Pensionisten & Freunde der DDSG

 

 

                                                           

     Die "Machatscheks" des Clubs: Gustav B. (am Bild ist noch der ehemalige Chef D. zu sehen, die "schreckliche" Troika", sowie ein Leben für die Binnenschifffahrt Günter F.

 

 

             

 

                       

                                                                  Ausflug in die Wachau

 

                                                       

                                                       Bei strahlendem Sonnenschein ging es vom Wiener Handelskai weg.

 

Am Mittwoch, dem 16. Mai 2010 veranstaltete der rührige Verein die "Frühlingsfahrt in die Wachau", an der auch meine Gattin und ich teilnahmen. Schon mit etwas gemischten Gefühlen, denn es war ja schon eine geraume Zeit her wo auch ich bei dem Unternehmen beschäftigt war. Sicherlich würde ich viele ehemalige Mitarbeiter gar nicht mehr erkennen, genauso sie sich wiederum nicht mehr an mich zurückerinnern. Doch ich wurde schon bald eines Besseren belehrt. Als ich vor vor der Abfahrt von Roland, dem damals jüngsten I. Steuermann und tollen Menschen, sowie dem immer gut aufgelegten Franz, dem Supertypen aus dem Maschinenraum, herzlichst begrüßt wurde. Was mich persönlich schon sehr freute. Besonders, dass sich Leute doch noch an mich erinnern konnten.

Da um 8.00 Uhr Abfahrt war, füllte sich der Bus schön langsam. Über 40 Damen und Herren wollten die Reise mitmachen . Einige der Mitreisenden waren mir noch persönlich bekannt, an viele Gesichter konnte ich mich leider nicht mehr erinnern. Mit einer kleinen Verspätung fuhren wir bei Sonnenschein vom Wiener Handelkai ab. Wo kurz darauf im Businneren das emsige Treiben der maßgeblichen Herren begann. Während nun Chefreiseleiter Felix das Bordmikro übernahm, zwängte sich die lebende Legende Gustav durch die Sitzreihen um den Leuten mit seinem noch immer lustigem deutschen Akzent, Reiseproviant zu offerieren. Wobei sich sein kongenialer Partner Günter ebenfalls in den Dienst der guten Sache stellte, um Getränke für die Mitreisenden zu organisieren. Es mutete schon fast als Schwerstarbeit an wenn man ihm dabei zusah, wie er sich da durchkämpfte. Um ja nur keinem Ausflügler verdursten zu lassen gab er sein Letztes. Aber auch der Chefreiseleiter und Kassier war ganz schön eingespannt. Er hielt ihn nichts mehr auf seinem Platz. Schließlich musste er durch das Abkassieren darauf achten, dass Geld in die Vereinskassa kam. Auf jeden Fall hat er dies sehr charmant erledigt. Aber auch Gerhard, Co- Reiseleiter sowie umtriebiger Obmann, blieb nicht untätig. Er versuchte uns mit launigen Durchsagen die Reise schmackhaft zu machen.

Kurz nach 10.00 Uhr wurde die erste Station unserer Reise - Purgstall im Erlauftal - erreicht. Dort stand ja die Besichtigung des Feuerwehrmuseums auf dem Programm. Die Initiatoren hatten keine Kosten und Mühen gescheut und sogar eine "Eingeborene" engagiert. Diese Dame brachte uns die interessanten Ausstellungsstücke verbal und akustisch zur Kenntnis. Dabei hatte man auch Gelegenheit sich ein wenig intensiver zu "beschnuppern" um so manch bekanntes Gesicht zu entdecken. So wie ich den ehemaligen Schiffsjungen Rudolf, der sogar einige Bilder von damals als nette Erinnerung dabei hatte. Ja, und schön langsam kam auch der "Schmäh" ins Spiel, bei den lustigen Gesprächen im Ausstellungsraum.

"Du musst die alten Uniformen aus dem 19- Jahrhundert ja eh noch gekannt haben?"

"Ich? Warum?"

"Warst du denn zu diesem Zeitpunkt nicht schon auf der Welt?"...

                                   

        Besonders interessant: Der Besuch des Feuerwehrmuseums, wo es viel zu sehen gab. Natürlich wurden auch Rauchpausen gehalten, die Feuerwehr war ja ganz in der Nähe.

                           

                       Einige Impressionen aus dem kleinen Örtchen Purgstall

 

 

Um 11.15 Uhr ging es dann weiter nach St. Leonhard am Forst. Mittagessen im Gasthaus Gruber. Ein Wirtshaus mit integrierter Fleischerei, wo beides einen ausgezeichneten Ruf hatte. Was wir nur bestätigen konnten. Das Essen war vorzüglich, die Bedienung freundlich, sowie rasch unterwegs. So fiel hier, die sonst obligat lange Wartezeit, fast völlig weg. Als danach aber die Fleischerei gestürmt wurde um die bekannten Fleisch, bzw. Wurstprodukte zu erwerben, suchten wir das Weite um uns den Ort anzusehen.

                             

                                          Impressionen aus St. Leonhard am Forst

Als wir, einige Stunden später, beim Heurigen Gruber in Mittelberg ankamen, stand der Bus der Linzer Freunde schon da. Wieder einmal zu spät dran. Was sich leider auch bei den Sitzplätzen auswirkte, denn die Gasträume waren gerappelt voll. Doch das machte das Wiedersehen mit den Freunden aus längst vergangenen Tagen schnell wieder wett. Da war es wieder, das Gefühl der Zusammengehörigkeit, wie ich es schon damals auf den DDSG - Schiffen erleben durfte. Hier schien sich überhaupt nichts verändert zu haben. So viel echte Freund- und Herzlichkeit kam von den, teilweise schon betagten Herren und Damen, rüber. Besonders beim Treffen der ehemaligen Säulen der Gesellschaft wie Willibald, mit dessen Auftauchen wieder Erinnerungen an die "Hebe" wach wurden. Sogar seinen überaus sympathischen Bruder konnte ich begrüßen. Dazu noch Leute, an die ich mich nicht erinnerte, sie mich aber alle zu kennen schienen. Aber die größte Freude bereitete mir das Wiedersehen mit meinem ehemaligen Zahlmeisterchef Peter, der sich überhaupt nicht verändert hatte. Er war noch immer der ruhige und liebenswerte Zeitgenosse. Nicht zu vergessen die beiden tollen Maschinisten Hans und Günter, alias "Watzlav". Köstlich noch immer ihr trockener Humor. Originalton Günter:

"Weißt eh, den "Old Bettle" hat es auch umgerissen".

"Wirklich?"

"Ja, nach 14 Halbe und mit einem Krügel in der Hand ist er dann nicht mehr aufgestanden"...

Originalton Hans (zu meiner Frau, die ihm gerade erklärte, dass sie ein "Burnout" gehabt hätte):

"Wo hast du denn gearbeitet?"

"In einer Firma wo mein Mann der Chef war".

"Na ja, bei so einem Chef muss dir ja etwas zurückbleiben"....

Aber auch hier war einfach kein Standesdünkel zu bemerken. Sogar der ehemalige Verantwortliche für die Personenschifffahrt Herr Franz D., Hüter des riesigen DDSG- Archivs und weltoffener Bücherschreiber, suchte das Gespräch mit der ehemaligen Mitarbeiterschaft. Und genau so soll es auch sein. Damit wurde wieder einmal bewiesen, dass die ehemalige DDSG immer noch eine große Familie ist.

Der Heurige übertraf alle unsere Erwartungen. Die Wirtsleute äußerst freundlich, ausgezeichnete Weine und vor allem eine köstliche, riesengroße Bretteljause. Alles nur vom Feinsten.

Sogar der Himmel begann zu weinen, als die "Linzer Partie" wieder abfuhr. Jeder freute sich bereits schon jetzt auf ein Wiedersehen.

Auch wir brachen, mit einer kleinen Verspätung, wieder nach Wien auf. Wobei Reiseleiter Gerhard mit launigen Worten den Grund für die Verspätung bekannt gab. "Wir wollten ja eh pünktlich abfahren, aber der Hund ist nicht weiter gegangen". Aber auch Felix stand ihm um nichts nach, als er die folgende Ansage machte: "Ich bedanke mich schon jetzt für eure Beteiligung. Denn später schlafe ich sicherlich wieder ein und dann wird das nichts mehr". Sprach`s, und war in den nächsten Minuten auch tatsächlich eingenickt...

Fazit dieser Reise: Tolle Stimmung, liebe Menschen, ausgezeichnete Lokalitäten. Großen Dank und Hochachtung an die Adresse der Initiatoren, alles perfekt organisiert. Für das reduzierte Platzangebot beim Heurigen konnte ja keiner etwas. Ehrlich, wer rechnet Mitte Mai mit solch kalten Wetter und Regen?

Besonderer Dank an unseren Buslenker Erich. Er kutschierte uns humorvoll und sicher durch enge Gassen. Stets kompetent und freundlich war er immer Herr der Lage.

Auf jeden Fall sind wir stolz darauf Mitglied in einem solch tollen Klub zu sein. Oder es mit den Worten des "Linzer Hans" zu sagen:

"Weißt du, ich bin wirklich kein Vereinsmeier und war auch noch niemals Mitglied in einem Klub. Aber hier zahlt es sich wirklich aus. Hier fühle ich mich einfach wohl".

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.......

                                                                                    

 

 

                           

                                            Pannonienfahrt nach Fertöd - Eszterhaza

 

     Und wieder waren sie zahlreich erschienen. Die Mitglieder und Freunde der DDSG, die einen schönen Tag in Ungarn verbringen wollten. Natürlich wurde bereits vor der Abfahrt der kleine DDSG- Raum im Schifffahrtszentrum von den Ex-Mitarbeiter/Innen fast gestürmt, da man sich ja bereits in der Früh viel zu erzählen hatte. So konnte man wirklich bald das Schild "Wegen Überfüllung geschlossen" hinaushängen. Aber so sollte es ja auch sein, wenn man sich lange Zeit nicht gesehen hat. Auf jeden Fall gab es diesmal keine Verspätung, es wurde pünktlichst abgefahren. Was natürlich auch mit der Disziplin der Teilnehmer zusammenhing. Zuerst sah es ja so aus, ob die Letzten( die sich fast nicht von der beschriebenen Örtlichkeit trennen konnten) keinen Sitzplatz im dicht besetzten Bus mehr hätten (Originalzitat: "Hob i jetzt an Stehplotz bis Ungarn?), aber schließlich fanden doch noch alle Platz. Sogar der "Ausflugshund" konnte auf einem Sitz untergebracht werden, wo er sich, genauso wie sein Herrl, überaus diszipliniert zeigte. Kaum waren wir abgefahren setzte der große Regen ein, der uns den ganzen Tag über begleiten sollte. Was aber unseren Günter nicht daran hinderte seiner Beschäftigung als Getränkelieferant nachzugehen. Wobei das Wetter doch irgendwie auf die Stimmung drückte, denn Günter stellte kopfschüttelnd fest: "Na gibt's denn so was?  3 Mineralwasser und nur zwei Bier. Das ist mir ja noch nie passiert"...

Trotzdem herrschte ausgezeichnete Stimmung, wofür zwei Dinge ausschlaggebend waren: Erstens kämpfte sich Gustav wie eh und je durch die Busreihen um Schnaps, Fleisch und Süßigkeiten zu offerieren. Ja, er wurde nicht müde in seiner liebenswürdigen Art zu betonen, dass der dargebotene Proviant Spende der Mitreisenden war. An dieser Stelle einmal herzlichen Dank an die dafür verantwortlichen Personen. Zweitens gab Rudolf einige "Schmankerl" aus seiner Zeit bei der Schiffahrt zum Besten, die er mit seiner bestimmt nicht leisen Stimme, laut und launig vortrug. Während der Regen weiterhin lautstark an die Busscheiben prasselte.

Die Organisation für Ungarn hatte diesmal der umtriebige Herr Johann übernommen, der in dieser Gegend zusammen mit seiner Gattin, die diesmal nicht mitgereist war, ein Haus besaß. Er hatte wirklich alles perfekt organisiert. Von der Ankunft in dem kleinen ungarischen Ort, wo man vor einer Wechselstube anhielt um in Landeswährung umzuwechseln. Nach punktgenauer Zeiteinhaltung ging es dann weiter zur Schlossbesichtigung. Auch die Reiseleitung schien von der stabsmäßig geplanten Organisation so begeistert zu sein, dass die Durchsage der Aufenthaltszeit hier unterblieb. Während nun der "harte Kern" das gegenüberliegende Gasthaus aufsuchte, wurden die Übrigen von einer kompetenten Einheimischen durch die Schlossräume geführt. Es gab sehr viel zu sehen und alles wurde im guten Deutsch erklärt. Leider konnte nur im Schlossinneren fotografiert werden, da draußen der Himmel noch immer seine Schleusen geöffnet hatte. So fanden sich danach auch alle pünktlich zur Weiterfahrt beim Bus ein.

                            

    Sehr interessant die Prunkräume im Schloss. Leider konnte wegen dem starken regen nur im Schlossinneren fotografiert werden. So sieht das Schloss bei schönem Wetter aus.

Weiter ging es dann zum "Supermarkt" zu einem 20- minütigem Schnelleinkauf. Wobei einige der Reisenden die Gelegenheit ergriffen im strömenden Regen ebenfalls auszusteigen, um sich mit zitternden Händen ein "Zigaretterl" anzuzünden. Auch hier wurde die Abfahrtszeit genauest eingehalten und um ca. 12.30 Uhr erreichten wir das Gasthaus "Bürgermeister". Eine sehr gepflegte Lokalität wo es alles gab was Auge und Gaumen erfreute. Hervorragende Speisen und Getränke luden zum Schlemmen ein. Als besonderen Bonus zeigte Herr Johann einigen der Mitreisenden sein dortiges Domizil. Ganz toll. Dabei wurde auch viel fotografiert. Mein besonderer Dank geht an alle Mitreisenden, welche sich alle gerne "ablichten" ließen. Nach dem allgemeinen Aufbruch um etwa 14.30 Uhr kam es zu einem lustigen Wortwechsel zwischen Johann und dem Busfahrer. Als wir an einer Weggabelung ankamen, ertönte die Stimme Johanns aus dem Businneren:

"Steuerbord. Wir müssen nach Steuerbord!"

Busfahrer Erich: "Bitte, was weiß ich wo Steuerbord ist? Ich bin ja kein Schiffmann".

"Johann: "Wir müssen nach rechts!"

Erich: "Das kann ich mir nicht vorstellen. Da fahren wir doch wieder zurück".

Johann unbeirrbar: " Wir müssen nach rechts!"

Erich versucht es nochmals: "Das kann nicht stimmen. Wir müssen nach links".

Johann sieht sich genauer um, stutzt und meint dann laut: "Nach links. Nach links! Nach links!"

                            

     Beim ungarischen "Bürgermeister" fühlten sich alle wohl. Gute Stimmung über die Frau Monika herzlich lachen kann, während ihr Günter etwas skeptisch dreinschaut.

Nach dieser lustigen Episode erreichten wir gegen 15.00 Uhr den Heurigen in Neudörfl. Ein tolles Lokal mit viel Platz sowie einem reichhaltigen kulinarischem Angebot. Ausgezeichnete Weine sowie Schnäpse und riesige Schmalzbrote. Bei einem oder auch mehreren Gläser Wein ergab sich Gelegenheit für viele interessante Gespräche. Auch hier war das echte Zusammengehörigkeitsgefühl der noch immer großen DDSG - Familie deutlich zu spüren. Obwohl viele der Reisenden vom Landdienst stammten, waren alle stolz darauf noch immer Teil dieser einstmals größten Donaureederei zu sein. Was auch in allen Gesprächen stets betont wurde.

Nach der Abfahrt, so gegen 18.00 Uhr, zeigte sich auch Obmann Günter vom heutigen Ausflug so sehr begeistert, dass er spontan zum Mikrofon griff um die Disziplin aller Teilnehmer zu loben. Um dabei auch einen alten DDSG - Spruch zu verwenden, der da lautete: "Mir san mir". Den ich mir noch erlaube zu vervollständigen "---- und die Bauern lass ma ackern"...

Fazit der Reise- ein toller Ausflug trotz Dauerregens. Besonderen Dank an Johann für die perfekte Organisation. Ich bin mir sicher bis zum nächsten Mal wird ihm jemand auch den Unterschied zwischen links und rechts erklärt haben. Es ist ja nicht so schwer und außerdem ist er ja noch jung und lernfähig.

 Dank auch an unseren Günter, der sich wirklich um jeden einzelnen Fahrgast kümmerte. Mit seiner sozialen Kompetenz wuselte er besonders in den Gasthäusern um die Tische. Nur um sich persönlich davon zu überzeugen, dass jeder seinen Sitzplatz hatte und sich alle wohl fühlten. Dabei bewies er auch Freundschaft über alle Grenzen hinweg als er in Wien noch zum "Albaner" gehen wollte. Was ihm aber dann doch nicht gelang. Und das war auch gut so...

 

 

 

                                                Ausflug zum Ennshafen mit Besuch der Ausstellung "Donau - Fluch und Segen".

                                                                                     

                                                    

 

 Wieder war es so weit und der rührige Pensionistenclub hatte zu einer Ausflugsfahrt zum Ennshafen eingeladen. Da die Abfahrtszeit diesmal bereits für 07.30 Uhr angesetzt war, hatte sich Günter schon am Vortag Gedanken über das Aufstehen gemacht: "Ich weiß nicht wie ich das morgen schaffen soll?". Aber auch hier zeigte sich wieder einmal die Disziplin der ehemaligen DDSG - Leute, die alle, einige zwar recht knapp, aber doch zeitgerecht, beim DDSG - Gebäude am Handelskai eintrafen. So konnte fast zur angegebenen Abfahrtszeit gestartet werden. Dann aber doch nicht so pünktlich, da die stark gehbehinderte Frau Poldi noch persönlich abgeholt werde musste. Wobei Busfahrer Erich wieder einmal sein außergewöhnliches Geschick bewies. Der altgediente Profi der Landstraße lenkte den Bus sicher und mit all seiner Routine durch die schmalen, verwinkelten Straßen des Mexikoplatzes. Ja, und als es dann wirklich losging tauchte auch unser treuer, anhänglicher Begleiter auf. Der Regen, der uns heuer auf all unseren Ausflügen immer anhänglich begleitet hatte.  Der zweite Schock war die nicht sehr große Anzahl der Mitreisenden. Gleich 15 Leute hatten, trotz Anmeldung, kurzfristig abgesagt. Aus welchen Gründen auch immer. Leider konnte auch Frau "Luzie" diesmal nicht dabei sein, die sich noch immer im Krankenhaus befand. Sie ließ es sich aber nicht nehmen anzurufen um sich zu erkundigen, ob eh alles In Ordnung sei. Beste Genesungswünsche an die umtriebige Dame auch von hier aus. Hoffentlich ist sie bald wieder auf dem Damm..

