 1947 Hotelschiff in Regensburg. November 1948 Indienststellung als Zugschiff. 1956 Motorleistung 2 x 680 PS, Dezember 1972 Umbau für Schubschifffahrt, März 1978 zur Verschrottung verkauft.
63 MZR LUDWIG VON DONLE Schiffswerft Linz 1943 58,0 7,6 2,7 2 x 600 - "R"- Schlepper. 1946 im Personenverkehr verwendet, 1956 Motorleistung auf 2 x 680 PS erhöht. Jänner 1973 Umbau für Schubschifffahrt, März 1978 zur Verschrottung verkauft.
64 MZR STUTTGART Schiffswerft Linz 1944 63,0 7,6 2,7 2 x 600 - "R"- Schlepper, ursprünglich für Gasturbinenantrieb vorgesehen. 1946 im Personenverkehr eingesetzt. Hotelschiff in Passau. August 1953 Gasgeneratoranlage ausgebaut, September 1972 Umbau für Schubschifffahrt, März 1978 zur Verschrottung verkauft.
65 MZR MANNHEIM Schiffswerft Linz 1945 63,0 7,6 2,7 2x 600 - "R"- Schlepper, Gasturbinenantrieb vorgesehen. Bei Übernahme durch BL Maschinenanlage nicht betriebsbereit. 1946 Wohnschiff der Inland Waterways Transportation, "BELLA". 1946 bis 1948 Hotelschiff in Regensburg. 1948 Ausbau der Gasgeneratoranlage. 1949 bis 1951 Wohnschiff. September 1952 Indienststellung als Zugschiff. 1972 verschrottet.
66 MPS 2 LECH Hechenbichler & Stippel Prien Hitzler Regensburg 1944

