Schiffe, die einst die Donau befuhren

 

                                                                                

                                       

                                              

 

 

 

                                                

      DFS "HEBE", erbaut 1905 von der Schiffswerft Budapest (Altofen), Maschine OC, 550, kassiert 1970. ( Sammlung Raffy) ist auf den ersten beiden Bildern zu sehen.  Die nächsten bedien Bilder zeigen zwei DDSG- Personendampfer, die einige Jahre nach ihrer Erbauung den Reiseverkehr als so genannte "Planetenklasse" auf der Donau und für die Gesellschaft stark verbessern sollten. Links, der 1916 noch als "Franz Josef I." von der Budapester Schiffswerft erbaute Dampfer mit einer Diagonal - Verbundmaschine, die eine gewaltige1000 PS Leistung aufwies. Nach dem Zusammenbruch der Monarchie wurde er auf "Jupiter" umgetauft, und 1936 auf Ölfeuerung umgestellt. Sein Einsatzgebiet war der Langstreckenverkehr auf der unteren Donau, wo er auch durch einen Minentreffer im Jahre 1944 bei km 1064 sank. Das rechte Bild zeigt den Donaudampfer "Saturnus", Baujahr 1920 von der Schiffswerft Budapest, ebenfalls 1.000 PS. 1935/36 auf Ölfeuerung umgebaut und erst 1957 außer Dienst gestellt.( Beide Bilder Sammlung Raffy).   Das fünfte Bild zeigt das DDSG- Passagierschiff "Sophie", das eine abenteuerliche Geschichte aufzuweisen hatte. 1845 wurde der für die damalige Zeit große und luxuriös ausgerichtete Dampfer in der Schiffswerft Budapest (Altofen) erbaut, Die Maschine leistete 535 PS, und war von der Firma John Penn & Son, Greenwich  mit oszillierenden Zylinder, die durch zwei Doppelkessel gespeist wurden, ausgerüstet. Das Platzangebot für Passagiere betrug 1050 Passagiere. 1850 erfolgte der Einbau von neuen Kesseln und noch vor dem I. Weltkrieg erfolgte ein umfassender Umbau. Dabei bekam das Schiff zwei Kamine, der Schiffskörper wurde verlängert, so dass es nun auf 1300 Passagiere zugelassen wurde. 1861 stieß das Schiff auf der unteren Donau mit dem Fahrgastschiff "Elsabeth" zusammen, wobei 2 Menschen den Tod fanden. 1867 wurden von der Firma Escher Wyss & Co., Zürich neue Maschinen geliefert. Bei der im Jahre 1918 stattgefundenen Kollision mit dem Lokaldampfer "Drina" bei km 1589 kamen auf der "Drina" 62 Menschen ums Leben. 1938 wurde das Schiff auf "Melk" umbenannt und nach dem Krieg als Hotelschiff in Engelhardtszell installiert. Nach einer Dienstleistung von 110 Dienstjahren wurde die "Melk" 1955 in Linz verschrottet.  Am letzten Bild ist der Dampfer "Pöchlarn" zu sehen. Das 1867 unter dem Namen "Fiume" vom Stab Techn. T. - Ujpest erbaute Passagierschiff wies eine Maschinenstärke von 580 PS auf. 1885 in Budapest umgebaut und mit einer Maschinenleistung von 620 PS in Dienst gestellt. 1904 auf "Habsburg" umgetauft, erhielt es schließlich im Jahr 1938 den Namen "Pöchlarn", wie es auf der rechten Postkarte auf seiner Linienfahrt in der Wachau zu sehen ist. 1940 in ein Zugschiff umgebaut und 1944 gesprengt.

 

                                         