Obwohl es schon bald klar war, dass diesmal der Verein mit Verlust aus dem Ausflug aussteigen würde, wurde dies nicht lange besprochen sondern einfach akzeptiert. Dass auch keine schlechte Laune aufkam, dafür sorgten schon Günter und Gustav. Die beiden wieselten auch heute zwischen den Sitzreihen umher um für Getränke bzw. Naschnachschub zu sorgen. Ihre gute Laune war direkt ansteckend wenn uns Günter die Schnapsflasche hinhielt um zu erklären: "Trinkt Burschen. Den hat Roland spendiert". Worauf Ferdinand ganz verwundert meinte: "Was der Roland? Der sitzt doch sonst immer so lange auf den Cent bis der quietscht". Ja, das muss man ausnützen"...

Den größten Respekt rang mir aber Kassier und Reiseleiter Felix ab. Nicht nur, da er diesmal selbst auf seinen Hund aufpassen musste, kümmerte er sich fast schon hingebungsvoll um die weitere Organisation. So wurden von ihm die Essensbestellungen "gemanagt", um sie dann telefonisch an Robert W. durchzugeben. Er nahm seinen Auftrag wirklich ernst, Hut ab, oder besser gesagt Schiffermütze runter.

Um ca. 10.30 Uhr erreichten wir unser Reiseziel und siehe da, der Himmel hatte sogar ein Einsehen. Es gab eine längere Regenpause, die sogar bis zum Ende der Besichtigung anhielt. Ja, und kaum ausgestiegen wurden wir schon vom "Macher" des Ennshafens in Empfang genommen. Robert W., ehemaliger Schiffsjunge, Zahlmeister und späterer Kapitän, freute sich ehrlich über das Zusammentreffen. Und wieder war hier das immer wiederkehrende DDSG - Phänomen zu spüren. Wir wurden mit einer solchen Herzlichkeit begrüßt, wie man es sonst niemals mehr spürt und auch niemals spüren wird. Nicht nur Robert freute sich über das Zusammentreffen, sondern auch Peter B., sowie Josef, einer der "B.- Brothers", die alle von Oberösterreich angereist waren, stießen freudig zu uns. Auch Otto S., hatte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen um uns durch diese Ausstellung zu führen. Wobei ihm jegliches Standesdünkel völlig fremd war. Er erklärte auch dem Herrn im DDSG- Landdienst, natürlich per "Du", was er wissen wollte.

                             

    Hoher Besuch aus Oberösterreich, Herr B. und Herr Peter. So sieht es vor dem Logistikcenter aus. Blick auf den Ennshafen. Los geht es zur Hafenrundfahrt.

Gleich ging es auf die "Maria" um eine kleine Hafenrundfahrt zu starten. Dieser ehemalige Donaubus wurde von der Schifffahrtsgesellschaft "Wurm und Köck" vor der Verschrottung gerettet und mit beträchtlichem Geldaufwand umgebaut. Otto kam natürlich nicht umhin um den Donaubus zu pilotieren. Ein Wahnsinn wo sich der Herr Konsulent überall auskennt. Manche sagen ja, man könne ihm auch eine Badewanne mit Ruder anvertrauen, Otto würde sich auch dort zurechtfinden... Während er nun am Ruder stand wurde uns von Robert in kompetenter Weise der Hafen erklärt. Natürlich war auch für Leib und Seele gesorgt, man konnte kalte und warme Getränke erwerben. Dass dabei auch sehr viel fotografiert wurde, lag in der Natur der Sache. Auf jeden Fall erhielten wir einen tiefen Einblick von dem Hafen, der schon bald die Freudenau überflügelt haben wird.

                                    

  Mit dem ehemaligen DDSG - Donaubus "Maria" wurde die Hafenrundfahrt durchgeführt wo Herr Robert alles verständlich erklärte und gute Stimmung herrschte. Gustav, lange Zeit selbst Kapitän am Donaubus gewesen fühlte sich sofort wieder daheim. Natürlich steuerte Otto das Schiff, wie es sich für einen richtigen Chef gehört.

Danach wurde der erste Teil der Ausstellung besucht, die sich im Ausstellungsgebäude des Logistikzentrums befand. Mit dem Lift, auf dem man sehr lange warten musste, ging es auf die Dachterrasse, wo sich ein herrliches Panorama bot. Und wieder zeigte sich das Zusammengehörigkeitsgefühl der ehemaligen Binnenschiffer dadurch, dass Robert vorschlug ein Gruppenfoto zu machen. Was natürlich von allen sofort angenommen wurde, denn solch eine nette Erinnerung wollte sich niemand entgehen lassen. Die Ausstellung erstreckte sich auf drei große Etagen und war sehr interessant. Es gab hier über Bilder, Modelle, 3-D- Kino, alles, aber auch wirklich alles zu sehen. Besonders reizvoll: Roberts Schulschiffzeugnis, Donauschifferpass, sowie Lohnbuch, wo noch Günter F. als Vorgesetzter unterschrieben hatte. Auch hier gab es nichts, was die Herren Robert und Otto nicht wussten und sie auch ihr Wissen an uns weitergaben.

                                

                      Der Panoramablick am Dach war wirklich überwältigend. Trotzdem blieb noch Zeit für ein Fachgespräch.

                                

                         Sehr viele Exponate waren ausgestellt. Darunter auch Originale von Herrn Robert

 Der Besuch des Ausstellungsschiffes bildete den Abschluss der tollen Führung. Das ehemalige DDSG- Motorgüterschubschiff MS "Tillysburg" war an Ungarn verkauft worden und versah unter dem Namen "Franz Liszt" bis zu seiner Außer- Dienst - Stellung seine Arbeit auf der Donau. Auch dieses Binnenschiff konnte gerade noch davor gerettet werden im Hochofen zu verschwinden. In Zusammenarbeit mit dem Programm für Langzeitarbeitslose wurde die "Liszt" neu adaptiert, sozusagen wieder in den Originalzustand versetzt. In den diversen Kabinen, die man besichtigen kann, stehen lebensgroße Schaufensterpuppen die in DDSG - Originaluniformen die diversen Mannschafsmitglieder darstellen. Besonders gelungen, der Schiffskoch, der einfach kein Menü zusammenbringt, während am Boden die Schiffsratte auf etwas Essbarem lauert. Die tollen Bilder an den Wänden stammen von Otto S., der auch verriet, dass er auf einem Schleppkahn zur Welt kam. Ganz toll, der Ruderstand, wo natürlich auch der Kapitän zugegen ist. Über einen roten Knopf kann durch  Simulation der Motor gestartet, sowie der Boden zum Vibrieren gebracht werden.

                              

        Das Ausstellungsschiff spielte alle Stückerln. Besonders originell die Ratte beim Koch in der Küche.

Für 13.00 Uhr war das Mittagessen im dortigen, großen Restaurant bestellt, was auch wieder gut klappte. Jeder bekam sein Essen, das er vorbestellt hatte. Außerdem konnte man noch einige Andenken käuflich erwerben. Was ich vermisste, war ein Buch über den Ennshafen. So erwarben wir statt dessen zwei Mützen. Kurz vor unserem Aufbruch erhielten wir noch Besuch von Günther R., der es sich nicht hatte nehmen lassen einen Sprung vorbeizuschauen. Besonders interessant sein "Fachsimpeln" mit Ferdinand. So gegen 14.00 Uhr fanden wir uns alle wieder im Bus ein um die Heimreise anzutreten. Auch dabei ließ es  Robert nicht nehmen sich persönlich von uns zu verabschieden, was ja Otto bereits im Restaurant getan hatte. Überhaupt sah man wieder, dass beide Herren mit sehr viel sozialer Kompetenz ausgestattet waren.

                                                              

Um 16.00 Uhr gab es den letzten Stopp bei St. Pölten in einer Rosenberger Raststätte. Dort gab es alles was das Herz begehrte und einen Einkaufsshop, Dort erwarben wir noch, untere anderen Kleinigkeiten dem Wetter angepassten "Scheiß- Wetter - Tee". Um ca. 17.30 Uhr gondelten wir dann, in ausgezeichneter Stimmung wieder nach Wien zurück, das wir bei Dunkelheit erreichten. Sogar der rührige Kassier Felix ließ sich von der guten Stimmung mitreißen und schlief nicht eine Sekunde.

Fazit der Reise:   Ein wirklich gelungener, toller Ausflug. Der besondere Dank gilt Herrn Robert. Nicht nur, dass er uns so herzlich empfing, stellte er uns die Schifffahrt so wie den Besuch der Ausstellung unentgeltlich zur Verfügung. Ich meine, wer da nicht mit war, der hat viel versäumt. Das sollten manche Leute bei ihrer nächsten Anmeldung berücksichtigen. Von dieser Reise wird man noch lange sprechen.

Etwas verwirrt war nur etwas unser lieber Gustav. Als er von jemand im Bus gefragt wurde, wer denn der Herr sei, der am zweiten Sitz saß, drehte sich Gustav nach allen Seiten hin um. Dann meinte er nach langem Nachdenken: "Aber das ist ja Gerhard, unser Kassier".      

 

 

 

                                                                Weihnachtsfeier 2010

                                         

Auch heuer hatten die verantwortlichen Herren des Clubs keine Kosten und Mühen gescheut um den Mitgliedern sowie den Freunden der ehemaligen I. Donau - Dampfschiffahrts - Gesellschaft eine stilvolle Weihnachtsfeier zu bereiten. Diese fand im großen Saal des neuen Stützpunktes "Pizzeria bei der Reichsbrücke" statt. Man hatte alle Mitglieder angeschrieben, was bei der immer noch stattlichen Anzahl von über 400 Leuten auch wirklich ordentliche Arbeit bedeutete. Die von den Herren des Vorstands wirklich bravourös und ohne Murren bewerkstelligt wurde. Dass dabei so manch trockener Mund durch das viele Briefmarken kleben fast speichellos wurde, halte ich aber für ein Gerücht. Genau so wie dieses, dass man danach mit viel Schnaps wieder den Flüssigkeitsbedarf des Körpers in Ordnung brachte.

Fast alle waren sie gekommen, vom verschneiten Waldviertel, aus den tiefsten Schluchten des Balkans, bis hin zu der "Linzer - Partie". Auch die lebende Legende, der ehemalige Schulschiffkapitän Ernst hatte seinen Adlerhorst in Korneuburg verlasen um zur Feier auszurücken. Natürlich durfte auch die Prominenz nicht fehlen, die diesmal aus ehemaligen DDSG- Direktoren, Geschäftsführern, sowie der so genannten "Regensburger- Runde" bestand. So dauerte es auch nicht lange bis der große Saal rappelvoll war. Wir persönlich hatten dabei Glück gehabt, einen Tisch zu belegen, der am äußersten Ende des Saals stand, wo wir bequem und nicht eingeengt sitzen konnten. Gegenüber des reservierten Prominententischs, was uns hämische Bemerkungen der ehemaligen Mitarbeitern einbrachte:

"Wos ihr seits a do? Wo bist denn gsessen? Na ja eh kloar, bei den Prominenten!".

                              

        Der Prominententisch und davor der Tisch mit nicht weniger Prominente.

Die Wiedersehensfreude war groß und man hatte sich viel zu erzählen. So viel, dass mit dem offiziellen Beginn gleich 1 1/2 Stunden zugewartet werden musste. Was ja auch wirklich kein Wunder war, denn man traf da Mitarbeiter, die man Jahrzehnte nicht mehr gesehen hatte. Auch ich wurde von ehemaligen, damals noch Schlepplotsen, Steuerleuten, sowie auch Kapitänen auf längst vergangene Zeiten angesprochen. Wobei das schon einige Male beobachtete Phänomen  zu Tage trat, dass ich mit den Personen vorerst nichts anfangen konnte, sie aber mit mir schon. Auf jeden Fall fühlte ich mich sauwohl und auch geehrt, über die ganzen Jahre hinweg von der Belegschaft nicht vergessen worden zu sein. Auch nach den ersten Gesprächen der "Oldies" machte es mich stolz auch einmal ein Teil dieser unvergleichlichen DDSG - Familie gewesen zu sein. Auffallend war auch, wie sehr sich Die "Macher" Gerhard, Günter und Gustav um die Anwesenden kümmerten. Fast schon ruhelos wanderten sie von einem Tisch zum anderen um sich rührend nach dem persönlichen Wohlergehen der Besucher zu erkundigen. Sie brachten damit jedem einzelnen persönliche Wertschätzung entgegen, sowie das Gefühl wirklich herzlich willkommen zu sein.

                          

            Günter "wieselte" immer zwischen den Tischen hin und her, damit sich auch alle wohlfühlten.

Der Herr Präsident konnte schließlich doch die Sitzung eröffnen. Wobei er seine Ansprache sehr kurz hielt und auch den Chef der Gewerkschaft ans Mikrophon bat. Wobei mich dessen Ansprache total überraschte. Habe noch nie so klare und unmissverständliche Worte eines Gewerkschaftsfunktionärs gehört. Er sprach die Situation bei den Rentenkürzungen beinhart und ungeschönt an. Alle Achtung! Wobei mir in diesem Zusammenhang ein Witz einfällt, der gut hierher passt. Er ist zwar schon etwas älter und ich habe ihn etwas umgemodelt, aber ich glaube er passt gut.

Bei der Weihnachtsfeier der DDSG - Pensionisten stehen sie gut gelaunt beisammen. Der Gewerkschaftsfunktionär, der ehemalige DDSG- Direktor Franz, Günter, Schriftführer des DDSG- Pensionistenvereins, sowie der  in allen Ehren ergraute ehemalige Kapitän Gustav.

"Na Franz", wendet sich der Gewerkschafter an den ehemaligen DDSG - Direktor. "Was hast du heuer mit deinem Weihnachtsgeld gemacht?"

"Ich?", erklärt der Angesprochene stolz: "Ich habe mir eine neue Heimkinoanlage, zwei DVD- Recorder und eine Filmkamera, die alle Stückerln spielt gekauft."

"Sehr gut", zeigte sich der Funktionär zufrieden. "Mit dem Weihnachtsgeld haben wir ja uns allerhand leisten können." Ehe er sich noch bei Günter erkundigt: "Und du?"

"Ich habe mir diesmal ein neues Fernsehgerät geleistet", lautete dessen Antwort.

"Ausgezeichnet", nickt daraufhin der Funktionär um den ehemaligen Kapitän zu fragen: "Gustav, was hast du dir um das Weihnachtsgeld gekauft?"

"Eine Hose", meint der Angesprochene mit etwas traurigen Gesichtsausdruck.

"Und den Rest?", will der Funktionär noch wissen.

Worauf der hartgesottene Kapitän mit traurigem Blick bemerkt:

"Den hat mir meine Frau draufgegeben"....

 

Auch Peter von der Linzer - Partie gibt ein launiges Gedicht in seinem oberösterreichischen Dialekt zum Besten, das wie immer gut ankommt. Dann war der offizielle Teil auch schon wieder beendet und der Präsident gibt in lustiger Art bekannt, dass jetzt "Tratschen" auch offiziell erlaubt sei. Essen und Trinken mundete ausgezeichnet und man unterhielt sich prächtig. Es ist allen deutlich anzumerken wie froh man darüber war alte Mitarbeiter und Freunde wiederzusehen. Wobei so mancher hohe Herr keinerlei Berührungsängste mit seinen früheren Besatzungsmitgliedern erkennen ließ. Eine wirklich gelungene Veranstaltung, wobei ich mir persönlich etwas mehr Weihnachtsstimmung gewünscht hätte. Vielleicht sogar durch das Vortragen weiterer Weihnachtsgedichte? Aber das kann man ja im nächsten Jahr nachholen.

Ich bin mir mir jedenfalls sicher, dass auch im nächsten Jahr der Saal aus den Nähten platzen wird. Wenn es wieder die Einladung zur Weihnachtsfeier 2011 gibt, wo das DDSG - Zusammengehörigkeitsgefühl nicht nur  Lippenbekenntnis ist, sonders es eben durch solche Feste auch wirklich ausgelebt wird. Deshalb nochmals großen Dank an die Initiatoren dieses großartigen Events.

                           

             Jubel, Trubel, Heiterkeit, an den Tischen fühlte sich jeder wohl.

 

 

 

                                Wahl der Klubleitung

 

                                            

                                                                                Die neue (alte) Klubleitung 2011

 

Am 08.März stand die Wahl der Klubleitung auf dem Programm, die im unteren Saal der Pizzeria "Nikita" stattfand. Anscheinend hatte diese Sitzung nicht viel Echo hervorgerufen, denn die Beteilung daran war eigentlich sehr mäßig. Dass es sich dabei um den diesjährigen Faschingsdienstag handelte, soll nur am Rand erwähnt werden. So waren alle Mitglieder und Freunde der DDSG zwar unmaskiert erschienen, wobei das aber doch nicht so genau zu erkennen war. Da kam es schon zu Debatten wie: "Geh, jetzt kannst deine Faschingsmaske schon abnehmen. Schließlich sind wir ja unter uns."  - "Was heißt hier Maske abnehmen? Das ist doch mein Gesicht!"...

Natürlich war der "harte Kern" der Mitglieder wie immer anwesend, was man unter positiv verbuchen konnte. So hatte ein rühriges, ganz besonders nettes weibliches Klubmitglied die Reise vom Burgenland hierher nicht gescheut. Sie schilderte mit bewegten Worten, dass sie gerade noch "dem Tod von der Schaufel gesprungen sei" und sie nicht wisse "ob sie das nächste Mal noch dabei sein könne". Aber wir sind uns alle sicher, dass die liebenswerte alte Dame auch heuer dem Klub die Treue halten wird. Dabei waren auch die lebende Legende Ernst H., Erfinder des Schönschreib- Schriftsatzes "Ernest", dessen noch immer dunkle Haare zu Spekulationen Anlass gaben. Hat er sie nun gefärbt oder nicht? Ebenfalls gesichtet Johann S., Erfinder seines immer (ver-schmitzten Gesichtsausdrucks, den er bis heute beibehalten hat. Ja, und auch Herr K. D., langjähriger DDSG - Direktor hatte es sich nicht nehmen lassen bei der Sitzung anwesend zu sein. Jovial bei einem Glas Wein plaudernd mit der Ex- Kapitänsmitarbeiterschaft, gab er das beste Beispiel dafür, dass die Leute der Gesellschaft wirklich eine große Familie waren. Dazu lockerte noch der langjährige Bootsmann Herr Schneider die Stimmung durch einige "Schmankerln" aus seiner Dienstzeit auf. Ein Wahnsinn wie der "Oldy", agil wie einst, zwischen den Tischen herumhüpfte. Gerade an ihm merkt man wie die Schifffahrt jung hält.