1946

14,7 14,5 3,0 2,9 2,8 1,6 2 x 120 80 Personen Typ: Sturmboot der Dt. Kriegsmarine. Juni 1946 durch BL von der Werft gekauft. Umbau bei Hitzler Regensburg. Oktober 1946 Indienststellung als Personenschiff "LECH". Dezember 1954 abgewrackt.
67 MPS 2 ILLER Hechenbichler & Stippel Prien Hitzler Regensburg 1944  1946 14,7 14,5 3,0 2,9 2,8 1,6 2 x 120 80 Personen Sturmboot der dt. Kriegsmarine. September 1946 durch BL von der Werft gekauft. Umbau bei Hitzler Regensburg zum Personenschiff "ILLER". November 1947 Indienststellung, Oktober 1954 abgewrackt.
68 MPS 1 ERLAU Howaldt Werft? 1917 17,0 3,5 1,3 34 74 Personen Ex Erwin Knuth "HOLSATIA", Jänner 1947 durch BL gekauft und Umbau zum Personenschiff. Motorenleistung 125 PS. Oktober 1947 Indienststellung "ERLAU". April 1957 an KÖCK, Passau, verkauft "DONAU". 1973 abgestellt, 1980 verkauft. Vereinsheim im Sportboothafen Hofkirchen.
69 MPS 1 VILS     8,4 2,2 2,5 22 20 Personen Ex "HANS", Juni 1947 von H. G. VEITH durch BL gekauft. 1947 Personenverkehr Regensburg - Kelheim. 1948 an das Wasserstraßenamt Nürnberg vermietet. September 1948 an STRÖMER und MAYER, Freudenberg, verkauft.
70 MPS 2 KELHEIM Maffei - München 1924 20,0 4,0 1,5 2 x 100 150 Personen Für Amperschifffahrt erbaut, "STEGEN". Juli 1947 ohne Motore an BL verkauft, Umbau bei Hitzler, Regensburg. 2 Motoren: 2 x 125 PS "KELHEIM". 1958/59 Umbau zum Motorzugschiff "MZS 2". 1961 neue Motore: 2 x 180 PS, September 1967 zur Verschrottung verkauft.
71 MPS 1 WINZER Escher- Wyss - Zürich 1909 20,2 3,0 1,3 36 80 Personen Petroleumdampfer, für Königseeschifffahrt erbaut."KÖNIGSEE". 1926 zur Amperschifffahrt "GRAFRATH", 60 - PS- Benzinmotor bis 1939, danach bei der dt. Kriegsmarine. Taucherschule am Ammersee. "MOLCH". Juli 1947 ohne Motor durch BL gekauft. 1947/48 Umbau bei Ruthof, Regensburg. Dieselmotor 120 PS. Mai 1948 Indienststellung "WINZER", Mai 1956 an K. WEINDL, Wien, verkauft. 1966 an DDSG, 1967 kassiert.
72 MPS 1 NEUBURG     16,2 2,9 1,7 125 70 Personen Ex "UKRAINE", "KELHEIM", "INN". Dezember 1947 von ukrainischer Handelsgesellschaft i. L. durch BL gekauft. Juli 1949 bis August 1949 Umbau zum Personenschiff bei Ruthof., Regensburg. Dieselmotor mit 125 PS. August 1949 Indienststellung "NEUBURG". März 1957 ohne Motor an TAUBER u. HARTL, Mauthausen, verkauft.
73 MPS 1 GÜNZ Marinewerft Wilhelmshaven   10,0 2,3   30 30 Personen Ex "ILSE", Jänner 1948 von Jade- Werft Wilhelmshaven gekauft. April 1948 Umbau bei BL. Mai 1948 Indienststellung "GÜNZ", Mai 1952 abgewrackt.
74 MPS 1 ILZ DWE Deggendorf 1947 12,8 3,2 1,4 38 65 Personen Ex "DEGGENDORF I". März 1948 von DWE gekauft. "ILZ". Juni 1949 bis April 1950 an SIEBER, Bamberg, vermietet.  März 1957 an KÖCK, Passau, verkauft. 1963 neuer Motor 64 PS, 1974 an Privat verkauft. (Verein der Flüsse und Seen, Passau).
75 MPS 1 NAAB DWE Deggendorf 1947 12,8 3,2 1,4 38 65 Personen Ex "DEGGENDORF II". Mai 1948 von DWE gekauft "NAAB". März 1957 an Donaukraftwerk Jochenstein AG, Passau, verkauft. Juni 1957 Fährboot "FRANZ PAUL KAUFMANN", ab Mai 1959 Eigentum der Marktgemeinde Obernzell. 1985 abgestellt, 1989 in Privatbesitz.
76 MZR 2 BREGE Lürssen - Vegesack 1939 17,3 3,1 1,8 2 x 125 - Als Flussräumboot für die dt. Kriegsmarine erbaut. "FR 10". 1945 US - Beute. Juni 1948 von "STEG" ohne Motore an BL verkauft. Juni 1948 bis Juli 1948 Umbau zum Zugschiff durch BL. 2 Dieselmotore zu je 125 PS. Juli 1949 Indienststellung "BREGE", September 1966 zur Verschrottung verkauft.
77 MZS 2 BRIGACH Lürssen- Vegesack Schiffswerft Linz 1938 15,4 3,2 2,3 300 - Als Flussräumboot für die dt. Kriegsmarine erbaut. "FR 3". 1945 US- Beute. Juni 1948 von "STEG" ohne Motore an BL verkauft. Juni 1948 bis Jänner 1949 Umbau zum Zugschiff durch BL. 2 Dieselmotore mit je 125 PS. Februar 1949 Indienststellung "BRIGACH" Oktober 1964 abgestellt. November 1965 zur Verschrottung verkauft.