 Die erste Ansichtskarte zeigt das Passagierdampfschiff "Budapest", im Jahr 1912 von der Budapester Schiffswerft erbaut. Bestückt mit einer DC- Maschine mit 710 PS. 1951 auf Ölfeuerung umgebaut versah sie zum Großteil ihren Liniendienst zwischen Linz und Passau. Die Karte zeigt den Passagierdampfer wahrscheinlich Ende 1940 in der Wachau. Das Schiff wurde erst am 2.10.1968 außer Dienst gestellt.  Zur nächsten Karte fehlen jegliche Angaben. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um einen Ausflugdampfer der Lokalschiff- Type oder sogar um die "Hebe"?. Charakteristisch ist auf jeden Fall der schwarze Kamin und als sicher gilt, dass die Karte aus dem Jahr 1939 stammt. ( Sammlung Raffy). Am nächsten Bild ist das Lokalboot "Dürnstein", im Melker Altarm 1921, vor der imposanten Kulisse des Stiftes Melk zu sehen. Erbaut 1899 als "Siraly" von der Budapester Schiffswerft (Altofen) mit 365 PS. Erhielt ab 1904 den Namen "Dürnstein" und wurde meistens im Lokalverkehr in der Wachau verwendet. Infolge Seeschaden sank es am 6.1.1944 bei Odessa. Das vierte Bild zeigt ebenfalls das Lokalboot "Dürnstein" bei Hochwasser in Aggstein aus der Sammlung des unvergessenen Walter Böck.   Auf der nächsten Postkarte ist die "Budapest" in den 1950- Jahren zu sehen. (Beide Ansichtskarten Sammlung Raffy). Das vorletzte Foto zeigt die  "Budapest" in ihrem letzten Betriebsjahr vor der Wiener Reichsbrücke, am letzten ist Fahrgastschiff "Schönbrunn" unter "Dampf" zu sehen. Die Aufnahme entstand wahrscheinlich kurz nach dem I. Weltkrieg.( Sammlung Raffy).

 

                                            

               Links die "Babenberg", die 1867 vom Stab.T- Ujpest noch als "Budapest" erbaut wurde. 1904 bekam sie ihren letzten Namen, Gekauft von der ehemaligen ungarischen D. S. G.  1940 wurde das ehemalige Passagierschiff in ein Zugschiff umgebaut. Daneben Dampfschiff "Melk", 1845 unter dem Namen Sophie" von der Schiffswerft Budapest (Altofen) erbaut. 1938 erhielt sie den Namen der Wachaustadt, 1850 neue Kessel eingebaut. Erst 1955 außer Dienst gestellt.( Beide Bilder Sammlung Raffy). Die nächsten zwei Bilder zeigen das Passagierschiff "Schönbrunn", erbaut von der Schiffswerft Budapest im Jahre 1912, ausgerüstet mit einer DC- Maschine mit 710 PS. Links bei der Fahrt zu Berg im planmäßigem Linienverkehr, rechts bei der Linzer Abfahrtsstation. Am fünften Bild ist Dampfschiff "Franz Schubert" zu sehen, Erbaut vom Technischen Stab Linz im Jahre 1913 als "Herzogin von Hohenberg", mit DC- Maschine der Firma Gebr. Sachsenberg, Rosslau a. d. Elbe. 1933 abgebrannt, 1934 umgebaut, danach nochmals ausgebrannt und am 23.6.1971 verschrottet.  Daneben das ehemalige Flaggschiff "Johann Strauß", erbaut 1913 als "Erzherzog Franz Ferdinand" vom Technischen Stab in Linz. DC Maschine mit 740 PS von der Firma Gebr. Sachsenberg, Rosslau a. d. Elbe. Nach dem Ende der Monarchie erhielt es den Namen des Walzerkönigs. Bekam 1945 in Linz einen Bombentreffer ab und sank. Nach der Hebung wurden die Maschinen in den Rumpf des Dampfers "Grein" eingebaut.  Zweimal MFS "Stadt Passau", bergfahrend in der Schleuse,

 

                                     