Ganz besonders erfreulich wieder die Linzer Abordnung, die von Peter B. angeführt wurde. Er war mit den "Linzer Buam" Josef "Pepi" B., DDSG- Urgestein Gerhard S. sowie den reizenden Damen B. und Helga K. aus der oberösterreichischen Landeshauptstadt angereist. Die größte Freude bereitete uns aber das Wiedersehen mit einer der Säulen der DDSG.  Kapitän Valentin S. Hier hat die verkürzte Aussprache seines Vornamens auf "Dino" (Valentin) wohl selten eine treffendere Bedeutung. Er ist einer der letzten "Dinosaurier", der einstmals in Diensten der DDSG stand. Allen hier war klar, wir wollen unseren "Dino" mit seiner liebenswerten, stets unaufgeregten ruhigen Art, noch lange Jahre bei unseren Zusammenkünften sehen.

Es ging bei Wahl eigentlich nur darum die tolle Arbeit der bisherigen Klubleitung zu würdigen und die dafür verantwortlichen Herren in ihren Ämtern zu bestätigen. Nur für die Statistik- und Karteiarbeit musste ein neuer Mann bzw. eine neue Frau gefunden werden. Leider verstarb ja die allseits beliebte und geschätzte Lucia viel zu früh. Aber auch dort hatte die Klubleitung bereits einen Kandidaten ihres Vertrauens nominiert. Immer mit dem Argument: "Wen sollen wir denn nehmen? Es will ja keiner". Was so aber nicht ganz stimmte, denn diesmal gab es sogar noch andere Kandidaten. Doch Herr Hans, ebenfalls bekannt und beliebt, ließ nichts unversucht um auch wirklich diesen Posten zu bekommen.

Als Hans nun auf dem Weg zu der Pizzeria ist, bemerkt er, dass ein älteres Klubmitglied am Gehweg stürzt. Sofort ist er dort um ihr aufzuhelfen. Während sie sich noch bei ihm bedankt, meint Hans: "Dafür musst du mich aber schon wählen". Worauf die ältere Dame ihn lächelnd ansieht um ihn aufzuklären: "Lieber Hans. Ich bin auf den Rücken gefallen und nicht auf den Kopf"...

Aber natürlich wurde auch er, sowie die gesamte Klubleitung einstimmig gewählt. Wobei man eigentlich nur Peter Z. davon überzeugen musste. Dieser stellte nämlich, nach einem Blick auf den Wahlvorschlagszettel fest. "Leben die eh alle noch, die hier am Papier stehen?" Schließlich konnte man ihm bewiesen, dass es sich dabei um keine "Karteileichen", sondern um Menschen aus Fleisch und Blut handelte. Wobei auch Ernst H. gleich nachhakte. Nach einem Hustenanfall von Hans nach dem vielen Zigarettenkonsum meinte er nämlich laut: "Na, den Hans werdet ihr nicht lange haben. Der hustet ja jetzt schon so komisch".

Der Herr Obmann führte souverän wie immer durch den offiziellen Teil. Als er den ehemaligen Schulschiffkapitän Ernst H. liebevoll als "Schulschiffbändiger" bezeichnete, musste ich laut auflachen. Niemals war diese Bezeichnung treffender. Die Reden von Günter J. F., Gustav B. sowie Felix K. wurden profimäßig vorgetragen und waren sehr informativ. Genauso wie die von Peter B., der mit seinem gemütlichen oberösterr. Dialekt so manchem zum Schmunzeln brachte. Leider konnte er seine "Gedichterln" oder "Schmankerln" diesmal nicht zum Besten geben.

Fazit: Vielleicht hätte man die ganze Wahl etwas Professioneller aufziehen können, vielleicht sogar mit Hilfe modernerer Kommunikationsgeräte? Aber unter dem Strich bleibt doch ein ganz tolles Zusammentreffen mit der ehemaligen Mitarbeiterschaft, die für einige Stunden wieder in den Schoß der großen DDSG- Gemeinde zurückgekehrt ist. Wenn sie sich dabei nur annähernd so toll gefühlt hat wir wir, dann hat auch diese Wahl ihren Zweck erfüllt.

                                     

 

 

 

                   

           Erster Ausflug 2011- zum Spanferkelwirt in Zweiersdorf (N.Ö). 

                                           

 

  Der erste Ausflug in diesem Jahr startete, man konnte es kaum glauben, bei schönem Wetter. Nachdem im Vorjahr bei unseren Fahrten der Regen ständiger Begleiter war, erfreuten wir uns vorerst noch an den ersten Sonnenstrahlen. Obwohl der Bus diesmal nicht so gut besucht war, ließ es sich der "harte Kern" nicht nehmen wieder dabei zu sein. Wobei Günter gleich einmal seine soziale Ader bewies. Mit einem lauten: "Wer ein Stamperl will, der soll herauskommen!", animierte er die Reisenden zum Schnapskonsum vor dem Bus. Was wiederum Gustav zu der launigen Feststellung: "Was es gibt schon einen Schnaps? Na ja, wir Schiffsleute haben an Bord sowieso keine Tageszeit gekannt. Ein Stamperl haben wir alle gerne genommen. War es zu Mitternacht nach unserem Dienst, oder in der Früh". veranlasste.  Gut gelaunt ging es dann in Richtung Gloggnitz, wobei wieder der umtriebige Herr Günter als Kellner fungierte. Er wurde nicht müde den Mitreisenden ihre Getränkewünsche höchstpersönlich zu servieren. Aber auch Gustav sorgte, wie immer während der Fahrt, für die Verteilung von Süßigkeiten. "Ich muss mich beeilen, denn nach der Schokoladefabrik nimmt mir doch niemand wer etwas ab." , meinte er. Wobei er zweifellos Recht hatte, denn der Besuch bei der Firma "Lindt" war das erste "Highlight" dieser Reise.

                                

                Man nimmt gerne einen "Kleinen" zur Brust, damit man für die Busfahrt gewappnet ist  

Die Schokoladefabrik erreichten wir so gegen neun Uhr, wo dann ordentlich eingekauft wurde. Was auch kein Wunder war, denn wer konnte schon zu den dargebotenen Köstlichkeiten nein sagen? Diesmal wurde auch auf den Zuckerspiegel nicht geachtet, schließlich kam man ja nicht jeden Tag hierher. So wurden viele prall gefüllte Einkaufssackerln im Bus verstaut und auch unsere Rucksäcke waren ziemlich schwer geworden. Unangenehm war aber das Fehlen eines öffentlichen WC vor den Einkaufsräumen. Es gab zwar drinnen ein Kunden- WC, das den Andrang fast nicht standhielt.

                                       

Nach dem Einkauf ging es ins Ortszentrum Gloggnitz. Während sich nun der größte Teil der Reisenden im Wirtshaus häuslich niederließ, gingen andere dran den Ort zu erkunden. Was aber auch bald erledigt war. Einmal die "Mainstreet" auf und ab und man hatte schon fast alles gesehen. Wobei auffiel, dass Busfahrer Erich diesmal den DDSG - Wimpel vergessen hatte. So waren wir diesmal sozusagen "inkognito" unterwegs. Dass Herr Erich dafür von der Vereinsleitung eine leichte Rüge einstecken, sowie einen Teil seines Soldes zurückzahlen musste, stimmte aber nicht.

Weiter ging es zum Spanferkelwirt, wo wir kurz vor 12.00 Uhr eintrafen. Dort ließ es sich der Wirt- Herr Mohr- nicht nehmen seine Gäste mit einem immer wiederkehrenden Ritual persönlich zu begrüßen. Jeder erhielt einen Schnaps sowie kleine Stücke vom Spanferkel, das schon in der offenen Glut brutzelte.  Da wurde geschmaust und getrunken was das Zeug hielt und so mancher holte sich noch einen zweiten Schnaps dazu. Gegessen wurde in dem riesigen Speisesaal in einem freundlichen, hellem Ambiente. Wer das deftige Gericht mochte, kam hier voll und ganz auf seine Kosten. Das "Ferkerl" schmeckte wirklich hervorragend. Etwas merkwürdig war nur, dass nur vier Stangen Wurst zum Verkauf bereitstanden. Mancher hätte sich gerne auch diese Köstlichkeit mit nach Hause genommen. Etwas kurz angebunden auch die weibliche Bedienung an den letzten Tischen. Die Kellnerin nahm einem alten Kapitän, der gerade das Besteck während einer Esspause aus den Händen gelegt hatte, das Teller einfach weg. Nach lautstarkem Protest bekam er aber sein Essen doch wieder zurück.

                                                

Danach hatte man Zeit die herrliche Gegend zu erkunden. So manches Herz wurde wieder jung als man kleine Wanderungen in den Wald hinauf machte. So erklärte ein Oldy stolz, dass er jetzt, zusammen mit seiner Frau, ziemlich weit oben gewesen war um dort den Ausblick zu bewundern. Aber er wäre ganz langsam gegangen, da ja das Herz nicht mehr so richtig mitmacht. Aber auch sonst sorgte das gute Wetter, das Essen sowie die tolle Aussicht für ausgezeichnete Stimmung. Wir mussten schmunzeln, als wir an einem alten Paar vorbeikamen, wo sie ihm einen festen Kuss auf den Mund gab. Als sie uns sah tat sie erschrocken, um dann scherzhaft zu bemerken: "Oje, jetzt habt ihr gesehen, dass ich ihm ein Busserl gegeben habe." Auch wir mussten schmunzeln. Ja, so alt und lustig wollten auch wir werden.

Um 16.00 Uhr kamen wir nach Soos. Dort musste der Heurige erst einmal gesucht werden, den auch Erich nicht kannte. Da die Ortschaft aber nicht besonders groß war, wurde man auch rasch fündig. Wobei Günter wieder einmal eine "Wuchtel" schob. Als man wegen Straßenpassanten, die gerade den Fußgängerübergang überquerten, anhalten musste, meinte der Vize schelmisch: "Führ sie zusammen! Führ sie zusammen! Sie sind uns hinein`grennt. Wir haben 39 Zeugen dafür im Bus!"...    Der Heurige hatte einen großen Gastgarten, den wir gleich in Beschlag nahmen. Hier wurden die letzten Erinnerungen ausgetauscht. Die Stimmung war noch immer prächtig als es gelang längst vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen. Auch hier präsentierte sich so ein Zusammengehörigkeitsgefühl, wie es wohl nirgends anders mehr zu finden ist. Und das, trotz des vergessenen Wimpels. Man fühlte sich einfach wohl unter der ehemaligen DDSG - Mitarbeiterschaft, sowie ihren Gästen. Das kann man einfach nicht beschreiben, man muss dabei gewesen sein.

                                     

Wien erreichte man so gegen 19.00 Uhr, bei Wolkenbruch. Was der Stimmung aber keinerlei Abbruch tat. Obmann, sowie jeder der Reiseleiter meldete sich nochmals im Bus zu Wort um sich für die nette Fahrt zu bedanken. Wobei Günters Rede sehr emotionell ausfiel. Was er selbst mit den Worten" Mir ist das Herz vor Freude übergegangen", im kleinen Kreis kommentierte. Aber er sprach das aus, was wohl alle Reisenden empfanden. Stolz darüber noch immer zu der großen DDSG - Familie zu gehören. So wie auch der von allen nur "Lupo"- genannte, überaus netter Reisegast.  Dieser meinte nämlich zum Abschluss in seinem lustigen ausländischen Dialekt: "Ginter! Wor doch schene Reise!"....  

 

 

 

                Tagesausflug in den Strudengau mit Dampfschiff "Schönbrunn"

                                        

                                                            Das Schiff und sein Kapitän

 

Diesmal ereilte uns der Ruf der Linzer Gruppe, die zu einem Tagesausflug mit der "Schönbrunn" ab Linz einluden. Natürlich wollten wir uns diese Reise nicht entgehen lassen und so ging es per Eisenbahn in Begleitung des rührigen Altkapitäns Gustav in die oberösterreichische Landeshauptstadt. Dort gleich der erste Schock- der Bahnhof war umgebaut worden. So modernisiert, dass ich ihn gar nicht mehr erkannte und völlig die Orientierung verlor. Doch unter Gustavs Führung gelang es uns sogar die Straßenbahn zu entdecken, die uns zur Anlegstelle am Urfahrer Ufer brachte. Wo bereits das letzte Dampfschiff, stark qualmend, zum Einstieg bereit stand. Kaum in die Nähe des Schiffes gekommen, wurden wir in der nächsten Sekunde von dem Reiseleiterehepaar begrüßt. Sie hatten alles perfekt vorbereitet, so dass wir nach der sehr herzlichen Begrüßung gleich an Bord gehen konnten. Der Bug der "Schönbrunn" zeigte bereits stromabwärts als wir uns in die lange Menschenschlange einreihten um uns beim Zahlmeister gültige Bordkarten zu besorgen. Wobei sich die Mannschaft des "Donauveterans" ein lustiges Plakat einfallen hatte lassen auf dem zu lesen stand: "Das Schiff wurde umgedreht. Vorne ist jetzt hinten und hinten ist jetzt vorne..."  Diesmal hatte die Mannschaft auch vorgesorgt. Kamen im Vorjahr bei der Fahrt in Wien viele Passagiere, infolge Fehlens jeglicher Kontrolle ohne zu bezahlen an Bord, sah die Sache jetzt ganz anders aus. Eine Dame kontrollierte, ob auch jeder der Passagiere im Besitz einer Fahrkarte war. Also konnte gar nicht mehr "geschummelt" werden. Bei strahlendem Sonnenschein suchten wir voller Vorfreude auf die kommende Fahrt unsere Plätze am Oberdeck auf.

                                                         

Mit halbstündiger Verspätung hieß es dann "Leinen los" und fast lautlos glitt der uralte Donaudampfer zu Tal. Gleich zu Beginn der Reise fand die Begrüßung des Kapitäns mittels Bordlautsprecher statt. Wobei er auch nicht darauf vergaß die Kapitäne von der ehemaligen DDSG gesondert zu begrüßen. Was alle Veteranen der schon längst untergegangenen österreichischen Donauschifffahrts- Gesellschaft natürlich mit großen Stolz erfüllte. Sie konnten auch stolz sein, denn was jeder einzelne von ihnen für diese Firma geleistet hat, das ist nicht hoch genug einzuschätzen. Leider wurde dieses viel zu wenig in der Öffentlichkeit, aber auch intern von den DDSG- Verantwortlichen gewürdigt. Denn besonders durch fachkundige, sowie immer einsatzwillige Mitarbeiter, wurde der hervorragende Ruf der DDSG begründet. Leute wie Herrn Otto, der diesmal mit einer eigenen Gruppe von ca. 40 Leuten an Bord gekommen war. Natürlich wurde auch der Herr Konsulent im Unruhestand persönlich vom Kapitän erwähnt. Dass er immer noch der "Alte" war, sich also weiterhin nichts einbildete, bewies er in den launigen Gesprächen mit den DDSG-lern. Unser GRÖOAZ = (Größter Otto aller Zeiten) glänzte durch Esprit und fand immer wieder Zeit für Fragenbeantwortung sowie Geist und Witz alte Schiffergeschichten zu erzählen.

                                                                

      

Unter den etwa 170 Passagieren die sich am Schiff befanden, waren auch viele ehemalige Binnenschiffer. So mancher von ihnen hatte sich nicht gescheut die lange Reise über den Simmering anzutreten um wieder einmal das Flair eines alten Dampfschiffes zu genießen. Auch um alte Freunde wiederzusehen. Von damals, als man gemeinsam auf den DDSG- Schiffen fuhr. Hier wurden lang gehegte Freundschaften erneuert, Begegnungen mit Menschen gefeiert, die man schon Jahrzehnte nicht mehr gesehen hatte. Immer freundlich betreut von den Breuers, mit denen man so herrlich plaudern konnte.

Frau Irmgard hatte auch für das Mittagessen Tische im rückwärtigen Speisesaal für ihre Gruppe servieren lassen. Wobei sie sich wieder rührend um ihre "Schäfchen" kümmerte. Sie war als erster im Speisesaal um das Essen für die Gruppe zu bestellen. Darunter eine Dame, die mit ihren über 90 Jahren noch wie 70 aussah. Vital und voller Tatendrang kurvte die DDSG- Pensionistin am Schiff herum.  Es wäre aber nicht die "Schönbrunn" gewesen, wenn sich nichts ereignet hätte. Diesmal sorgte ein Stromausfall in der Küche dafür, dass man sehr lange auf das Essen warten musste. Was aber zu verschmerzen war, man hatte ja Zeit. Etwas unverständlich war aber, dass Herr und Frau Reiseleiterin als Letzte ihr Essen serviert bekamen. Obwohl sie als eine der Ersten bestellt hatten...

In Mauthausen wurde das erste Mal angelegt um dort Radfahrer an Bord zu nehmen. Weiter ging es durch zwei Schleusungen in den Kraftwerken Abwinden - Asten sowie Ottensheim. In Sarmingstein wurde angelegt um die "Radler" auszuschiffen. So gegen 14.00 Uhr wurde wieder Grein erreicht um an der Kaimauer festzumachen. Natürlich nützten alle diese Gelegenheit für einen kleinen Landgang. Auch wir besichtigten die Greinburg, wobei Gustav gute Kondition bewiese. Er nahm die vielen Stiegen die zur Burg hinaufführten schwungvoll in Angriff und war mit seinen über 70 Jahren fast nicht mehr zu bremsen. Sehr gut fanden wir auch das Schiffsmuseum in den Burgräumen. Als wir dann mit hängender Zunge, es war ziemlich heiß geworden, wieder von der Anhöhe herunterkamen, wollten wir uns ein Gasthaus suchen um unseren Durst zu stillen. Wir wurden auch fündig, der Name wird lieber verschwiegen. Es war so gegen 15.00 Uhr, im Gastgarten ging es hoch her, als wir noch einen freien Tisch erblickten. Kurz nachdem wir uns gesetzt hatten erschien die Wirtin um uns bedauernd mitzuteilen: " Tut mir leid, aber wir schließen jetzt!" "Sie sperren jetzt zu?", erkundigten wir uns überrascht. "Ja, wir sperren erst wieder um 16.00 Uhr auf". Also verzichteten wir auf Getränke, die wir dann am Schiff einnahmen.

                                                                

Pünktlich ging es wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt. Da hatten wir wieder genügend Zeit bei unseren Gesprächen die alten Zeiten aufleben zu lassen. Wobei Maschinenmann Hans zusammen mit Reiseleiter Pepi, eine Seele von einem Menschen, so manches "Geschichterl" zum Besten gab. Aber auch Kapitän i. R. Herr Friedrich zeigte, dass er noch immer ein Binnenschiffer mit Leib und Seele war. Ich glaube, er wäre auch noch mit 80 Jahren am Ruder eines Schiffes gestanden. Besonders nett war es, dass er mir CDs für meine Homepage überließ, die er selbst bei seinen Russlandfahrten gedreht hatte. Wirklich tolles Bildmaterial.