78 MZS 2 KRIEMHILD Schiffswerft Linz 1939 65,0 9,5 2,7 2 x 400 - Als Begleitschiff für dt. Kriegsmarine erbaut. 1940/41 an DDSG verchartert, ab Mai 1945 Inland Waterway Division "OREGON". April 1948 bis Juli 1948 von STEG an BL vermietet, Gaststättenschiff. Juli 1948 von STEG gekauft. Hotelschiff in Regensburg bis Oktober 1953. September an DL im Tausch gegen einen Güterkahn, dann jugoslaw. Kriegsmarine. Schnellbootmutterschiff "KOZARA", in Novisad abgestellt, RPR "30", bis 1989 in Dienst.
79 MZS 2 BRENZ Lürssen Vegesack Schiffswerft Linz 1938   1939 15,4 17,4 3,3 1,8 2 x 125 - Flussräumboot der dt. Kriegsmarine "FR 4". 1945 US- Beute, Inland Waterway Division. 1951 Umbau bei Ruthof, Regensburg, für Wasserschutzpolizei "WS 17", November 1955 durch BL gekauft. Dezember 1955 Umbau zum Bugsierer "BRENZ". März 1968 zur Verschrottung verkauft.
80 MZS 2 KRESZENZ WALLNER Laczkovits Budapest 1940 40,1 6,6 2,6 2 x 520 - Für Josef WALLNER, Deggendorf, erbaut. "KRESZENZ WALLNER". Mai 1944 bei km 1548 durch Minentreffer gesunken, durch Fa. WALLNER gehoben. Bei Werftaufenthalten zweimal durch Fliegerbomben beschädigt. 1955 bis 1957 Wiederaufbau auf "Wallner - Werft", Deggendorf. Juni 1957 ohne Motoren an BL. Bis Dezember 1957 Fertigstellung, März 1968 "REGENSBURG", Dezember 1968 "LÜBECK". 1972 an DL vermietet, 1974 verschrottet.
81 MZS 1 BUX Hitzler - Regensburg 1937 19,3 4,0 1,6 180 - Für BL gebaut, 1938 an Bayerisches Hafenamt Regensburg verkauft "BUX I". September 1958 durch BL zurückgekauft. März 1977 Umbau zum Ponton, 1980 verschrottet.
82 MZS 2 JOHANN  WALLNER Ruthof - Regensburg 1941 48,0 7,6 2,8 2 x 660 - Für Josef WALLNER, Deggendorf, erbaut. Oktober 1955 bis Dezember 1957 an MAHART vermietet. April 1958 bis März 1960 an NAVROM vermietet. April 1959 an BL verkauft. Mai 1960 "DEUTSCHLAND". Juni 1972 an DL vermietet (Ersatz für "HAMBURG"), 1980 verschrottet.
83 MGS 1 Express 1 DWE Deggendorf 1957    1963 73,2 74,2 9,4 9,4 2,5 2,5 800 1075 t       861 t Ex- Güterkahn BL "1111", 1962/63 Umbau zum Motorgüterschiff, Juni 1963 Indienststellung "EXPRESS 1". Dezember 1977 abgestellt, Ende 1980 verkauft, November 1984 verschrottet.
84 MGS 1 Express 2 DWE Deggendorf 1957 73,2 9,4 2,5 800 1075 t        820 t Ex- Güterkahn BL "1110". 1963 Umbau zum Motorgüterschiff, September 1963 Indienststellung "EXPRESS 2". Dezember 1977 abgestellt. Ende 1980 verkauft, Dezember 1984 verschrottet.
85 MGS 1 Express 3 DWE Deggendorf Schiffswerft Linz 1956 73,2 9,4 2,5 750 1075 t        833 t   Ex- Güterkahn BL "1108". 1962/1963 Umbau zum Motorgüterschiff, September 1963 Indienststellung "EXPRESS 3". Juni 1977 bis Juni 1978 an MAHART vermietet. 1980 an L. WURM, Irlbach, verkauft. "FORTUNA", 1990 noch in Dienst.
86 MGS 1 EXPRESS 4 DWE Deggendorf Schiffswerft Linz 1956 73,2 9,4 2,5 750 830 t Ex- Güterkahn BL "1109". 1962/63 Umbau zum Motorgüterschiff, Juli 1963 Indienststellung "EXPRESS 4". Dezember 1977 abgestellt, 1978 zum Po, Italien, verkauft.
87 MGS 1 EXPRESS 5 DWE Deggendorf Schiffswerft Linz 1956 73,2 9,4 2,5 750 830 t Ex- Güterkahn BL "1107", 1963 Umbau zum Motorgüterschiff, September 1963 Indienststellung "EXPRESS 5". Dezember 1977 abgestellt. Ende 1979 verkauft, Dezember 1984 verschrottet.
88 MGS 1 EXPRESS 6 Hitzler - Regensburg 1957 74,0 9,6 2,5 750 830 t Ex- Güterkahn BL "1112", 1962/63 Umbau zum Motorgüterschiff, Oktober 1963 Indienststellung "EXPRESS 6". Dezember 1977 abgestellt, an CSDP vermietet, September 1980 an BRANDNER, Wallsee, verkauft. "NIKOLAUS"
89 MGS 1 EXPRESS 7 Hitzler - Regensburg 1957 74,0 9,6 2,5 750 830 t Ex- Güterkahn BL "1113", Umbau zum Motorgüterschiff, November 1963 Indienststellung "EXPRESS 7". Dezember 1977 abgestellt, Ende 1979 verkauft, Jänner 1985 verschrottet.