        rechts talfahrend in der Wachau nach Dürnstein. Das Schiff wurde 1940 von der Schiffswerft Korneuburg erbaut und mit zwei 8 zyl. 4 Takt- Diesel- Maschinen von der Firma Sulzer, Ludwigsburg mit 2x 460 PS versehen. War eines der beiden Linienschiffe für die Strecke Wien- Linz - Passau. Wurde an einen ungarischen Grafen verkauft, umgebaut und steht heute bereits wieder im Einsatz. Trug außen am Bug als Verzierung den "Passauer Wolf".  Daneben MFD "Stadt Wien", Schwesterschiff der "Stadt Passau". Erbaut 1939 von der Schiffswerft Korneuburg, Maschinen und PS- Stärke ident mit "Stadt Passau".  Am dritten Bild Donaubus "Maria", der für die beliebten Wien- Rundfahrten zur Verfügung stand. 1957 in der Schiffswerft Korneuburg erbaut, 2 8zyl. 4 Takt- Diesel- Maschine mit jeweils 2x150 PS, von MAN Augsburg. Gehörte zur Donaubus- Type, "Juliane" und "Kriemhild.  Das vierte Bild zeigt die Linzer Anlegestelle mit dem Passagierschiff "Linz", eine Aufnahme aus den 1950-Jahren. Das Schiff wurde als "Laudon" von der Dresdner Werft Übigau im Jahr 1918 erbaut. 1957 erhielt es den Namen "Linz", 1937/38 umgebaut, wobei das Vorschiff um 2 m. auf 64 m. verlängert wurde. Versah seinen Dienst im planmäßigen Linienverkehr bis zum Jahre 1960. Daneben ist das ehemalige Flaggschiff "Theodor Körner" zu sehen. Der "Körner" wurde 1965 von der Schiffswerft Korneuburg erbaut und mit einem VSP = Voith - Schneider - Propeller versehen. Maschine von Deutz, Köln, 12 Zyl. 4 Takt - Diesel Motor mit 2x 1050 PS. Wurde einige Zeit abgestellt, und anschließend an "Favorit- Reisen" Passau verkauft. Befindet sich derzeit wieder für eine andere Firma im Einsatz und führt kombinierte "Schiffs- Radtouren" zwischen Passau und Bratislava durch. Vorletztes Bild; Zugdampfer  "Thommen", 1894 von der Schiffswerft Budapest (Altofen) erbaut. 1941 an MFTR (spätere ungarische MAHART) verkauft und fuhr unter dem neuen Namen "Bihar". Letztes Bild  Zugdampfer "Erös", 1838 von der Budapester Schiffswerft (Altofen) erbaut. Wurde 1843 umgebaut und erhielt Schiffskörper aus Eisen und neue Kessel. (Beide Bilder Sammlung Raffy).

 

                                 

         Links zieht der "Dampfschlepper "Centaur" seine Bahn auf der oberen Donau durch Passau. Ein ganz seltenes Bild, denn das Schiff war für den Einsatz auf der Kataraktenstrecke bestimmt. 1914 erbaut von der Schiffswerft Budapest, 1000 PS.1939 auf Ölfeuerung umgestellt, 1942 wieder Kohlenfeuerung. Blieb 1945 in den Kriegswirren auf der unteren Donau.  Daneben  macht das Dampfschiff "Vacz" gerade mit drei beladenen Warenbooten bei der Wiener Reichsbrücke Rundo. 1921 von der Budapester Schiffswerft erbaut und mit einer Maschinenleistung von 800 PS in Dienst gestellt. Wurde erst am 31.12.1964 abgestellt und in weiterer Folge verschrottet.  Am dritten Bild Bild ist das Dampfschiff "Suppan" mit drei halbbeladene Anhangfahrzeuge zu Berg nach Linz unterwegs. DS "Suppan" wurde im Jahre 1921 von der Schiffswerft Budapest erbaut und hatte eine Maschinenstärke von 800 PS. Das Schiff wurde erst am 31. 3. 1966 außer Dienst gestellt.  Das vierte Bild zeigt das Schwesterschiff "Samson", 1910 von der Schiffswerft Budapest erbaut, und mit 800 PS- Maschinenstärke in Dienst gestellt. 1914 verkauft und 1928 rückgekauft. 1929 wiederhergestellt fuhr es im I. Weltkrieg als Minenleger. 1938 in "Kurmark" umbenannt, erhielt es ab 1945 wieder seinen angestammten Namen "Samson". Befand sich bis 1968 im Flottenstand der DDSG.   Schiffe im Winterstand zeigt das nächste Bild. Auf dem seltenen Foto sind gleich drei Schiffstypen zu sehen. Im Vordergrund das Motorschaufelrad- Zugschiff "Kranzegg", erbaut 1943 von der Schiffswerft Budapest, 6 zyl. 4 Takt- Diesel Maschine mit 2x600 PS von Deutz, Köln. Das Schiff war das ganze Jahr über im Südostverkehr zwischen Wien und Ismail eingesetzt. Stand bis 1972 noch im Dienst.  Dahinter ein Schiff der "Au"- Klasse. MZS "Freudenau", erbaut von der Schiffswerft Linz im Jahre 1942. 1966 neue Motoren, Deutz, Köln, 6 zyl. 4 Takt - Diesel mit 2x 550 PS. Wurde an das Schifffahrtsmuseum Regensburg verkauft. Dahinter stehen zwei Dampfschiffe, wahrscheinlich handelt es sich dabei um "Suppan" und "Schonka". Man beachte die Armada von Lastkähnen, die ebenfalls hier überwintern. ( Sammlung Raffy).  Letztes Bild zeigt die MS "Puchenau", Erbauer Deggendorfer Werft- und Eisenbahn-  Gesellschaft 1942. Maschine Firma Deutz, 6 zyl. 4- Takt- Diesel mit 2x 550 PS. Vorherige Namen: "Kronstadt" "Bremen".