Die Schiffsbesatzung wie immer sehr sympathisch und freundlich. Vom Kapitän angefangen bis hinunter zur Maschine. Aber ganz besonders nett die Dame die Souvenirs verkaufte. Mit ihrer positiven, ungekünstelten netten Art war sie das Aushängestück der Mannschaft. Wobei auch der Kapitän mit einem lustigen Versprecher zur Erheiterung beitrug. Als wir nämlich in Mauthausen anlegten lautete seine Bordlautsprecherdurchsage folgendermaßen: "Wir legen jetzt in Mauthausen an. Der Ausstieg ist backbord - rechts!". Woraufhin Otto schmunzelnd zu uns meinte: "Da habe ich schon das Handy in der Hand gehabt um ihn am Kommando anzurufen". Was er dann aber doch nicht tat. Aber sonst war es eine tolle Leistung der Crew, von denen die "Schönbrunn" auch weiterhin unter Dampf gehalten wird. Und das trotz vieler Schwierigkeiten. Die Leute waren die Freundlichkeit in Person. Obwohl es immer schwieriger wird junge Leute für die Schifffahrt zu beigeistern. Die "Alten" die sich mit der Maschine auskennen werden immer weniger und können ihr Wissen nicht mehr weitergeben, da keiner mehr da ist der sich das noch antun möchte. Außerdem ist die Konkurrenz mörderisch. Etliche Fahrten mussten schon wegen Nichtbuchungen abgesagt werden. Man fährt eben lieber mit anderen Reedereien.

So gegen 20.00 Uhr wurde in Urfahr angelegt und ein schöner Reisetag ging zu Ende. Nachdem wir vom tollen Reiseleiterteam herzlich verabschiedet wurden, besuchten wir noch das Volksfest. Anschließend wurde die Heimfahrt nach Wien angetreten. Wir waren von dieser Schiffs- Reise schlichtweg begeistert. Keiner konnte sich vorstellen diese Donaufahrt mit einem modernen Passagierschiff zu machen. Nein, nein, dieses einmalige Nostalgieschiff muss auch weiterhin majestätisch seine Bahn ziehen. Allen Widerständen und Schwierigkeiten zum Trotz. Allein schon der Mannschaft und des Ambientes willen...

                                                                   

 

 

 

 

                Ausflug in die Wachau und Treffen mit der Linzer Gruppe

                                                                                                  

 

 Nachdem es uns im Vorjahr diesen Ausflug verregnet hatte, strahlte von der Früh weg die Sonne vom Himmel. Wobei wir alle darauf gehofft hatten, denn unser "Welser- Peter" hatte schon vor Monaten für diesen Tag Schönwetter versprochen. Durch seinen guten Draht nach oben hatte er auch Wort gehalten. Schon kurz vor der Abfahrt die erste Enttäuschung, da der Bus bei Weitem nicht ausgebucht war. Nur 33 Reisende wollten sich vom honorigen Busfahrer Erich in die Wachau kutschieren lassen. Trotzdem wurde noch zugewartet, da einige der Leute, die sich zur Fahrt angemeldet hatten, noch nicht aufgetaucht waren. Doch diese ließen sich nach telefonischen Rückfragen mit verschiedenen Verhinderungsgründen entschuldigen. Einer hatte verschlafen, ein anderer hatte gar das Datum des Ausflugs vergessen, dazu kamen noch einige Erkrankungen. Auch der älteste Kapitän glänzte durch Abwesenheit. Er, der bisher immer dabei gewesen war hatte sich so erklärt: "Ich kenne ja fast niemanden mehr. Alle meine alten Kameraden sind mir ja schon weggestorben!" Was so natürlich nicht stimmte. Denn diesmal war sogar Kapitän Johann mit seiner Gattin dabei. Unser verehrter "Hansl", rank, schlank und agil wie eh und je, freute sich schon auf das Treffen mit der Linzer Gruppe. Gutgelaunt wurde schließlich die Fahrt angetreten. Herr Günter betätigte sich sofort wieder als Speisen- bzw. Getränkeverteiler und musste bestimmt so an die zwanzig Mal erzählen, dass der umtriebige Gustav diesmal nicht mitgekommen war. Grund: Treffen seiner Schulkameraden aus Lübeck in Wien, wo er als Fremdenführer engagiert war.

Die erste Station war das Spinnerei - Museum in Golling im Erlauftal, wo wir von von einem kompetenten Duo empfangen wurden. Diese überaus netten und freundlichen Herrschaften (eine Dame und ein Herr) brachten uns die Spinnerei sowie das Heimatmuseum näher. Aber auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Getränke standen bereit, die auch recht gerne konsumiert wurden. Schließlich war es ganz schön heiß geworden. Dass dabei auch der Spaß nicht zu kurz kam, verstand sich von selbst.

                                    

Weiter ging es dann in Richtung Pöchlarn, wo wir am halben Weg von einem alten DDSG- Mann erwartet wurden, der uns zum angegebenen Gasthaus lotste. Dieser Scout war auch unbedingt notwendig, denn das Gasthaus "GRAMEL", wo wir das Mittagessen einnehmen wollten, befand sich weitab von Pöchlarn. Sozusagen in der "Pampas". Begrenzt von einer Straße, brachliegenden Felder, sowie von dem riesigen Lager einer Lebensmittelkette. Leider wurden wir in einen eigenem Raum und nicht in den großen Gastgarten verfrachtet, der sicherlich auch genügend Platz geboten hätte. Trotzdem wurde es ganz schön eng, so dass sogar die beiden "Blutsbrüder" an verschiedenen Tischen sitzen mussten. Was aber ihrer Freundschaft keinen Abbruch tat. Außerdem wurde gleich nach unserem Eintreffen die Tür geschlossen, was wiederum bei einigen Mitreisenden zu Atemnot wegen der stickigen Luft führte. Fenster konnten wegen der Zugluft ja nicht viele geöffnet werden. Auch Reiseleiter Felix ging es nicht gut. Er klagte über Übelkeit und verbrachte die meiste Zeit an der frischen Luft. Das Essen war ausgezeichnet und fast zuviel. Das Einzigartige war aber die Toilette. Nicht nur, dass man zu Musikklängen pinkeln konnte, befand sich dort auch noch ein kleines Aquarium....

                                       

Um 14.30 Uhr war Abfahrt um den letzten Teil unserer Reise in Angriff zu nehmen. Dabei kamen wir in den Genuss an der Donau durch die Wachau zu fahren. Ein immer wieder tolles Erlebnis, wobei sich Busfahrer  Erich als Fremdenführer zu erkennen gab. Als wir am Parkplatz in Mittelberg anhielten, kletterten gerade die letzten Linzer aus ihrem Reisebus. Sie waren wieder einmal schneller gewesen. Wie so oft waren wir von ihnen ausgebremst worden. Kaum hatten wir Platz genommen, hatte sich auch schon Frau Irmgard eine Schürze umgebunden um bei der Getränkeauslieferung zu helfen. So dauerte es nicht lange, bis alle mit Flüssigem versorgt waren. Unruhig und sozial wie unsere Irmi nun einmal ist, hatte sich nicht einmal Zeit für einen kurzen Plausch genommen. Es musste erst serviert werden, dann konnte man Erinnerungen austauschen. Der Heurige "Gruber" war wie immer eine Wucht. Es dauerte auch nicht lange bis sich die Tische unter den aufgetragenen Köstlichkeiten bogen. Obwohl wir ja erst vor einigen Stunden Mittag gegessen hatten, langten wir ordentlich zu. Ja und was das Wichtigste war- die Wiedersehensfreude mit den alten Fahrensleuten war einfach überwältigend. Da wurde "fachgesimpelt" war das Zeug hielt, alte Erinnerungen aufgefrischt und es gab wohl keinen, der nichts zu sagen hatte. Ganz persönlich freute ich mich über das Wiedersehen mit meinem ehemaligen Kapitän Valentin, dem "Dino" der Donau, Wolfgang (der mich zuerst gar nicht erkannte), sowie den alten Haudegen "Watzlav" und Hans. Außerdem war es mir ein Bedürfnis sowie eine Ehre einige Worte mit meinem ehemaligen Kumpel aus Schulschifftagen Gerhard und seiner bezaubernden Gattin wechseln zu können. Man hatte allen hier wieder einmal das Gefühl gegeben noch immer zur großen DDSG- Familie zu gehören, Teil einer immer noch funktionierenden, wohl niemals endenden Kameradschaft zu sein. Das große Zusammengehörigkeitsgefühl hatte wohl jeden erfasst, kam er nun aus Serbien oder aus der Türkei. Eingeladen hatte man auch eine Buchautorin, die ein Buch über den Linzer Hafen geschrieben hatte. Elfriede Maria K., dessen Vater lange Zeit bei der DDSG beschäftigt war. Die "Elfi" hatte auch das Buch dabei, welches man noch vor der Buchpräsentation käuflich erwerben konnte. Eine sympathische, äußerst nette Dame, die mit Sicherheit eine Bereicherung für den Klub ist.

                                      

Leider verging die Zeit wieder einmal viel zu schnell. Die Linzer, die als Erster aufbrachen versprachen alle nächstes Jahr wiederzukommen. Auf der Heimfahrt im Bus gab der Herr Obmann stolz den Eintritt des neuen Klubmitglieds bekannt. Natürlich sorgte der umtriebige Günter wieder dafür, dass keiner verdurstete. Wobei er, auf sein langsames Gehen angesprochen, meinte: "Ich gehe so langsam wie es meinem Alter gerecht ist". Wobei fast schon jemand gesagt hätte: "Dann musst du auch so viel trinken wie es deinem Alter gerecht wird". Aber das unterblieb dann doch.

Auf jeden Fall war es ein schöner Ausflug, bei dem einige Damen auch gute Vorschläge einbrachten. So könnte man z. B. im nächsten Jahr das Mittagessen ausfallen lassen. Dafür in Krems einige Stunden zum Spaziergang nutzen oder eine Kleinigkeit essen (wer wirklich hungrig ist). Dafür hätte man dann beim Heurigen keine Mühe mehr die Riesenplatten zu verputzen. Auf jeden Fall wäre das schon eine Überlegung wert...

 

 

 

                            Ausflug nach Lednice- (Eisgrub) / Tschechien

                                                      

An diesem strahlenden Sommertag führte der Juni - Ausflug ins benachbarte Tschechien. Außer dem "harten Kern" waren diesmal auch viele Bekannte und Freunde der DDSG erschienen, das vielleicht auch auf die Präsentation des Vereins auf Facebook im Netz zurückzuführen war. Sogar ein ehemaliger DDSG- Präsident hatte es sich diesmal nicht nehmen lassen mit seiner Gattin diese Reise mitzumachen. Auf jeden Fall zeigten sich die Herrn Reiseleiter hochzufrieden, als wir mit ca. 34 Personen, nach der akademischen Wartezeit von einer viertel Stunde, die Reise antraten. Natürlich kümmerte sich sofort der umtriebige Herr Günter "Buntstift" um die Getränkewünsche der Mitreisenden. Wobei er sich diesmal einen eigenen "Träger" organisiert hatte. Der rührige Herr Präsident war sich nicht zu schade für das Wohl seiner "Schäfchen" zu sorgen. Überhaupt war Herr Gerhard voll des Lobes über die mitreisenden Damen und Herren, welches er auch bei der Rückfahrt über den Innenlautsprecher stolz kundtat. "Es gibt zwar viele Präsidenten, aber ich habe die beste Mannschaft!"... Auch der auf der letzten Fahrt so vermisste, allseits beliebte Gustav war wieder mit von der Partie, der für die Verteilung der Süßigkeiten sorgte. Da es auch dem immer besonnenen Reiseleiter sowie leidgeprüften Kassier Felix wieder gut ging, herrschte bereits kurz nach der Abfahrt gute Stimmung im Bus.

Lednice erreichte man nach einer zweistündigen Fahrt. Nachdem es sich ein Teil der Reisegruppe gleich in einem Wirtshausgarten bequem gemacht hatte, versuchten andere einen Zipfel Kultur zu erhaschen. Während sie an der Schlossbesichtigung teilnahmen, erkundete die übrigen den herrlichen Park. Die gepflegte Anlage lud zu ausgedehnten Spaziergängen ein, wobei das Schloss aus jeder Perspektive bewundert werden konnte. Ein richtiges Märchenschloss, das mit seinen renovierten Zinnen und Türmen sowie seinem Areal schon 1996 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde. Schon hier fiel positiv auf, dass man sich aussuchen konnte was man tun wollte. Jeder tat eben das, auf das er gerade Lust hatte.   

                                         

Kurz vor 12.00 Uhr ging es dann weiter zum Mittagessen nach Holohvec. Nach kurzer Fahrt erreichten wir das Restaurant, malerisch an einem Stausee gelegen. Hier konnten wir endlich auch einmal im Freien auf der Terrasse sitzen und dort einen Reiher beobachten, der da im seichten Gewässer stand. Es war auch irgendwie verständlich, dass unsere Bestellungen nicht so schnell aufgenommen werden konnten wie gewohnt. Schließlich war die Bedienung mit den vielen Gästen einfach überfordert. Nur der einstige Direktor hatte mit seiner Bestellung kein Problem. Während sich der Kellner noch nicht einmal zu unseren Tisch begeben hatte, nahm der Chef nebst Gattin bereits das Mittagessen ein. Böse Zungen behaupteten ja, die Reiseleiter hätten für ihn interveniert, denn irgendwie war sie ja noch immer gegenwärtig - die Hierarchie bei der DDSG. Doch ganz konnte das auch wieder nicht stimmen, denn Herr Franz und seine reizende Gattin gaben sich sehr volksnah. Wie gesagt, es wurde nur gut von bösen Zungen behauptet. Das Essen war nicht überragend. Die Portionen waren ziemlich klein und kamen bei weitem nicht an die, zu CSSR- Zeiten servierten, heran. Doch die schöne Aussicht und der Genuss endlich einmal im Freien essen zu können, entschädigte für vieles. Außerdem glich sich alles wieder aus. Diejenigen die ihr Essen als Letzte erhalten hatten, konnten als Erste zahlen, natürlich in Euro.

                                      

                            Von den herrlichen Parkanlagen ging es zum Mittagessen in das Restaurant beim Stausee, wo wir im Freien speisten.

So gegen 14.00 Uhr ging es wieder weiter in Richtung Grenze, wo man vorher noch in einem "Free- Shop" Station machte. Damit auch die Raucher ihren Tabaksvorrat auffüllen konnten. Brachte aber nicht viel, denn obwohl man pro Person offiziell 800 Stück Zigaretten, also vier Stangen zollfrei nach Österreich einführen durfte, wurde davon nicht viel Gebrauch gemacht. Kein Wunder, waren die Zigaretten nicht viel billiger als bei uns.

Anschließend brachte unser Fahrer, Herr Erich, den Bus auf verwinkelten Straßen souverän nach Hagenbrunn. Überhaupt hatte Erich das schwere Gefährt wie immer sicher im Griff. Er ließ sich auch durch nichts aus der Ruhe bringen. Als ihn jemand darauf aufmerksam machte, dass er auch anders hätte fahren können, meinte er höflich, aber doch im bestimmenden Tonfall: "Ich bin hier der Autobuslenker!"

                                      

                                                             Der krönende Abschluss bildete der "Heurige" in Hagenbrunn

Der Heurige dort besaß einen großen Gastgarten, indem wir alle Platz hatten. Die Bedienung war rasch und freundlich, der Wein süffig. Da das Mittagessen nicht so üppig ausgefallen war, wurde eben der Nachschlag in der dortigen Wirtschaft geholt. "Knirli"- angeblich ein Stück Schweineknie, mit Kren und Brot saftig serviert, war da der Renner. Aber auch Hendl, deftige Blutwurst und Aufstrichbrote standen auf der Speisekarte. Natürlich wurde die Abfahrtszeit etwas überschritten, was wiederum zu lustigen Wortspielen anregte. So konnte man den schon oft gebrauchten Satz "...der Hund ist nicht weitergegangen" auch durchaus doppeldeutig verstehen (Wer ist nun der Hund?). Loben muss man auch die Disziplin der Mitreisenden, es gab keinen der nicht fast pünktlich zu der jeweiligen Weiterfahrt erschien, oder sonst aus dem Rahmen fiel. Es war ein toller letzter Ausflug vor der Sommerpause, an den wir noch lange zurückdenken werden. Zum Schluss seien mir noch einige persönliche Bemerkungen erlaubt: Zum einen den Dank an die Herren des Gremiums und da besonders an den Herrn Präsidenten, der diesen schönen Ausflug mitorganisiert hatte. Natürlich auch an unseren lieben Herrn Felix, der immer wieder unermüdlich versucht das Beste für den Verein herauszuholen, auch wenn er gesundheitlich angeschlagen ist. Nicht zu vergessen auch den umtriebigen Herrn Günter, besonders für die nette Gestaltung der Flugblätter der Ausflüge. Das "Triumvirat" hat auch diesmal wieder tolle Arbeit geleistet. Ich bin mir sicher, dass bei noch mehr Werbung alle die damals dabei waren oder vielleicht noch mehr Personen am nächsten Ausflug teilnehmen werden...

 

 

 

                            Ausflug zum Zinnmuseum nach Katzelsdorf

 Es war für dieses Jahr der letzte geplante Ausflug, der vom rührigen Vorstand durchgeführt wurde. Der Zuspruch zu dieser Reise war ja nicht gerade berauschend, was sich aber bereits im Vorfeld abgezeichnet hatte. Dabei war diesmal jedoch ein alter Kapitän mit schneeweißem Backenbart, der sich als Autor eines "Bilderbuches" über den Wiener Donaukanal versucht hatte. Was so manchem Mitreisenden zu dem Ausspruch "Der fährt doch nur mit, damit er sein Buch anbringt!" verleitete. Trotzdem wurden es doch noch, trotz der vielen Absagen, 28 Personen mit dem Buslenker. Apropos Busfahrer: Da unser Erich geschäftlich in Holland weilte, wurde er diesmal von Herrn Stefan vertreten. Ein überaus netter und zuvorkommender junger Mann, der uns sicher an unser Ziel bringen sollte. Es gab zwar diesmal durch das Fehlen einer Kaffeemaschine kein Heißgetränk an Bord, aber dafür verkaufte er jede Getränkeflasche- bzw. Dose für 1 € pro Stück. Leider unterblieb die offizielle Vorstellung des neuen Buslenkers, aus welchen Gründen auch immer. So setzte sich der Bus mit dem "Häufchen der Aufrechten" am Mittwoch, dem 12.Oktober 2011 kurz nach 08.00 Uhr, noch bei trockenem Wetter, in Bewegung. Schon da fiel auf, dass nur sehr wenige Getränke konsumiert wurden. Wahrscheinlich war es einfach zu kühl dafür.