90 MZS 1 LECH Schiffswerft Linz 1953 18,0 3,8 1,5 230 - Für Österr- bayr. KRAFTWERKE AG gebaut "BRAUNAU". September 1964 an BL verkauft. Oktober 1964 Indienststellung "LECH". 1979 verkauft an BRANDNER, Wallsee "ERIKA"
91 MGS 1 HANNS SEIDEL DWE Deggendorf 1966 84,0 9,5 2,7 870 1295 t Ab 1973 Schubvorrichtung, März 1979 nach Holland verkauft.
92 MGS 1 JOHANNES KEPLER DWE Deggendorf 1967 84,0 9,5 2,7 900 1305 t Ab 1973 Schubvorrichtung. März 1979 verkauft an VAN KESSEL, Zwijndrecht, NL "JOLANDA"
93 MGS 1 FRITZ SCHÄFFER DWE Deggendorf 1968 84,0 9,5 2,6 1000 1310 t Ab 1973 Schubvorrichtung. Ca. 1980 nach Holland verkauft.
94 MGS 1 LINZ Hitzler - Regensburg 1968 84,0 9,5 2,7 1000 1305 t Ab 1973 Schubvorrichtung. Ca. 1980 nach Rotterdam verkauft. "JOSE R.", später "MADAGASCAR", September 1989 "DUALIS"
95 MGS 1 PASSAU DWE Deggendorf 1968 84,0 9,5 2,7 1000 1316 t Ab 1973 Schubvorrichtung, ca. 1980 verkauft.
96 MGS 1 REGENSBURG Hitzler - Regensburg 1968 84,0 9,5 2,7 1000 1317 t 1972/73 Schubvorrichtung, ca. 1980 verkauft nach Holland "PRIMO", später "DELTA"
97 MGS 1 DEGGENDORF DWE Deggendorf 1969 84,0 9,5 2,7 1000 1315 t Ab 1973 Schubvorrichtung. Ca. 1980 verkauft, April 1980 in Galatz an OTRANO AG, Basel, übergeben "DANA"
98 MTSS 1 URSULA VON KÖPPEN DWE Deggendorf 1970 83,2 9,5 2,7 1350 1234 t 20. Juni 1970 Indienststellung, 1984 umgebaut.
99 MZS 1 PAAR Hitzler - Regensburg 1938 19,3 4,0 1,6 180 (250) - Für O. BECK, Freudenberg, Main, erbaut "GLÜCKAUF". Februar 1952 an Schleppschifffahrt an die NECKAR AG, Heilbronn, verkauft "NECKAR IX". 1958 neuer Motor 250 PS. Mai 1970 an BL verkauft, modernisiert, September 1970 Indienststellung "PAAR". 1980 verschrottet.
100 MGSS 1 STRAUBING Hitzler - Regensburg 1970 83,0 9,5 2,7 1350 1256 t 10. Oktober 1970 Indienststellung, 1985 umgebaut.
101 MTSS 1 ALBRECHT ALTDORFER DWE Deggendorf 1971 83,4 9,5 2,3 1350 1235 t 21. August 1971 Indienststellung. 1985 umgebaut.
102 MGSS 1 BAYERN Hitzler - Regensburg 1971 83,4 9,5 2,3 1350 1241 t 23. Oktober 1971 Indienststellung. 1984 umgebaut.
103 MGSS 1 BARBARA BLOMBERG Hitzler - Regensburg 1972 83,8 9,5 2,7 1350 1247 t 3. Juni 1972 Indienststellung, 1984 umgebaut.
104 MGSS 1 HERZOG TASSILO DWE Deggendorf 1972 83,6 9,5 2,7 1350 1256 t 10. Juni 1972 Indienststellung, 1985 umgebaut
105 MZS 1 VILS Niederspay Rhein Korneuburg 1934    1956 17,9 3,8 - 265 - Ex "ADAM", Andorfer, Straubing. 1965 an COMOS "COBUX". 1972 an BL "VILS". März 1979 an BRANDNER, Wallsee "BIRGIT"
106 MGSS 1 HANSEAT Hitzler - Regensburg 1974 83,4 9,5 2,9 1350 1241 t 4. April 1974 Indienststellung, 1984 umgebaut.
107 MGSS 1 NIBELUNGEN DWE Deggendorf 1974 86,0 9,5 2,7 1350 1273 t 9. Mai 1974 Indienststellung, 1983 umgebaut.
108 MZS 1 HERKULES Ruthof - Mainz 1931 21,0 5,2 2,4 300 (450) - Gebaut für A. LUSTBERGER, Bingen. 1955 neuer Motor 450 PS, Juni 1974 an BL verkauft. 1974 Umbau zum Schubschiff. 1983 verkauft an BRANDNER.
109 MPS 1 WALHALLA Klausen Oberwinter 1953 24,5 5,2 1,7 220 250 Erbaut für EPPLE, Stuttgart "BAD CANNSTATT". 1967 an KNOLL, Regensburg "WALHALLA". 1979 an BL, 1979 an VSK, Kelheim.1979 bis 1986 an Gebr. KLINGER, Regensburg, verpachtet. 1990 von im Dienst.
110 MPS 1 LUDWIG DER KELHEIMER Hitzler - Regensburg 1977 35,7 5,3 1,6 270 400 Personen April 1979 an VSK, Kelheim, Juli 1979 an STERN & HAFFERL, Attersee, verkauft "STADT VÖCKLABRUCK"
111 MPS 1 PASSAUER WOLF Hitzler - Regensburg 1977 35,4 5,5 1,6 270 400 Personen 1979 an WURM & KÖCK, Passau, verkauft.
112 MTS 1 MAUSI Niederlande Gustavsburg  1929 20,7 3,4 1,25 116 36 600 Liter Bunkerschiff für Gebr. Elken de Jong, gebaut. 1966 in Gustavsburg verlängert, neuer Motor. September 1981 von Tankdienst Rhein, Wiesbaden, an BL verkauft.
113 MSS 2 FLORIAN DWE Regensburg 1982 17,8 5,5 2,0 2 x 317 - Schubschiff mit Feuerlöscheinrichtung. 8. Dezember 1982 Indienststellung. Letztes auf dem Gelände der ehemaligen Ruthof - Werft erbautes Schiff.