 

 

                            

   Erstes Bild MS "Stubach", 1942 von  Hitzler- Werft Regensburg erbaut, Maschinen Deutz, Köln, 6 zyl. 4 Takt Diesel mit 2x375 PS. Meistens in Linz zum Lokaldienst abkommandiert. 1971 an "Foka" Budapest verkauft. Ganz rechts MS "Ostarrichi", erbaut von der Schiffswerft Linz im Jahre 1949. Maschinenbau Deutz, Köln. 6 zyl. 4 Takt -Diesel mit 2x 500 PS. 1975 verkauft an "ZKAM" Bratislava.  Die nächsten beiden Bilder stammen aus der Sammlung Böck. Links ist das Expressschiff "URANUS" in Linz bei Hochwasser zu sehen und daneben verlässt gerade das MZS "Thaya" nach ihrem Bau die Korneuburger Schiffswerft. Am letzten Foto befindet sich ein DDSG- Passagierschiff beim Abfahrtsponton an der Linzer Donaulände. Wahrscheinlich handelt es sich um DS "Budapest", auf jeden Fall sprechen die Raute am Schiffsbug und der Holzaufbau dafür.

 

 

                                           

   Am linken Bild hat das Dampfschiff  "AUSTRIA" Linz besucht und das nächste Bild zeigt ein DDSG- Dampfschiff mit drei beladenen Schleppkähnen in der Schleusenkammer. Der Schiffsname ist leider nicht zu sehen, aber aufgrund des nur einen Kamins könnte es sich dabei um Dampfschiff "RIED" oder "RAX" handeln. Und zum Schluss noch einige "Zuckerln" aus der Sammlung Dosch: Drittes Bild, das diesel- elektrisch angetriebene Schaufelradschiff "Bakony" aus Ungarn. Viertes Bild: Das "Zweikaminer - Dampfschiff "BAYERN" vom Bayerischen Lloyd. Fünftes Bild: Das Schauffelradschiff "BRADLO" aus der CSSR im Wiener Raum unter dem Donauturm. Man beachte das damalige Überschwemmungsgebiet auf der Kaisermühlner Seite.  Sechstes Bild: "DALMATIA", Zweikaminer aus Jugoslawien auf der oberen Donau. das letzte Bild zeigt das Dampfschiff "ELBE" wieder vom Bayerischen Lloyd.

Es folgt eine lose Bildfolge von Schiffen aus Sammlungen ehemaliger DDSG - Kapitäne, die die Typenvielfalt auf dem Fluss einzigartig wiedergeben:

                                                                                                  

     Das erste Bild zeigt DS "ENNS" am Stapel in der Korneuburger Schiffswerft, wahrscheinlich in den 1950er- Jahren. Am zweiten Bild ist das Dampfschiff "EUROPA", wahrscheinlich zu sehen. DS "THOMMEN" auf der österreichischen Donau unterwegs. (Alle Bilder Sammlung Dosch).

                                                                                 

  Das Bild ist eine Rarität: DS "GOLIATH" als Originalbau. Am zweiten Bild ist "FRANZ SCHUBERT" bergfahrend in der Wachau vor Schönbühel zu sehen. Ein Zeitdokument ist das dritte Bild mit "MERKUR" aus dem Jahr 1903. Am letzten Bild ist talfahrend ein DDSG - Schiff der "Egg- Klasse zu sehen, das im Anhang ein halbfertiges Hochseeschiff führt. Diese großen Schiffe wurden von den Schiffbauern der Korneuburger Werft halb gebaut um dann in einer Werft auf der unteren Donau fertig gestellt zu werden. (Die Bilder stammten aus der Sammlung Jechlinger).

                                                                                          

                                  MS "LANGEGG" auf der oberen Donau.              Eine besonders schöne Aufnahme von MS "THAYA" (Beide Bilder aus der Sammlung Steindl.

                                                        

  Bild 1= MGS "RIEGERSBURG" auf der oberen Donau.  Bild 2= MZS "LANGEGG" auf der unteren Donau. Bild 3= MS "SCHWECHAT" mit großer Flaggenparade. Bild 4= MGS "KLOSTERNEUBURG" bergfahrend auf der oberen Donau. Bild 5= Eine besonders gut gelungene Aufnahme der MS "WÄHRING" mit Anhang. Man beachte die dort stehenden PKW. Bild 6= MGS "JOCHENSTEIN" zu Berg auf der oberen Donau. (Alle Bilder Sammlung Skorianz).