Den ersten Zwischenstopp legten wir bei einer Raststätte ein, wo die Raucher ihrem Laster frönen konnten. Nach kurzen Kaffee- Genuss, sowie der obligaten Pinkelpause, ging es nach kurzem Aufenthalt wieder weiter. Damit hatte man wohl alle glücklich gemacht: Die einen die ihr geliebtes Heißgetränk schlürfen konnten und die anderen, die Nikotin einatmeten sowie das Getrunkene wieder entleeren konnten.

                          

              Bei der ersten Rast kam man sich schön langsam näher. Auch ein Hund muss einmal!

Um 10.45 Uhr wurde dann das Zinnmuseum in Katzelsdorf erreicht. Nach dem Obolus von € 04,50 sowie 1 € für die Führung wurden wir von einer kompetenten Dame in Empfang genommen. Sie führte uns durch das zweitgrößte Zinnmuseum Europas, das sich auf viele Räume erstreckte. Die Ausstellung war sehr interessant, es wurde uns sogar die Fertigung einer Zinnfigur demonstriert. Einige Exponate waren auch käuflich zu erwerben, natürlich zu Liebhaberpreisen. Auch in das Gästebuch trug man sich ein. Wobei unser Gustav fast schon Amtsanmaßung betrieb. Er schrieb sich nämlich als aktiver Kapitän, also ohne i. R. ein. Was man aber sowieso nur mit einem Lächeln hinnehmen konnte, nebst solch dubiosen Einträgen von einem "AXEL SCHWEISS".

                            

                                            Zinnmuseum und Exponate der Ausstellung

                                     

                              Es gab viel zu sehen und zu fotografieren. Die beiden letzten Bilder zeigen das Gästebuch.

Als wir um 11.45 Uhr wieder beim Bus eintrafen, hatte es zu regnen begonnen. Was einigen Reiseteilnehmern (der harte Kern) nichts ausmachte zu Fuß das Wirtshaus aufzusuchen, das sich nicht weit unseres derzeitigen Standpunkts befand. Die Mehrzahl zog es aber vor trockenen Fußes per Bus zum Lokal gebracht zu werden. Ein sehr nettes Lokal, wo wir rasch bedient wurden. Auch das Essen wurde relativ schnell serviert, nachdem wir schon unsere Menüzusammenstellung per Liste im Bus bekannt gegeben hatten. Alle Gerichte schmeckten ausgezeichnet und es entstanden interessante Tischgespräche. Nur war der Aufenthalt hier viel zu lange angegeben, denn es hatte sich ordentlich eingeregnet. Doch dafür konnte keiner etwas. Die Zeit war ja für einen kleinen Spaziergang vorgesehen gewesen, auf den jetzt natürlich verzichtet wurde. Ein alter Kapitän löste diese Problem auf seine Art. Er zog sich einfach für eine Stunde in den Bus zurück, wo er seinen Mittagsschlaf hielt. Um dann ausgeruht wieder ins Lokal zurückzukehren.

                                   

                       Man hatte es sehr gemütlich im Wirtshaus der Ortschaft Katzelsdorf.

Trotzdem waren wir alle froh, als es um 14.45 Uhr weiterging. Den Heurigen in Soos erreichten wir um 15.45 Uhr wo wir die nächsten Stunden verbringen wollten. Leider saßen wir auf der linken Saalseite ziemlich eingeengt, wir "pickten" sozusagen aufeinander. Wobei das Zusammengehörigkeitsgefühl ganz toll hervortrat. Da wurde gelacht, erzählt und über alte Zeiten schwadroniert, dass es eine Freude war. Jeder, aber wirklich jeder, der einmal etwas mit der DDSG zu tun gehabt hatte, fühlte sich in dieser Runde wohl, einfach geborgen. Aber auch andere, die zum ersten Mal dabei waren und nichts mit unserer einstigen Firma zu tun hatten, zeigten sich von der Stimmung begeistert. So begeistert, dass sie spontan unserem Verein beitraten. Was natürlich stürmisch beklatscht wurde. Es gab einen hervorragenden Sturm sowie ausgezeichnete Weine. Das kulinarische Angebot war nicht so toll, aber jeder fand doch das Richtige für sich. Und war es auch nur eine der ausgezeichneten Mehlspeisen. Leider wurde es immer voller in dem nicht allzu großen Raum. Der dazu noch den Nachteil hatte, keine richtige Entlüftung zu besitzen. So stieg die Temperatur immer mehr an und da an den Tischen ordentlich "gepofelt" wurde, fiel schön langsam das Atmen schwer. Linderung brachte nur sich für einige Zeit ins Freie zu begeben, um dort Frischluft zu tanken.

Gut gelaunt ging es um ca.18.00 Uhr bei strömenden Regen Richtung Wien. Wobei der Busfahrer freundlicherweise gleich vier Haltepunkte einrichtete. Wobei sich wirklich jeder seine Aussteigestelle aussuchen konnte. Auch wir profitierten von diesem neuen Service, da wir in unserem Heimatbezirk aussteigen konnten. So ging wieder ein netter Ausflug zu Ende, der sich sicherlich mehr Teilnehmer verdient hätte. Auch der Dauerregen konnte uns den Spaß nicht verderben. Nächste Jahr sind wir natürlich wieder dabei. Vielleicht doch mit einer größeren Teilnehmerzahl...

                                                                          

 

 

 

 

              Zweitägige Fahrt zum "Regensburger Advent" vom 01.12. - 02.12.2011

 

                                                                                                        Erster Tag

                                                                            Von Linz über Zwiesel nach Regensburg   

                                                                                                                            

Die rührige Linzer Gruppe hatte als letzten Ausflug für heuer auch diese Reise bis ins letzte Detail geplant. Generalstabsmäßige Sammlung am Linzer Hauptplatz, wo aus allen Himmelsrichtungen die ersten Gäste eintrafen. Nach dem ersten "Beschnuppern" wuchs die Reisegruppe auf ca. 50 Personen an. Die beiden Reiseleiter noch nicht miteingerechnet, die zusammen mit Bus und Buslenker kurz vor dem angegebenen Termin eintrafen. Auch die hohe Obrigkeit wollte sich diese Reise nicht entgehen lassen. So befanden sich unter den illustren Gästen Obmann Peter sowie das stets ruhige Ehrenmitglied Valentin. Aber der größte Schlager war der Busfahrer, ein Original aus dem Mühlviertel. Der Koarl (Karl) aus "Koarling" (Karling), wie er sich selbst vorstellte, sprühte nur so vor Witz und Esprit. Nicht nur, dass er sein Fahrzeug jederzeit im Griff hatte, war ihm auch jeder Mitreisende mit Vor- und Nachnamen bekannt.

Nachdem das Gepäck verstaut war, ging es pünktlich um 07.00 Uhr los. Für uns war der Platz auf der linken Busseite, gleich gegenüber dem hinteren Ausstieg reserviert. Ideal vor allem für meine Gattin, denn als starke Raucherin konnte sie so so als Erste bei einer Pause aus dem Bus "flüchten". Während der noch etwas müde Pepi vielleicht drei Worte zur Begrüßung durchs Bordmikro sprach, ergriff danach die wie immer umtriebige Irmgard das Wort. Um uns das Motto des heutigen Tages bekannt zu geben. ("Mache einem Menschen Freude und es beglückt dein eigenes Herz). Ja, ja, Irmi war schon in der Früh glänzend aufgelegt. Was mir persönlich fehlte war das Nichtdurchsagen der Fahrzeiten.

Die erste Rast legten wir um ca. 10.00 Uhr in Passau ein, wo die Reiseleitung für das leibliche Wohl sorgte. Frisches Gebäck samt "Beamtenforelle"- sprich Knackwurst wurde ausgegeben und am Parkplatz neben der Donaulände verzehrt. Hier hatte die Reiseleitung mitgedacht sowie hervorragend reagiert. Nicht nur, dass sich der Magen zu Wort meldete, konnte das kleine Häufchen der Raucher auch endlich ihrem Laster frönen. Pinkelpause inbegriffen. 

                                        

    Massenausspeisung in Passau. Zeit für frisches Gebäck und einen kleinen Plausch. Impressionen aus dem nebeligen Passau.

Nach etwa 20 Minuten ging es dann weiter durch den Bayerischen Wald nach ZWIESEL, der Stadt der Glasbläser. Wobei uns Irmi und Karl mit lustigen Gedichten und Geschichten die Fahrzeit verkürzten. Wobei sich der Herr Busfahrer im Witzeerzählen ganz besonders hervortat. Angenehm fiel auch auf, dass sich die meisten Buspassagiere nur mit antialkoholischen Getränken labten. Und das, obwohl lt. Busfahrer auch "Nuttenbrause"- spricht Sekt zum Verkauf stand. Aber es war auch so sehr lustig.

In ZWIESEL gab es eine Führung, bei der man den Glasmachern bei der Arbeit zusehen konnte. Nur versuchte der bayerische Guide eben den typischen Deutschen hervorzukehren, der mit herrischen Gesten und lauten Worten die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Mit seinen Aussagen "Jetzt red i!" oder "Ihr habt`s jetzt Pause", fiel er nicht nur mir unangenehm auf. Trotz allem war die Führung recht interessant, an deren Ende noch ein informativer Film gezeigt wurde.

                                      

            Glasmachermuseum Zwiesel. Es gab viel zu bestaunen und zu erwerben. Besonders originell der Luster in der Glasmacherstube aus kleinen Gläsern.

Das Mittagessen wurde in der urigen Glasmacherstube eingenommen, die sich im selben Raum wie die Glasbläserei befand. Besonders originell dort der Luster, der aus lauter Gläser bestand. Da wir schon im Bus die Menüauswahl getroffen hatten, dauerte es auch nicht lange bis wir "abgefüttert" waren. Wir nahmen einen Schweinsbraten, der vorzüglich schmeckte. Nur bei den Getränken musste ich umdenken. Als ich mir, wie ja meistens, einen Almdudler aufgespritzt auf einen halben Liter bestellte meinte die Kellnerin, dass es sich dabei um eine "Apfelschorle" handeln würde. Aber sie hatte mich trotzdem verstanden. Überhaupt rückte die Kellnerin mein Weltbild des Deutschen, insbesonders des Bayern wieder zurecht. Eine fesche resche Schwarzhaarige, die toll agierte, witzig und zu allen überaus freundlich war. Als es einem alten Kapitän zu heiß wurde und er daraufhin zu schwitzen begann, erkundigte sie sich bei ihm: "Ist dir heiß gell? Soll ich dir den Schweiß abwischen?" Damit begann sie ihm mit einem Geschirrtuch die schweißnasse Stirn zu trocknen, was natürlich lautes Gelächter auslöste. Aber warm war es wirklich in dem Raum. Der Ofen der Glasbläser heizte so ordentlich, dass man es nicht lange an den Tischen aushielt. Auch wir flüchteten sozusagen ins Freie um uns ein wenig den Ort anzusehen. Nachdem die erworbenen Glaswaren im Bauch des Busses verstaut waren, ging es um 13.30 Uhr wieder weiter.

                                      

            

Dabei wurden diejenigen, die zum ersten Mal mit der Linzer Gruppe unterwegs waren, mit einem Willkommensschnaps offiziell begrüßt. Es handelte sich dabei um einen "Stoarumpler", der hier von der immer lustigen Irmi kredenzt wurde. Als die ersten Ablehnungen "ich trinke doch keinen Schnaps" laut wurden, meinte die Ausschenkerin nur darauf: "Den wirst scho mögen". Womit sie durchaus Recht behielt, denn die als Alkohol angepriesene Köstlichkeit entpuppte sich als - Wasser! Die als Schnaps bezeichnete Flüssigkeit hätte man schon dem Namen nach erkennen können. Ja, wenn man den oberösterreichischen Dialekt beherrschte. "Stoarumpler"= Wasser, über Steine fließt. Beim "Sauhaidernen" würde es sich wiederum um einen scharfen Schnaps handeln. Wieder was gelernt.

Bei starkem Nebel hielten wir auf Regensburg zu, das wir so gegen 15.00 Uhr erreichten. Das letzte Stück zum Hotel musste zu Fuß zurückgelegt werden, da sich der Weihnachtsmarkt in diesem Grätzel befand. Das gebuchte Hotel "Münchner- Hof" befand sich in einer Seitengasse vor dem Weihnachtsmarkt und war in wenigen Minuten zu erreichen. Auch das Einchecken verlief ohne Probleme, schon bald konnten wir die schönen Zimmer in Empfang nehmen. Den weiteren Nachmittag hatte man zur freien Verfügung. Und was macht ein Schiffmann als Erstes wenn er hier herkommt? Genau- es zieht ihn an die Donau. Auch wir nutzten das Tageslicht aus um die Schiffe bei der Steinernen Brücke zu fotografieren. Auch der liebenswürdige Reiseleiter Pepi war dort anzutreffen, der die "Freudenau" fleißig abbildete. Ja, Pepi und das ehemalige Zugschiff der DDSG- eine unendliche Geschichte. Aber auch Peter, der schon lange nicht mehr in Regensburg war, erklärte uns: "Hier unten haben wir unseren Anhang abgestellt. Dann sind wir mit dem Schiff bis zur Anlegestelle gefahren um von dort in die Stadt zu gehen". Aber auch bei manch anderem wurden da alte Erinnerungen wachgerufen, wenn man sich da an die alten Labe- Stätten (sprich Wirtshäuser) zurückerinnerte. Wir erkundeten noch die Stadt um sich bei Einbruch der Dunkelheit beim Adventsmarkt einzufinden. Wirklich ein schönes Ambiente, störend eigentlich nur die vielen Leute, die im Verlauf des Abend noch mehr wurden. Auch kulinarisch gaben die aufgestellten Buden und Stände schon einiges her. Wir leisteten uns 1/2 Meter Bratwurst nach Hirtenart, die hervorragend schmeckte. Nur eines war schon komisch. Es standen am ganzen Markt keine antialkoholischen Getränke zum Verkauf. Während man sich mit diversen Punschsorten quasi "zuschütten" konnte, fiel das Nichtfeilbieten von Mineralwasser oder Fruchtsäften schon unangenehm auf.

Im Nichtraucher - Hotel angekommen stellten wir uns auf einen Plausch im Gang vor dem Restaurant, wo das Rauchen erlaubt war, zusammen. Dabei erfuhren wir von einem großen Lapsus der Reiseleitung. Es gab doch Raucherzimmer und eines davon hatte Hans mit seiner netten Begleitung bezogen. Na, mehr hat es nicht gebraucht. Sofort rasselte die Stimmung meiner Gattin in den Keller. Es gab Raucherzimmer und sie war nicht dabei! Hans streute noch Salz in ihre Wunden, als er genüsslich meinte: "Ich habe mir heute noch eine gute Zigarre gekauft. Morgen werde ich extra um sechs Uhr in der Früh aufstehen und beim Rauchen an dich denken". Während die Linzer Partie noch im Restaurant beisammen saß, verzogen wir uns schon bald auf unser Zimmer. Wir wollten ihr geselliges Beisammensein nicht stören.

                                      

                                                                      Regensburger Impressionen

                                     

                    Es gab sehr viel zu fotografieren, auf dem Adventmarkt sowie in der Regensburger Altstadt.

 

                                                                                            Zweiter Tag

                                            Von Regensburg an den Chiemsee und wieder nach Linz zurück

Wer mit einem nikotinabhängigen Menschen verheiratet ist, der kann ganz bestimmt die folgenden Zeilen nachvollziehen. Bereits am frühen Morgen wurde ich von meiner "Holden" geweckt, die unbedingt eine Rauchen gehen wollte. Durch den unfreiwilligen Nikotinentzug war sie sehr gereizt und ich hütete mich davor auch nur irgendetwas zu sagen. So begaben wir uns schweigend in den Mittelgang zwischen Hotel- und Frühstücksraum. Es zog dort wie im berühmten Vogelhaus und mich fröstelte ordentlich. Während nun meine Gattin eine nach der anderen paffte stand ich da und verwünschte die Welt. Das hatte ich wieder einmal nötig gehabt. Da wir ja praktisch vor der Frühstücksraumtür standen waren wir auch die Ersten beim Frühstück um 06.30 Uhr. Es gab ein riesiges Frühstücksbüfett, die Bedienung war freundlich und nett.

Das Wetter hatte an diesem frühen Morgen total umgeschlagen. Während gestern noch moderate Temperaturen vorherrschten, zeigte sich Regensburg heute neblig, kalt, windig, unfreundlich. Was uns aber nicht davon abhielt einen kleinen Stadtbummel zu unternehmen. Während der "harte Kern" noch beim Frühstück saß, kehrten wir schon wieder von unserem kurzen Ausflug zurück. Da die Ankunft unseres fahrbaren Untersatzes für 10.00 Uhr am Domplatz avisiert war, machten wir uns mit dem Gepäck dorthin auf den Weg. Fast jeder hatte seinen BUKO (Beischlaf- Utensilien - Koffer - Copyright Koarl) dabei. Noch ein rascher Dom- Besuch, dann ging es auch schon planmäßig weiter.

                                     

                                   Der Dom im Frühnebel. Schön langsam trudeln die Reisenden zur Weiterfahrt am Domplatz ein.

Im Bus gab unsere umtriebige Irmgard das Motto des heutigen Tages bekannt, welches diesmal "Es ist schön mit kleinen Dingen glücklich zu sein", lautete. Na ja, wenn sie meint. Auf der Fahrt zum Chiemsee stieg die Außentemperatur immer weiter an. Beim nächsten Halt bei einer Raststätte konnte man durchaus im Hemd gehen, so mild war es hier. Beim WC- Besuch dann der Schock- das Aufsuchen der Bedürfnisanlagen kostete hier 70 Cent. Wirklich ein stolzer Preis.

Nach 13.00 Uhr erreichten wir den Chiemsee, wo bei der Ablegestelle gleich 25 Autobusse ihre Mitreisenden ausspuckten. Obwohl jede halbe Stunde ein Passagierschiff zu den diversen Inseln abfuhr, waren Menschenmassen in Bewegung. Zuerst wollten wir ja mit einem bereits im Hafen liegenden Schiff mitfahren, aber wenn wir dort eingestiegen wären, wäre es sicherlich untergegangen. So viele Leute befanden sich bereits an Bord. So hatten wir den Vorteil bereits kurz nach 13.30 Uhr an Bord des nächsten Schiffes gehen zu können. Es dauerte auch nicht lange bis auch hier der Platz immer enger wurde, so viele Passagiere stiegen noch zu. Wobei es zu einer lustigen Begebenheit kam: Kurz vor Abfahrt startete ein deutsches Pärchen auf die Sitzbänke zu wo wir bequem zu viert saßen, um sich zwischen uns zu setzen. Was ihnen aber von unseren Damen mit den Worten: "Nein, hier ist besetzt! Unsere Kinder sitzen da. Sie holen sich gerade ein Getränk", verweigert wurde. Worauf die Deutschen dann woanders Platz fanden. Als sie nun bei der Herreninsel ausstiegen meinte die Frau zu uns: "Die Plätze sind ja noch immer frei. Wo sind denn nun die Kinder?" Worauf Hans nette Begleitung meinte, dass diese wahrscheinlich immer noch bei der Ausschank angestellt wären. Was aber der Mann nicht so recht glauben wollte, denn er sprach die schicksalsträchtigen Worte: "Sie haben uns total verar...".