Firmen

D. K. S. =    Dnjepr Küstenschifffahrt (deutsche Verwaltung)            SHS =    Kroatisch - serbisches Syndikat, Belgrad            SOR =    Südosteuropäische Reederei, Belgrad (deutsche Verwaltung).

STEG    =    Staatliche Verwertungsgesellschaft                             VSK =    Vereinigte Schifffahrtsunternehmen Kelheim         ZEG =    Zentral - Einkaufs - Gesellschaft, Berlin

Quelle: Donau- Schifffahrt Band 5

 

                                       

Das erste Bild zeigt den Regensburger Westhafen im Jahr 1970. Am zweiten Bild ist der Schubverband "STRAUBING" auf der jugoslawischen Donau zu sehen. Auffallend dabei, "STRAUBING" hat vier BL- Schubleichter und zwei rumänische Güterkähne beigekoppelt. Die letzten beiden Bilder beschäftigten sich mit der Personenschifffahrt des Bl. Es sind die Passagierschiffe "WALHALLA" und "PASSAUER WOLF" zu sehen. Alle Aufnahmen stammen aus dem BL- Archiv. Die letzten beiden Bilder zeigen Dampfschiff "BAYERN" sowie "ELBE" und RHEIN".

 

              Präsidenten der Administration und Vorsitzende des Aufsichtsrates

Johann Baptist Freiherr von Puthon 1829 bis 1840
Johann Freiherr von Sina 1840 - 1866
Moriz Freiherr von Wodianer 1866 - 1886
Eduard Wiener Ritter von Welten 1886 - 1887
Martin Ritter von Cassian 1887 - 1889
Vinzenz Miller zu Aicholz 1890 - 1890
Dr. Anton Freiherr von Banhans 1890 - 1902
Jakob Deutsch 1903 - 1905
Anton Rücker 1906 - 1910
Dr. Franz Ritter von Schonka 1910 - 1933
Dr. Anton Pöschmann 1933 - 1935
Emil Fey 1935 - 1938
Dr. Franz Brandl                                                             13.5.1938 - 18.7.1938
Wilhelm Keppler 1938 - 1941
Dr. Guido Schmidt 1941 - 1944
Philipp Frankowski 1954 - 1960
Dr. Maximilian Schantl 1960 - 1970
Walter Figdor 1970    

           Generaldirektoren

 Von 1829 bis 1837 leitete den Betrieb der Präsident mit den Administratoren.