                              

Nach einer ca. 30 minütigen Fahrt erreichten wir unser Ziel die Fraueninsel. Man muss sich das einmal vorstellen: Es ist Anfang Dezember und wir sitzen im hellen Sonnenschein bei +15 Grad am Oberdeck. Man hätte den Weihnachtsmarkt durchaus auf "Ostermarkt" umtaufen können, so schön war hier das Wetter. Schon beim Aussteigen gab es das nächste Gedränge. Menschen über Menschen, wo man auch hinsah. Wir umrundeten die Insel, wobei die vielen Stände wirklich einen längeren Blick wert waren. Bei manchen Buden konnte man wirklich zurückverfolgen wie Weihnachten einmal war. Aber auch hier war das Gedränge schon fast lebensgefährlich. Da die Insel in kulinarischer Hinsicht nicht viel hergab begnügten wir uns mit einer Bratwurst zum Mittagessen. Die aber wirklich nicht schlecht war.

                                

Bei der Abfahrt waren wir schon schlauer, stellten uns in die ersten Reihen um dort auf das Schiff zu warten. Als dieses nun mit Verspätung eintraf waren wir die ersten an Bord und konnten sich so die Plätze aussuchen. Wir zogen es vor diesmal im vorderen Saal Platz zu nehmen, wo man auch Getränke kaufen konnte. Diese Unterkunft wurde bereits in den nächsten Minuten von den Einsteigern regelrecht gestürmt und noch immer standen Menschenmassen zum Einsteigen bereit. Nachdem man die Anzahl der für das Schiff zugelassenen Passagiere (über 1000) erreicht hatte, wurde abgelegt. Zurücklassend noch immer eine Schlange wartender Passagiere, die aufs nächste Schiff warten mussten. Drei Biere später legten wir bei unserer Abfahrtsstelle an, wo ja am Parkplatz die Busse abgestellt waren.

Auf der Fahrt nach Linz gab sich unser Pepi (nicht zu verwechseln mit dem Linzer Original "Leberkäs Pepi", obwohl der Herr Reiseleiter ja auch in Original ist) mit den gewohnt knappen Worten über das Bordmikrofon zufrieden. Während sich Irmgard wiederum als "rasender Derwisch" entpuppte. Sie fuhrwerkte noch immer mit großen Elan herum um alle Getränkewünsche der reisenden zu erfüllen. Ob es Fruchtsaft, Bier oder Kaffee war, Irmi wurde nicht müde das Gewünschte in den Busreihen zu verteilen. Da der Herr Busfahrer, der übrigens sehr sicher unser Gefährt pilotierte, wieder Witze riss, herrschte ausgezeichnete Stimmung. Die noch anstieg als der Bus vor dem Linzer Bahnhof hielt und auch wir hier aussteigen konnten. Da uns noch genügend Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges blieb ging sich sogar noch ein Besuch des Weihnachtsmarktes aus.

Fazit dieser Reise. Es war toll. Zwei schöne Tage im Kreise netter Leute ohne Berührungsängste. "Ich setz mich zu euch. Habt´s eh nichts dagegen`?" (Busfahrer), "I bin die Paula!"( liebenswürdige mitreisende Dame). Dazu noch ein Obmann, der sich niemals in den Vordergrund stellte, tolle Lokalitäten sowie ein Hotel, das man nur weiterempfehlen kann. Auffallend auch, dass weder die Führung in Zwiesel noch die Chiemsee- Schifffahrt extra zu bezahlen war. Sicherlich ein verdienst des Reiseleiterteams. Irmgard und Josef haben wirklich eine Superreise zusammengestellt, die wohl jedem gefallen hat. Alle Achtung. Es waren zwei gemütliche und spannende Tage im Kreis der großen DDSG- Familie, die auch wir als "feindliche Wiener" genießen durften.

 

                                                                                                           

 

 

                                                                           In eigener Sache

                        Es liegt nun der letzte Reisebericht für dieses Jahr vor. Es wird auch der letzte, im Rahmen meiner Tätigkeit im DDSG- Pensionistenverein sein.

Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen mit 01.01.2012 aus dem Verein auszuscheiden. Dieser Austritt hat aber nichts mit den sehr geschätzten Mitgliedern zu tun, die das eigentliche Flair des Clubs ausmachen. Ganz im Gegenteil. Ich habe in dieser Zeit viele "alte" sowie "neue" Ex- Mitarbeiter kennen gelernt, die sozusagen das DDSG- Gen weiterhin in sich tragen. Besonders die Linzer DDSG- Familie wird uns dauerhaft im Gedächtnis bleiben. Hier wird noch alte Tradition gelebt, so wie auch teilweise in Wien. Aber in letzter Zeit sind einige Sachen vorgefallen, die meinen Schritt unumgänglich machen. Es wird hier sicherlich keine Schmutzwäsche gewaschen werden, dazu ist mir der Verein noch immer zu wichtig. Aber einige Dinge bedürfen näherer Erörterung.

Schon von Beginn an war klar, dass man mich nicht gerne im Vorstand sah. Allein schon die dazu gehörige Frage ob ich Interesse hätte, wurde nur halbherzig gestellt. Denn da kommt jetzt ein Neuer, der ganz bestimmt etwas ändern wird. Noch dazu arbeitet er am PC, was uns schon gar nicht recht ist. Das haben wir doch immer so gemacht, das wollen wir auch die nächsten hundert Jahre beibehalten. Da lassen wir uns nicht gerne  dreinreden.

Man kann sich gar nicht vorstellen wie viel Überzeugungskraft dafür notwendig war um das heurige Jahresrundschreiben etwas persönlich zu gestalten. Über das sich, lt. persönlichen Rückmeldungen, wohl jeder gefreut hat. Oder die Einführung der Vereinsnachrichten - Mappe, die von uns in Eigenregie erarbeitet, produziert und bei den monatlichen Sitzungen aufgelegt wurde. Auch die von uns verschickten persönlichen Geburtstagsbriefe an die Klubmitglieder kostete dem Verein keinen Cent.

Den letzten Anstoß für unseren Austritt gab aber das letzte wöchentliche Zusammentreffen im Wiener Büro. Auf jeden Fall haben wir es nicht nötig uns anschreien zu lassen. Noch dazu unter kräftigen Kopfnicken aller Vorstandsmitglieder. So geht man einfach nicht mit Menschen um. Mit Menschen die versuchen wollten den Klub etwas moderner zu gestalten.

Aufgrund dieser und auch anderer Vorfälle sehe ich mich außerstande diese Vereinspolitik weiter mitzutragen und will es auch gar nicht. Jeder der mich näher kennt weiß, dass ich ein "grader Michl" bin der keinen Handbreit von seiner Linie abweicht. Eigentlich hat uns der Wiener Vorstand niemals persönliche Wertschätzung entgegengebracht. Es wurde immer alles als selbstverständlich hingenommen.

Trotzdem war ich, zusammen mit meiner Gattin, mit ganzem Herzblut für den Verein tätig. Es sollte eben nicht sein. Wir wünschen allen Damen und Herren alles Gute sowie viel Gesundheit. Bleibt so wir ihr seid, so ist es schon in Ordnung. Ganz besonders ich war Stolz darauf eine zeitlang wieder zur großen DDSG - Familie gehören zu dürfen.

Herzlichst  Anna Maria & W. Kri    

 

 

             Drei - Tages - Ausflug der Linzer DDSG- Pensionisten in die Südsteiermark

 

1. Tag (Schlemmen ohne Ende)

Auch diese Jahr versuchte die umtriebige Familie B. wieder eine mehrtägige Reise für die Linzer Gruppe zusammenzustellen. Diesmal würde es in die Südsteiermark gehen, die wohl unter den ehemaligen Schiffsleuten nicht so bekannt war. Es sei denn sie stammten aus der Steiermark, wie der ehemalige Maschinenmann Hans. Dieser ließ sich, zusammen mit seiner langjährigen Freundin, diese Fahrt natürlich nicht entgehen. Sozusagen "Back To The Roots", wie man so treffend zu sagen pflegte. Obwohl einige der angemeldeten Leute abgesagt hatten, wollten doch 32 Personen die Fahrt mitmachen. Darunter befand sich natürlich wieder der "harte Kern", der ja bei jedem Ausflug dabei war. Mit von der Partie auch die ewig junge Frau S., die mit ihren unglaublichen fast schon 93 Jahren agil herum wieselte. Bei ihr schien es so wie in dem Film zu sein, in dem der Hauptdarsteller statt zu altern immer jünger wird. War sie noch vor einigen Jahren nicht so gut beieinander, so plant sie heuer sogar noch eine Schottland - Reise. Das nenne ich ein gesundes Selbstbewusstsein.

Da die Fahrt bereits um 06.00 Uhr starten sollte, fanden wir uns bereits um 05.30 Uhr auf dem Linzer Hauptplatz ein. Wo wir aber diesmal nicht die ersten waren, denn Herr und Frau L. warteten schon länger dort. Sozusagen "Mitten in der Nacht" wie ja Irmgard in ihrer Reiserzählung geschrieben hatte. Schön langsam trudelten auch immer mehr Reisende  ein, die mit Straßenbahn, Taxi oder eigenem Pkw. angereist kamen. Endlich tauchte auch der Reisebus auf. Am Steuer der allseits beliebte "Mühlviertler - Koarl", der sicherlich wieder für gute Stimmung und Laune sorgen würde. Kleine Schrecksekunde bei der offiziellen Abfahrtszeit- Frau Paula fehlte noch. Als sie danach mit einigen Minuten Verspätung eintraf löste sich wieder alles in Wohlgefallen auf. So ging es dann im Morgengrauen dem steirischen Trieben entgegen. Wobei nicht nur ich mir sicher war, dass wir die Fahrt wohl eine Stunde zu früh angetreten hatten. Zeit hatten wir ja genug. So döste man in der ersten Zeit bis es hell wurde noch vor sich hin und beim ersten Stopp auf einem Rastplatz schienen noch nicht alle munter zu sein. Was sich aber schnell änderte als man in die nasskalte Luft hinaustrat. Es gab wieder die beliebten kleinen "Knacker", die ja vom Reiseleiterteam eigens für solche Fahrten angekauft wurden, frisches Gebäck sowie duftenden Kaffee. Dazu steuerte noch die Gattin unseres Buslenkers kleine Mehlspeisen bei, die hervorragend mundeten. So gestärkt ging es dann weiter, wobei die Businsassen schön langsam erwachten. Auch Koarl lief zu seiner gewohnten Form auf. Er erzählte wieder seine Witze, wobei er klarerweise rasch die Lacher auf seiner Seite hatte.

                  

 Bei der ersten Rast langten alle kräftig zu. Schließlich war man ja schon lange Zeit unterwegs.

In Bärnbach wurde die Hunderwasser- Kirche besichtigt, die ja ein Wahrzeichen dieser Region war. Das Mittagessen wurde in Voitsberg eingenommen, wobei man von dem ausgesuchten Gasthaus sehr positiv überrascht wurde. So schnell war noch nirgends anders das bestellte Essen am Tisch gestanden. Außerdem wurden Riesenportionen serviert, die man alleine gar nicht aufessen konnte. Was wiederum unseren "Koarl" zu folgender Aussage bewog: "Also, die Portionen sind seit 1991 nicht kleiner geworden, nur der Wirt älter".

                          

  Ein begehrtes Fotomotiv war die "Hundertwasser- Kirche" in Bärnbach. Das tolle Gasthaus mit Riesenportionen in Voitsberg.

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem der zahlreichen Heurigen auf dem Gaberl mit Schilcher- Wein und Maroni, stand der Besuch der Ölmühle Herbersdorf auf dem Programm. Dort erklärte uns der Besitzer in launigen Worten die Zubereitung von echten steirischen Kernöl. Es lag natürlich in der Natur der Sache, dass allerlei Kernöl- Produkte zum Verkauf standen und auch recht gerne gekauft wurden. Weil ja alles so gesund war...

                            

  Beim Heurigen wurden Schilcher und selbst gebrannte Maroni kredenzt. Auch die Sommergäste des Besitzers der Ölmühle folgten gespannt seinen Ausführungen.

Die letzte Fahrt für heute führte uns in den "Weinlandhof" nach Gamlitz. Hier hatte sich das rührige Reiseleiterteam wieder einmal selbst übertroffen, das Hotel spielte sozusagen "alle Stückerln". Ja, und was auch wichtig war, jedes Zimmer besaß einen eigenen Balkon, so dass für die Raucher auch gesorgt war. Nachdem man sich etwas frisch gemacht hatte, gab es sogar noch ein Abendessen. Wobei so mancher stöhnend kundtat: "Morgen werde ich mich beim Essen etwas zurückhalten, denn sonst habe ich gleich um drei Kilo mehr auf den Rippen. Bei solch einer guten Verpflegung".... 

                   

  Superhotel in Gamlitz - der Weinlandhof

 

2. Tag ( Wurm im Salat- das ist nicht fad)

Ab 07.30 Uhr gab es ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Da Gamlitz als schönstes Blumendorf Europas bezeichnet wurde, führte die Reiseleitung einen kleinen Ortsrundgang durch. Damit sich auch jeder selbst vom prächtigen Blumenschmuck überzeugen konnte. Man hatte wirklich nicht übertrieben, konnte nur staunen was alles mit Blumen machbar war. Aber auch dabei fiel auf, dass sich Frau Irmgard und Herr Josef sehr um die älteren Mitreisenden annahmen. Keiner hatte das Gefühl hier allein zu sein oder nicht als Mensch wahrgenommen zu werden, dafür sorgte schon das Reiseleiterteam in ihrer unnachahmlichen Art. Hut ab!

                        

                      Gamlitz in voller Blumenpracht

Um 09.30 Uhr setzten wir unsere weitere Rundreise durch die Südsteiermark fort. Den ersten Halt gab es im Sulmtal, bzw. auf Schloss Seggau hoch über der Stadt Leibnitz. Da wieder schönes Wetter vorherrschend war, hatte man eine herrliche Fernsicht nach allen Seiten hin. Zu Mittag gegessen sollte in Seggauberg beim bekannten "Hasenwirt" werden. Wobei die Hälfte der Buspassagiere das Stück dorthin zu Fuß in Angriff nahm. Doch das bekannte Gasthaus sollte zu einer großen Enttäuschung werden. Erst einmal mussten wir auf unser vorbestelltes "Steirisches Backhendel" sehr lange warten, was eigentlich so nicht geplant war. Zugegeben, es schmeckte wirklich ausgezeichnet, dagegen gab es nichts zu sagen. Dass es sich aber in einem der dazugereichten Salate ein Wurm bequem gemacht hatte, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Noch dazu in einem solchen renommierten Gasthof. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Statt der erwarteten Entschuldigung des präpotenten Personals sollte der "Wurmsalat" oder "Wurm im Salat" auch noch bezahlt werden. Wohl die Spitze der Frechheit! Erst nach langen  Diskussionen mit unserem Buslenker war das Thema doch vom Tisch. Wie meinte unser "Koarl" doch so treffend als er sich bei uns entschuldigte, obwohl er überhaupt nichts dafür konnte: "Passieren kann immer etwas, keine Frage. Aber ich kann doch nicht darüber streiten wenn der Fehler eindeutig bei mir liegt. Ja, man merkte halt diesmal schon, dass die alten Wirtsleute diesmal nicht da waren". Überhaupt schien das schon etwas unterqualifizierte Personal auch mit den Rechnungen nicht so genau zu nehmen. Kassiert wurde mittels ausgedruckten Kassabon. War nun etwas falsch boniert worden, wurde einfach der neue Betrag händisch dazugeschrieben. Ob da wohl noch die Abrechnung am Abend stimmte? Auf jeden Fall wurde der "Hasenwirt" kurzerhand in "Wurm-Wirt" umgetauft".

                            

   Kollektiver Besuch der Pfarrkirche zu Seggau. Eine Enttäuschung war der "Hasenwirt", die Aussicht jedoch traumhaft.

Weiter ging es dann über Kitzeck über die Sausaler Weinstraße, wo der größte "Klapotetz" in Schlossberg besichtigt werden konnte. Ein "Klapotetz" ist eine steirische Vogelscheuche, die aus einem Windrad aus Schlägeln besteht. Sie soll durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel zum Zeitpunkt der Traubenernte von den Weingärten fernhalten. Die besuchte Vogelscheuche hat eine Höhe von 19 m und wiegt 25 t. Das Betonfundament reicht 09.00 m in die Tiefe. (Angaben lt. Reiseleitung). Hier konnte man den Hügel erklimmen um sich selbst von den gemachten Angaben der größten Vogelscheuche der Welt zu überzeugen. Ein Angebot welches auch von vielen gerne in Anspruch genommen wurde.

                            

  Der größte Klapotetz der Welt- dafür nahm man gerne einen kleinen Aufstieg auf sich

Aber schon tauchten die nächsten Schwierigkeiten auf. Der Heurige, bei dem wir angekündigt waren hatte unser Aviso verschlammt und geschlossen. Jetzt war guter Rat teuer. Doch die Firma K., in Gestalt ihres hervorragenden Mitarbeiters "Mühlviertler Koarl" ließ nichts unversucht um für Ersatz zu sorgen. So wurden wir zu einer Buschenschank am Kitzeck gekarrt, die wahrscheinlich sogar besser als unser ursprüngliches Ziel war. Ein großer gemütlicher Gastgarten sowie eine reichliche Bretteljause versüßten uns dort den Aufenthalt. Da auch die Weinkarte keinerlei Wünsche offen ließ machten wir es uns dort gemütlich, um erst so gegen 19.00 Uhr abzufahren. Bei der Fahrt zeigte sich unser Buslenker wieder in toller Form um uns neue und alte Witze näher zu bringen. So verging die Fahrt wie im Flug als wir um 20.00 Uhr unser Hotel im Gamlitz erreichten. Wo man sich im Restaurant noch auf ein oder zwei "Fluchtachterl" zusammensetzte. So ging wieder ein wunderschöner Reisetag zu Ende.

              

   Beim "Ersatzheurigen" fühlte sich wohl jeder wohl

Hier noch einige Witze aus dem schier unerschöpflichen Fundus unseres Buslenkers, ohne Gewähr:

In Österreich besteht ein Auto aus Vöest - Stahl. In Deutschland besteht ein Auto aus Krupp- Stahl. Und in Polen aus Dieb- Stahl...

Der schönste weiblich Vorname ist noch immer Theresia.  In der Früh hast einen Tee, zu Mittag ein Reh, und am Abend sie a.

Ein Bauer geht zum Arzt um ihm sein Leid zu klagen: "Herr Doktor, Herr Doktor, mir geht`s gar nicht gut." Worauf sich der Mediziner erkundigt: "Haben sie a Haustier? (Haustüre). Daraufhin der Bauer: "Natürlich. Oder glauben sie ich klettere jeden Tag durch die Fenster?"   

 

3. Tag ( Schade, dass es schon wieder vorbei ist)

Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden noch vor dem Hotel Gruppenfotos gemacht. Wobei sich das überaus nette und freundliche Hotelpersonal als sehr hilfreich erwies um uns alle auf ein Gemeinschaftsfoto zu bringen. Es sollte ja eine Erinnerung für jeden sein. Um 09.00 Uhr ging es das letzte Mal los. Über St. Kathrein am Ofeneck kamen wir zum Plankogel. Dort gab es einen kurzen Aufenthalt für weitere Fotos, denn wir hatten auch am dritten Tag Glück mit dem Wetter, es herrschte phänomenale Fernsicht.

Danach wurde ein Imkerbetrieb besucht, wo wir von der kompetenten Dame des Hauses in die Geheimnisse des Honigmachens eingeführt wurden. Es gab Bienenerzeugnisse jeglicher Art zu Verkosten bzw. käuflich zu erwerben. Eine Gelegenheit die wohl von jedem der Reisenden genutzt wurde. Wo hatte man denn sonst noch die Chance zu solch gesunden Produkten zu kommen? Egal ob sie auch wirklich versprachen das Leben zu verlängern oder nicht.

                       

  Die Frau Imkerin erklärte die wunderbare Wirkung ihrer Honigerzeugnisse, die natürlich auch gerne gekauft wurden.

Zu Mittag wurde die Teichalm erreicht, wo wir in der berühmten "Latschenhütte" das Mittagessen einnahmen. Wobei sich Erzsteirer Hans wieder an seine Kindheit zurückerinnerte: "Domols woaren des immer unsere Schulausflüge", meinte er im breiten steirischen Dialekt. "De Teicholm und de Latschenhitten. Do san ma scho oft heroben gwest". Es war wirklich ein uriger Gasthof wo man ausgezeichnet speisen konnte. Hier waren die Portionen so groß, das man gar nicht allein aufessen konnte, die Bedienung rasch und freundlich (Wurm - Wirt schau oba!). Ein breiter angelegter See den man umrunden konnte, fügte sich fast liebevoll in die herrliche Landschaft ein. Wobei der eiskalte Wind, der von den Bergen herunterwehte, bereits den nahenden Winter ankündigte. Bauernleben hier oben bedeutete auch harte Arbeit und Verzicht.

                            

   Auf der Teichalm lädt die "Latschenhütte" zum Verweilen ein. Oder man macht einen Spaziergang rund um den See.

Um 14.00 Uhr traten wir die Rückfahrt über Bruck an der Mur nach Kematen an. Wo man in einem Gasthaus noch einen kleinen Stopp einlegte um sich für das letzte Stück der Reise zu stärken. Gutgelaunt erreichte man so gegen 19.00 Uhr den Linzer Hauptbahnhof, wodurch die ersten Aussteiger zu einer guten Zugsverbindung für die Heimfahrt kamen. So wie wir auch.

             

  Gutgelaunt nach dem Besuch eines Gasthauses in Kematen nimmt man die letzte Etappe der Reise in Angriff.

Es war wieder einmal eine tolle Reise die sich das Reiseleiterteam ausgedacht hatte. Man kann Frau Irmgard und Herrn Josef für ihren persönlichen Einsatz sowie dem enormen Zeitaufwand nicht genug danken. Besonders nett auch immer die Blätter mit der Reiseroutenbeschreibung und den Spruch des Tages. Damit machen sie sich immer sehr viel Mühe. Sie wurden nicht müde sich persönlich um das Wohlergehen aller Mitreisenden zu kümmern. So nahm man nur schöne Eindrücke mit, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Besonderen Dank gebührt auch dem Herrn Buslenker. Unser "Koarl" hatte auf den schmalen Straßen sein Gefährt immer sicher in der Hand, um uns mit großer Souveränität durch noch so enge Kurven zu lotsen. Ein großes Dankeschön dafür.

Ruhige nette Mitreisende, die immer gutgelaunt für tolle Stimmung sorgten. Eben wie die 93-jährige Dame die mit ihren originellen Aussagen bewies, dass man auch in diesem hohen Alter nach voll fit sein konnte. Körperlich war sie es ja sowieso. Wenn sie ihre hellwachen Augen rollen ließ um dann zu meinen: "Ich finde es gar nicht so schlimm wenn man alt ist. Jeder ist freundlich, jeder hilft dir. Das ist doch gar nicht so schlecht, oder?" Unvergessen jedoch eine weitere Aussage von ihr. Als sie von einer ihrer Freundinnen nach einem gelungenen Witz des Busfahrers gefragt wurde ob dieser diese Witze auswendig wüsste oder er sie aufschreiben würde, antwortete sie trocken darauf: "Der schreibt sie sich sicher auf, denn so intelligent sieht er mir nicht aus"...

                                                                                         

                                                                                           Die Protagonisten dieser Reise    

 

 

                                          Herbstausflug - Fahrt ins "Blaue"

                                                                                                     

                                                                            In Linz wartete das neue "Kristallschiff" auf Kundschaft

 

Am 08. November hatte die rührige Linzer Gruppe zum letzten Ausflug des Jahres geladen. Eine Gelegenheit, die von vielen gerne in Anspruch genommen wurde. Vielleicht auch dadurch, dass die Abfahrt vom Linzer Hauptplatz mit 09.30 Uhr ziemlich moderat angegeben war, Da nicht nur der "harte Kern" sondern auch viele andere Reisende an der Fahrt teilnahmen, war der Bus diesmal ziemlich ausgebucht. Leider konnte Frau S. diesmal nicht dabei sein. Bei ihrer Alleinreise nach Schottland war sie gestürzt und hatte sich an der Schulter verletzt. Baldige Besserung auch von hier aus. Vorher ergab sich noch die Gelegenheit eine Besonderheit am Strom zu fotografieren. Es handelte sich dabei um einen alten Schleppkahn unter holländischer Flagge, der am Ponton rechtsufrig vertäut war. Dieser war zu einer Burg umfunktioniert, sowie bemalt worden. Am Oberdeck befanden sich Pferde, die für eine Ritterausstellung auf dem Kahn warben. Ein tolles und besonders lohnendes Fotoobjekt.

                                                

                           Einer der beiden Schiffsverbände die auf der Donau zu sehen waren. Ein tolles Fotomotiv: Ein Schleppkahn als Burg adaptiert.

Natürlich war es nicht eine Fahrt ins "Blaue", wie angegeben, die Reiseleitung hatte den heutigen Tag ganz genau verplant. Neu war nur, dass es diesmal einen anderen Buslenker gab. Herr Bernhard, ein echter Mühlviertler und Großgrundbesitzer hatte sich als "Driver" zur Verfügung gestellt. Alle waren gut aufgelegt wie immer, es "lief" sozusagen gleich von Beginn an der "Schmäh". So meine Irmgard, die wie immer mit einem großen Packerl voll Süßigkeiten im Bus herumhirschte um sie den Reisenden anzubieten, scherzhaft. "Nehmt nur. Es wird eh schon Zeit, dass sie wegkommen, sie sind schon alt". Was wiederum unser aller Otto mit der Aussage: "Ja, Irmi das stimmt. Ich habe gerade den Stempel mit dem Datum 20.10.2007 entdeckt", quittierte.

 Das erste Ziel unserer Reise war ein Hopfenanbaubetrieb im Oberen Mühlviertel. Dort wurden wir vom kompetenten Chef in einem Lichtbildvortrag davon in Kenntnis gesetzt, welche Arbeit in solch einem Hopfenanbau steckte. Diesen, wirklich fachmännisch vorgetragene Bericht empfand ich als etwas zu lange. Aber auch die wohlige Wärme in dem Raum trug dazu bei, dass so manchem Zuhörer die Augen zufielen. Noch dazu wo es vorerst keinerlei Kostproben von dem erwarteten Hopfensaft (sprich Bier) gab. Erst nach Aufforderung erschien der Herr des Hofes mit seinem "Kübelbier" (Bierflaschen, die in zwei Kübel herbeigeschafft wurden).

                                                                       

                                                      Ankunft beim Hanfbauern. Gespannte Gesichter vor dem Vortrag. Hier kommt das "Kübelbier".

Durch die reizende Landschaft des Mühlviertels ging es dann nach Obermühl ins Gasthaus "Gierlinger", das sich knapp neben der Donau befand. Eine Lokalität die in früheren Zeiten sehr mit der Schifffahrt verbunden war. Hier hatten noch zu DDSG - Zeiten viele Frachtschiffe angelegt, um von den Wirtsleuten freundlich bewirtet zu werden. Welches jetzt auch der Fall war, denn als wir ausstiegen wurde jeder einzelne mit Handschlag begrüßt. Die Stimmung war ausgezeichnet und verstärkte sich noch, nachdem wir ausgezeichnet gespeist hatten. Es gab "Gansl", Wild, ja sogar Wiener Schnitzel wurden feilgeboten. Jedes Gericht für sich ein Gedicht. Nur an den Dialekt der Eingeborenen, der dienstbaren Geister, musste ich mich erst gewöhnen. Als dann noch die Köchin im besten Alter auftauchte war die Stimmung perfekt. Sie erkannte noch einige der alten DDSG- Recken, die natürlich in höchsten Tönen von der damaligen Zeit schwärmten. Während nun die Musik, zwei Männer und eine Frau zum Tanz aufspielten, steuerte die Stimmung am Rauchertisch ihrem Höhepunkt zu. Unser GRÖOAZ (größter Otto aller Zeiten) berichtete in den nächsten eineinhalb Stunden lustige Ereignisse aus seiner DDSG - Zeit. Immer unterstützt von weiteren Ikonen der Gesellschaft, die sich um unseren Tisch einfanden. Deswegen wurde auch nicht viel getanzt, man hörte lieber zu. Außerdem war der Binnenschiffer ja nie ein großer Tänzer. Trotzdem vergaß sogar Peter seine Fußschmerzen, um einige Runden mit verschiedene Tanzpartnerinnen zu drehen.

                                                                         

        So manche Erinnerung wurde bei dem ausgezeichneten Essen ausgetauscht. Auch das Tanzbein wurde geschwungen, die Musik spielte auf.  

Otto war sowieso ein Phänomen, er brachte die Geschichten so eindrucksvoll und lustig rüber, als hätten sie sich erst gestern ereignet. Noch dazu konnte er sich noch haargenau an jeden Namen der daran beteiligten Personen erinnern. Da auch die Köchin viele der Geschichten indirekt bestätigte, kamen wir aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Ja, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, dass es das einmal gab. Die "neue" Zeit  auf der Donau erkannte man auch deutlich am heutigen Schiffsaufkommen. Ganze zwei Schiffe waren an diesem Tag am Wasser unterwegs...

                                                                              

                                                                            Bei Ottos Erzählungen blieb kein Auge trocken.    

Die tolle Musikkapelle begleitete uns mit Musik noch zum Bus, als wir kurz nach 16.00 Uhr diesen gastfreundlichen Ort wieder verließen. Im Bus mussten wir immer noch über die lustigen "Schmankerl" lachen. Um kurz nach 17.00 Uhr erreichten wir wieder Linz wo sich die Reiseteilnehmer wieder in alle Winde zerstreuten. Nicht aber an den tollen Ausflug zurückzudenken, der ein schöner Abschluss für das heurige Jahr bedeutete. Wir hoffen sehr, dass dem rührigen Reiseleiterteam auch für nächstes Jahr wieder schöne Reisen einfallen, das ist eh Arbeit genug. Ich glaube jeder hier hat wieder das Zusammengehörigkeitsgefühl gespürt, welches uns Binnenschiffer immer auszeichnete. Dass sie noch immer ein eingeschworener Haufen sind, dieses war gerade bei dem Ausflug ganz genau zu bemerken....

                                                                       

 

 

                                Hitze -Fahrt nach Krumau

                                            

Der letzte Ausflug vor der Sommerpause sollte uns mit der Linzer Gruppe nach KRUMAU führen. Obwohl der Wetterbericht schon wieder hohe Temperaturen vorhergesagt hatte und viele Leute diese tschechische Stadt bereits gut kannten, waren doch über 30 Personen mit dabei. Unter ihnen, wie immer der harte Kern, auf den fast immer Verlass ist. Peter B., der ebenfalls gerne mitgefahren wäre, musste leider passen. Ein Gichtanfall im Fuß hatte dies zunichte gemacht. Auch von hier alles Gute und rasche Genesung lieber Peter. Auch gab es dieses Mal einen anderen Busfahrer. Statt unserem gewohnten "Koarl" drehte nun Stefan, ein sehr kompetenter Mann in den besten Jahren das Lenkrad. Er sollte uns auf den verdammt engen Straßen sicher an unser Ziel bringen.

Pünktlich um 8.00 Uhr ging es vom Linzer Hauptplatz in Richtung Grenze. Unbehelligt vorbei an der verlassenen Grenzstation die verwahrlost und öde wirkte. Wenn man da so an die penetranten Zollkontrollen vor dem Fall des Eisernen Vorhangs d-zurückenkt, eigentlich ein Wahnsinn. Wer hätte sich das jemals gedacht? Die Kehrseite der Medaille ist aber auch, dass Banden jederzeit ohne Kontrollen fürchten zu müssen ein- und ausreisen können. Da das Örtchen VYASI BROD eigentlich nur aus der Hauptstraße bestand und es dort nichts zu sehen gab, wurde einstimmig auf einen Aufenthalt dort verzichtet. Während die umtriebige Irmi nun unsere Bestellungen für das Mittagessen aufnahm, fuhren wir gleich nach Krumau weiter. Es gab genügend Auswahl bei den Speisen und jeder suchte sich seine Menüfolge höchstpersönlich aus.

                            

     Nach Ankuft auf dem Busparkplatz- warten auf den Stadtführer.

Nach einer ca. zweistündigen Fahrt erreichten wir den Busparkplatz in KRUMAU. Da wir etwas zu früh dran waren mussten wir noch einige Zeit auf den bestellten Reiseführer warten. Was zwar bei der aufkommenden Hitze nicht ganz einfach war, sich aber leider nicht vermeiden ließ. Unser Guide war ein junger Bursche, der ausgezeichnet Deutsch sprach und sich als sehr kompetent erwies. Er "schleppte" uns bei gleißender Sonne und schon fast unmenschlichen Temperaturen hinauf und hinunter. Auf Kopfstein- oder Steinpflaster in in der prallen Sonne und nur wenig Schatten. Dabei wusste er viel Interessantes über die Stadt zu berichten. Aber nie war der alte Kalauer: "Was hast du denn für einen roten Schal um den Hals?" "Roter Schal? Welcher roter Schal? Das ist doch meine Zunge", aktueller als heute. Die Stadt entschädigte aber für alle Unannehmlichkeiten durch neu- renovierte Häuser sowie viele tolle Ausblicke. Es gab sehr viel zu fotografieren. Trotzdem waren wir schon irgendwie erleichtert, als wir Mittagessen gehen konnten. In einem urigen Lokal, mit lustigen Puppenfiguren vor der Tür. Unser vorbestelltes Essen war gut, die Bedienung freundlich, die Preise kommod und das Bier ausgezeichnet. Man konnte auch hier in Euro bezahlen. Besonders empfehlenswert das nationale Dessert "LEWANZEN", drei Stück runder Biskuitteig mit Heidelbeeren und Schlagobers.

                                            

                                                                                Impressionen aus KRUMAU

                               

                                                            So schön ist KRUMAU. Unser lustiges Speiselokal

Nach dem Essen fanden wir uns wieder auf dem glühend heißen Busparkplatz ein, wo um 14.00 Uhr unsere Reise weitergehen sollte. Schutz vor der Hitze boten vor allem zwei lang gezogene Holzbänke unter einem breiten Holzdach. Dabei konnten wir beobachten wie viele Autobusse den Parkplatz anfuhren um dort die diversen Reisegruppen aussteigen zu lassen. Kaum fuhr ein Bus weg, wurde der frei gewordene Platz sofort von zwei weiteren Fahrzeugen besetzt. An Bord unseres Transportmittels machte uns Irmi nochmals darauf aufmerksam, dass wir den Bus in Freistadt räumen mussten. Sie hatte es selbst erst so spät erfahren. Das Fahrzeug musste dringend nach Salzburg überstellt werden. Wir selbst würden von einem Ersatzbus abgeholt und weitertransportiert werden. Das dies keinen großen Jubel auslöste, konnte man sich denken. Aber der Reiseleitung waren die Hände gebunden.

Nach kurzer Fahrt (ca. eine Stunde) wurde Freistadt erreicht, wo jeder Zeit zur eigenen Verfügung hatte. Aufgrund der heißen Temperaturen verzichtete man aber darauf und suchte im Kollektiv das "Brauhaus - Stüberl" auf. Ein uriges Lokal in dem man von Kellnerinnen in Lederhosen bedient wurde. Man konnte viele gepflegte Biersorten verkosten und wurde vom Personal spontan mit einem freundlichen "Du" angesprochen. Außerdem gab es viele Mitbringsel käuflich zu erwerben. Darunter auch eine 5 Liter Flasche "Freistädter - Zwickl- Spezialbier", der auch wir nicht widerstehen konnten. Sonst sahen wir leider nicht viel von der Stadt, keiner, aber auch wirklich keiner, hatte große Lust sich rösten zu lassen.

                                                 

                Warten auf die Weiterfahrt, von der Hitze gezeichnet. Freistadt wurde aufgrund der Hitze nicht erkundet, nur das Bierlokal rasch aufgesucht.

Etwas länger als angegeben dauerte auch die Wartezeit auf unseren Ersatzbus, was aber kein Beinbruch war. Auf jeden Fall war es ein schöner Ausflug, der jedoch unter der großen Hitze sowie kleinen Pannen litt. Als wir kurz nach 17.00 Uhr Linz erreichten, zeigte das Thermometer 40 Grad! im Schatten an. Während wir nun schweißgebadet der Straßenbahn  entgegen wankten, hatte es Fam. Böck ganz richtig gemacht. Diese Schlauköpfe waren nämlich mit den eigenen Fahrrädern gekommen...    