    Johann Rey, Generalsekretär, mit der Leitung des Betriebs betraut 1838 bis 1846
    Major von Kudriaffsky 1846 - 1848
    Peter Erichsen 1849 - 1861
    Martin Ritter von Cassian 1862 - 1887
    Carl Marchetti 1887 - 1891
    Ludwig Ullmann Ritter von Ereny 1891 - 1903
    Otto Müller 1904 - 1907
    Elias Eskenasy 1907 - 1908
    Hofrat Friedrich von Csatary 1909 - 1923
    Hofrat Ludwig Wertheimer 1924 - 1934
    Hofrat Ing. Otto Korwik 1934 - 1938
    Herbert Ender 18.7.1938 - 8.12.1938
    Dr. Wilhelm Voss 1938 - 1941
    Ing. Hermann Dilg 1941 - 1944
    Josef Bauer (öffentlicher Verwalter) 1945 - 1954

 

   Vorstandsmitglieder

    Dr. Franz Fillitz 1954 bis 1961
    Dr. Helmut Foltinek 1954 - 1961
    DDr. Peter Haeseler 1959 - 1972
    Dr. Walter F. Polaschek 1959 - 1972
    Dipl.-Vw. Othmar Luczensky 1972    
    Dkfm. Dr. Hans Georg Wurmböck 1972    

Quelle: Rot- Weiss- Rot auf blauen Wellen - 150 Jahre DDSG, Grössing- Sauer - Binder

 

                                               

   Hier war die DDSG - Welt noch in Ordnung. Kalenderbilder zeigten die Flotte der österreichischen Schifffahrtsgesellschaft. Bild 1 ein Stadtschiff als Umschlag. Bild 2 das erste Schubschiff Linz. Bild 3 "Schlögener Schlinge" die gerade von einem Talfahrer mit drei beladenen Anhangsobjekten befahren wird. DFS "Johann Strauß" vor der imposanten Kulisse von Schönbühel.

 

 

                                                                      

 

                             Auszug aus dem Kollektivvertrag

                      für die Dienstnehmer der Donauschifffahrt vom 31.März 1953

 

                                                § 11 Dienstverhältnis der Matrosenschüler.

  1.    Für die Aufnahme minderjähriger Dienstnehmer ist die Beibringung der Zustimmung der Eltern bzw. der Vormundschaft erforderlich.
 2.    Die ersten drei Monate ( Probezeit ) gelten als Anlernzeit und es kann innerhalb dieser Zeitspanne das Dienstverhältnis jederzeit beiderseits gelöst werden.
  3.     Die gesamten Ausbildungszeit beträgt in der Regel zwei Jahre, endet aber jedenfalls mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Während dieser Zeit dürfen solche Dienstnehmer nicht als Vollmatrosen verwendet werden. Am Ende der Ausbildungszeit hat ein solcher Dienstnehmer die Prüfung abzulegen. Bei Nichtbestehen dieser Prüfung tritt Dienstkündigung ein. Eine Verlängerung der Ausbildungszeit ist nicht gestattet.
  4.     Mit der Vollendung des 18. Lebensjahres rückt der bisherige Matrosenschüler automatisch in die 1. Bezugsklasse der Verwendungsgruppe A/1 vor.
  5.     Matrosenschüler, die die Prüfung bestanden haben, rücken automatisch in die Bezugsklasse 2 der Verwendungsgruppe A/1 vor.
  6.     Matrosenschüler dürfen auf den Bemannungsstand der Fahrzeuge nicht angerechnet werden, weder im 1. noch im 2. Ausbildungsjahr. Die Dienstunterkünfte für solche Dienstnehmer, sowohl auf Zug - als auch auf Fahrgastschiffen, müssen so eingerichtet sein, dass keine Beeinträchtigung der Dienstunterkünfte der Normalbesatzung eintritt.
  7.     Alle Arbeiten, die Matrosenschüler verrichten, insbesondere aber Seilarbeiten, dürfen nur unter unmittelbarer Aufsicht längerdienender Dienstnehmer ausgeführt werden.
  8.     Bezüglich der Küchenwirtschaft und der Effektenversicherung sind die Matrosenschüler nach der Verwendungsgruppe A/1 zu behandeln. Bei eventuellen Dienstreisen gebühren Reisediäten nach Verwendungsgruppe A/1.
  9.     Matrosenschüler erhalten im 1. Ausbildungsjahr 80% der Verwendungsgruppe A/1, Bezugsklasse 1, im 2. Ausbildungsjahr 90% der Verwendungsgruppe A/1, Bezugsklasse 1.In Bezug auf die Akontierung sind sie mit der Verwendungsgruppe A/1 gleichgestellt.
  10     Für Matrosenschüler gelten im übrigen die Bestimmungen des Gesetzes vom 1. Juli 1948, BGBL. Nr. 146, in der Fassung vom 13. Februar 1952, BGBL Nr. 45 ( Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz).

 

                                        

                                                                                               

 

 

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