 

 

                                    Herbstausflug samt Wildessen

Am Mittwoch, dem 30. Oktober 2013 war es endlich wieder soweit und der jährliche Herbstausflug mit den Linzern stand auf dem Programm. Der auch in diesem Jahr ziemlich beliebt war, denn trotz des unfreundlichen Wetters (es regnete), hatten sich ca 39 Personen zur Abfahrt eingefunden. Unter ihnen die noch immer sehr rüstige fast 90-jährige alte Dame, die jetzt schon einige Zeit im Seniorenheim residierte. Auf die Frage, ob sie dort nun die Älteste sei, antwortete sie fast schon empört darauf: "Nein, nein, es gibt dort schon noch ältere. Ich bin doch noch nicht alt". Womit sie wieder die Lacher auf ihrer Seite hatte. Diese gute Stimmung setzte sich fort, als der Bus am Linzer Hauptplatz eintraf. Am Lenkrad endlich wieder der beste Mann der Firma "KASTLER-REISEN", der "MÜHLVIERTLER KOARL", der diesmal auch seine Maria mitgenommen hatte. Aber auch sonst waren diejenigen dabei, die auch sonst immer mitfuhren, sozusagen der "harte Kern". Leider waren aber diesmal zwei Vereins - Säulen nicht anwesend. So musste der lustige Herr Hans wegen einer Erkrankung passen und W. Teufel hatte seine Gattin ins Spital bringen müssen. Er rief aber dann noch an, um sich nochmals zu melden. Gute Besserung an die Gattin auch von dieser Seite aus. Wir wünsch ihr alles Gute.

Bei Regen starteten wir dann kurz nach 09.00 Uhr in Richtung BAD LEONFELDEN. Gut unterhalten von den launigen Kommentaren des Reisebegleiter- Teams Irmgard und Josef, sowie vielen verbalen "Schmankerln" unseres "KOARLS". So gegen 10.00 Uhr erreichten wir den Kurort, wo ja die Besichtigung des Schulmuseums auf dem Programm stand. Hier wurden die Ausflügler in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die einen brav zur Schule pilgerten, wurden die anderen per Bus zum LEBKUCHEN - KASTNER gebracht. Wo sie in aller Ruhe einkaufen und auf den Rest der Gruppe warten konnten.

Der "Schulbesuch" war überaus interessant. Eine ehemalige Lehrerin (nicht aus dem 19- Jahrhundert) brachte uns die damlige Zeit recht drastisch in Erinnerung. Was für die älteren Jahrgängen zu einem "Aha"- Erlebnis führte. Viele von ihnen hatten ja selbst noch eine so ähnliche Schulzeit erlebt. Oder ihre Eltern hatten von dieser Zeit berichtet. Deswegen wurde auch gleich in den engen Bankreihen des Klassenzimmers Platz genommen. Wobei ich mich gleich zur "Eselsbank" gesellte, die ja, wenn ich mich da richtig zurückerinnere, in meiner Schulzeit sehr oft frequentiert wurde. Ein näheres Kennenlernen von BAD LEONFELDEN verhinderte leider der ergiebige Regen, der jetzt auf uns herunterprasselte. Deswegen waren wir auch froh darüber, als uns dann der Bus abholte.

                                        

          BAD LEONFELDEN im Regen                   Besuch im Schulmuseum und "Probesitzen" in den Schulbänken sowie die berühmt berüchtigte "Eselsbank".

Der Süßwaren- Betrieb KASTNER bot in einer riesigen Glashalle Lebkuchen in allen Variationen feil. Die Produkte waren sehr günstig und so gab es fast keinen, der nicht mit zwei Einkaufssackerln den eloquenten Raum verließ. Daran angeschlossen befand sich ein großes Cafe mit Mehlpeisen allen Richtungen und Genüssen. Riesengroße Tortenstücke lachten dich an und mancher vergaß da wohl auch auf seine gesundheitlichen Beschwerden. Zu verlockend waren die süßen Verführer. Da aber bald das Mittagessen anstand, verzichteten wir schweren Herzens auf etwas Süßes. Wir nahmen nur einen Kaffee, der ausgezeichnet schmeckte.

                                                                    

                                                                                  Besuch von "LEBKUCHEN- KASTNER

Um ca. 11.45 Uhr war dann Abfahrt zum Mittagessen beim "KEPLINGERWIRT". Ein gepflegtes Wirtshaus mit riesigem Speisesaal, wo wir unser Mahl einnehmen konnten. Auf der Speisekarte standen Wiener Schnitzel, Schweinsbraten und Wildspezialitäten. Das Schitzel so groß wie Wagenräder, der Schweinsbraten riesig, deftig und das Wild von erlesener Qualität. Die Suppenauswahl bestand aus Fridatten - Leberknödel sowie Kürbiscremesuppe. Da wir schon im Bus telefonisch vorbestellt hatten, bekamen wir auch alles rasch serviert. Wobei sich besonders der Herr Wirt persönlich um das Wohl seiner Gäste kümmerte. Er scharwenzelte mit Soßen und Beilagen um die Tische herum, um uns immer wieder nachzulegen. Was wir bisher noch in keinem anderen Gasthaus erlebt hatten. Alle Achtung. Als Getränke konnta man gepflegtes Bier, ausgezeichnete Weine sowie köstliche Schnäpse ordern. So waren wir nach dem reichlichen, hervorragenden Mittagessen alle ziemlich geschafft. Inzwischen hatte es auch zu regnen aufgehört, es ließ sich sogar die Sonne zeitweise blicken. Nachdem sich der Wirt angeboten hatte uns ein wenig die Gegend zu zeigen, schaukelten wir mit unserem KOARL die schmalen Straßen bergauf, bergab. Wobei uns der Wirt als Reiseführer versuchte, Land und Leute näher zu bringen.

                                                    

                                         Beim singenden "Keplinger - Wirt" in ausgezeichneter Stimmung

Kaum waren wir danach wieder in die Gaststube zurückgekehrt wurden wir dort schon mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Beides ebenfalls von ausgezeichneter Qualität. Auch ein ehemaliger DDSG- Maschinist war aufgetaucht, der mit großem Hallo begrüßt wurde. Der "Ölwurm" hatte hier in der Nähe ein Haus, in das er auch einlud. Ja, und dann begann der ganz gemütliche Teil des Nachmittags. Der Wirt hatte seine Gitarre hervorgekramt, griff in die Saiten um nicht mehr ganz taufrische Lieder zum Besten zu geben. Was wiederum unser GRÖAZ (Größter Otto aller Zeiten) zu dem Ausspruch: "Um Himmels Willen, das sind ja alles Lieder aus der Nachkriegszeit. Ich suche mir einen Anker und stürze mich in die Donau", veranlasste. Launiger Kommentar darauf: "Tu das nicht! Den Anker brauchen wir noch"... Mit Inbrunst wurden die Lieder aus vielen Kehlen mitgesungen, ehe dann der große Auftritt von Peter und Adi erfolgte. Die oberösterreichischen "BACKSTREET- BOYS" schmetterten solo ein Lied hinaus, bei dem kein Auge trocken blieb. Schier nicht endender Applaus für die beiden Stimmungskanonen und Besitzer von begnadeten Stimmen. Doch auch der schönste Tag musste einmal zu Ende gehen. Der Wirt stimmte sein allerletztes Lied, "So ein Tag so wunderschön wie heute" an. Immer nach dem Motto - so, jetzt noch ein Lied - dann schleichts euch!

                                                           

                                                                  Der singende Wirt mit unseren "Sängerknaben"

Gegen 16.30 Uhr erfolgte der allgemeine Aufbruch und der bereitgestellte Bus nahm uns wieder auf. Wobei Otto noch kopfschüttelnd feststellte: "Ein Wahnsinn! Der hat uns Schiffsleuten doch tatsächlich die Bäckerhymne gesungen. So ein Tag..." Und legte dann gleich nach: "Man soll den Teufel nicht an die Wand malen. Er hat eh schon heute in der Früh angerufen...". Total entspannt und in ausgezeichneter Stimmung rollte man Linz entgegen. Nur das älteste Vereinsmitglied moserte ein wenig herum: "Heute haben wir aber wirklich nur gegessen. Schön langsam wird mir das alles zuviel. Auch im Heim gibt es immer so viel zu Essen. Das hält doch kein Mensch aus." Und auch unser KOARL hatte noch ein "Schmankerl" parat als er wissen wollte: "Welcher Menschenschlag vermehrt sich auch ohne Sex? - Die Pensionisten..."  So trafen wir völlig entspannt knapp nach 17.00 Uhr wieder beim Linzer Hauptplatz ein. Es war wirklich ein toller Tag, bei dem sich wohl jeder prächtig unterhalten hat. Den beiden Touristikguiden (Copyright KOARL) Irmi und Pepi ist da wieder eine außergewöhnliche Fahrt gelungen. Wie meinte doch die umtiebige Irmi völlig richtig: "Wir sind alle hier wie eine große Familie". Und das hat man besonders heute bemerkt.

                                                    

                                   Allgemeiner Aufbruch. Überall nur lachende Gesichter, der Ausflug war ein voller Erfolg. Auf Wiedersehen im nächsten Jahr

 

 

                Adventfahrt zum Weihnachtsmarkt nach Hellbrunn

                                    Saisonabschluss

 

Am Mittwoch, dem 27.11. 2013 fand der letzte Ausflug der rührigen Linzer- Gruppe in diesem Jahr statt. Der Bus war fast voll, als es kurz nach 09.00 Uhr vom Linzer Hauptplatz losging. Die Firma KASTLER - Reisen hatte wieder ihren besten Mann geschickt, welches von den Reisenden so kommentiert wurde: "Der MÜHLVIERTLER- KOARL ist wieder da, der Tag ist schon gerettet". Über BRAUNAU ging es nach OBERNDORF zur Besichtung der "Stille Nacht- Kapelle".In BRAUNAU. Es treffen heute noch unzählige amerikanische Touristenbusse ein, wurde erzählt. Grund der Exkursion ist, dass hier ein gewisser Gefreiter SCHICKLGRUBER das Licht der Welt erblickte. So zeigen sich von den Gästen aus Übersee, besonders viele junge Leute über den Kriegsverbrecher überraschend gut informiert. Was hier aber nicht weiter vertieft werden sollte. Gleich nach Fahrtbeginn wieselte Irmgard durch die Reihen, um uns wegen dem Mittagessen zu fragen. Wobei es diesmal ziemlich leicht war auszuwählen, es gab nur drei Auswahlmöglichkeiten, wobei die dritte bereits durchgestrichen war. So wählte man ein Gericht mit Geflügel oder eben Schnitzel.

Nach der etwa zweistündigen Fahrt erreichten wir unser erstes Etappenziel. Den Besuch, der etwas räumlich beengten OBERNDORFER Kapelle, kündigte uns der Busfahrer mit folgenden launischen Worten an: "Diese Kapelle ist sehr klein. Wenn alle hineingehen, dann gehen nicht alle hinein, wenn aber nicht alle hineingehen, dann gehen alle hinein". Alles natürlich im breiten Mühlviertler Dialekt, was noch witziger klang. Noch schöner fand ich persönlich den herrlichen Rundblick auf die SALZACH, den man von einer Anhöhe aus bewundern konnte. Dazu musste man allerdings einige, vereiste Stufen an Angriff nehmen. Auch der Weg vom Busparkplatz zur Kapelle war ziemlich umfangreich. Obwohl zu diesem frühen Zeitpunkt der dortige Weihnachtsmarkt noch geschlossen hatte, entschädigte die Kapelle sowie der großartige Rundblick für vieles.

                                             

                          Besuch der kleinen Kapelle, oberhalb die schöne Aussicht auf das Flusspanorama. Sehr treffend auch die Figuren auf dem letzten Bild.

Um die Mittagszeit ging es dann wieder weiter nach ARNSDORF, unserer zweiten Station. Wo das Mittagessen eingenommen wurde. Zwar in etwas beengtem Rahmen, aber es konnte sich durchaus sehen lassen. Danach begann die Führung durch das Weihnachtsmuseum, die in der Kirche begann und in der alten Schule ihren Abschluss fand. Wobei man wirklich alles vom Schöpfer des wohl berühmtesten Weihnachtsliedes erfuhr. Dessen Persönlichkeit und Wirken wurde hier in einer eigenen Ausstellung präsentiert.

                                                                           

Kurz nach 15.00 Uhr nahmen wir den Höhepunkt unserer Reise im Angriff. Als wir den Weihnachtsmarkt in HELLBRONN erreichten, begann es schon zu dämmern. Beim Flanieren zwischen den zahlreichen Weihnachtsständen wurde es dann völlig dunkel. Genau das richtige Ambiente um diesen prächtigen Weihnachtsmarkt richtig genießen zu können. Da reihte sich Bude an Bude, die mit echten Weihnachtswaren bestückt waren. Besonders reizvoll die vielen Weihnachtsbäume im strahlenden Licherglanz zwischen den Buden. Aber auch für Speis und Trank war gesorgt und weil es bitterkalt wurde kam man nicht umhin, sich mit den diversen angebotenen Punschsorten aufzuwärmen. Die Preise waren moderat und es war wohl keiner darunter, der hier nichts einkaufte.

                                                                         

Bei der Heimfahrt hielt Reise- Guide Irmgard noch ein kurzes Resümee über die Ausflüge des heurigen Jahres. Es war wohl jeder ihrer Meinung, dass alle unserer Trips heuer volle Erfolge waren. Das ganze Jahr über hatten das Reiseleiter- Team Irmgard und Pepi viel Zeit, Mühe und Herzblut investiert um ihr Clentiell zu befriedigen. Herzlichen Dank dafür. Natürlich werden wir auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. So wurde schließlich kurz nach 19.00 der Linzer Hauptbahnhof erreicht, wo der Großteil der Reisenden zufrieden ausstieg.

Uns persönlich hat aber eine Sache sehr leidgetan. Es war nämlich geplant ein Gruppenfoto zu machen, das jeder Reisende ausgedruckt als Erinnerung bekommen hätte. Leider war das scheinbar nicht erwünscht...  

 

 

                                                                                                 Aktivitäten 2014

 

 

                                          Treffen mit den Wienern in Mittelberg

 

Einer der Höhepunkte der jährlichen Ausflüge war immer das Treffen mit der Wiener Gruppe im niederösterreichischen Mittelberg. Es gehörte immer zu den stärksten besuchten Ausflügen überhaupt. Das war auch diesmal nicht anders. Obwohl einige Reisende krankheitshalber kurzfristig absagen mussten, war der Bus mit 41 Seelen doch noch immer gut besetzt. Dieses Mal wurde er von Herrn Bernhard pilotiert, der den "Mühlviertler Koarl" nicht nur würdig vertrat, sondern auch noch eine kleine Schnapsflasche zur Gratisverkostung mit führte. Ein Geschenk von der Geschäftsleitung der Firma KASTLER - Reisen. Böse Zungen behaupteten ja gleich, dass der Alkohol zur Nervenberuhigung beitragen sollte, wäre Herr Bernhard doch zu rasant unterwegs.

Pünktlich um 07.30 Uhr setzte sich der Transport vom Linzer Hauptplatz in Bewegung, um die erste Reiseetappe in Angriff zu nehmen. Die Stimmung an Bord war ausgezeichnet, wozu auch das prächtige Wetter beitrug. Hatte es in den vorangegangenen Tagen nur geregnet, stand uns heute ein herrlicher Frühsommertag mit viel Sonne und hohen Temperaturen bevor. Sogar das älteste Vereinsmitglied schien sich wohl zu fühlen. Auch sie hatte es sich, trotz ihres hohen Alters, nicht nehmen lassen heute ebenfalls wieder dabei zu sein. Nach unzähligen Umleitungen, die uns durch viele kleine Ortschaften führten, erreichten wir so gegen 09.00 Uhr WEITRA - die älteste Braustadt Österreichs. Dort teilte man sich in zwei Gruppen auf. Während eine Gruppe gleich die Stadt erkundete, ließ es sich die zweite nicht nehmen einen Abstecher zum "Trachtoutlet- Center (was für ein scheußliches Wort) zu machen. Wo man wirklich gut und vor allem preiswert einkaufen konnte. Was sich auch dahingehend auswirkte, dass schmucke Dirndln sowie feine Trachten - Sakkos gekauft und teilweise gleich anbehalten wurden. Die Stadt selber machte einen sehr gepflegten Eindruck, die neu renovierten Häuser waren sehenswert.

                                                        

                                              Auf geht's zur Trachtenmode, ehe man dann das schöne Weitra im Sonnenschein inspiziert.

Um ca. 10.30 Uhr begann die Führung durch die Gasthausbrauerei, die ich persönlich als einer der besten empfand. Die junge resche Dame erklärte uns innerhalb weniger Minuten um was es dabei ging, um anschließend noch einen ca. 10 minütigen Film zu zeigen. So sollte es eigentlich auch sein. Rasch, kurz und doch voll informiert. Die Dame wies uns auch noch darauf hin, dass die kleinen Biergläser, die mit Inhalt als Kostproben verteilt worden waren, auch käuflich zu erwerben wären. Worauf der launige Kommentar: "Wir sind Schiffsleute, die nehmen alles mit was nicht niet- und nagelfest ist", zu hören war. Worauf ich schmunzelnd an die vielen Ungarn bei der DDSG zurückdenken musste. Wie hieß es denn da so schön: "Wenn du einem Ungarn die Hand gibst, dann vergiss nicht nachzuzählen, ob du noch alle Finger an der Hand hast"...

                                                          

                          Vor dem Brauhaus und dann beim Vortrag im Brauhaus. Gespannt werden die Ausführungen samt Film verfolgt.

Danach wurden wir zum Mittagessen in den großen Speisesaal gebeten. Das Service klappte hervorragend, standen doch drei Kellnerinnen zur Bedienung bereit. Unheimlich schnell wurde das Mittagessen serviert, wobei man aus drei Hauptgerichten wählen konnte- Wiener Schnitzel, Brauhaus-Pfandl und Gulasch. Natürlich durften auch als Nachspeise die berühmten "Waldviertler Mohnnudel" nicht fehlen. Dazu gab es unzählige Biersorten, die es zu verkosten gab. Das Essen schmeckte ausgezeichnet und auch das saisonbedingte "GINSENG - Bier" war süffig.

                                                     

                            Das Mittagessen schmeckte wohl jedem. Auch das Reiseleiterteam fühlte sich mit den Gästen wohl.

So gestärkt ging es dann kurz vor 13.00 Uhr weiter. Auf der Fahrt zum Treffpunkt bewies unsere liebe Irmi (Hansdampf in allen Gassen), ihr Verkaufstalent sowie großartigen Humor. Sie begann damit Frauenhalstücher zu verkaufen, die zuerst umsonst waren, später aber doch "ein Funfzigerl" kosteten. Es gelang ihr auch wirklich alle Tücher an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Als kurz darauf der Wunsch der Anwesenden laut wurde: "Geh Irmi, kann man die Kühlung nicht zurückdrehen, es zieht hier?", meinte die Angesprochene schlagfertig darauf: "Ja, das werden wir machen. Die Tücher habe ich eh schon alle verkauft"... Ich zog meinen imaginären Hut vor solchem Witz und Schlagfertigkeit.

Mittelberg wurde knapp nach 14.00 Uhr, noch vor den Wienern erreicht. Kaum waren wir ausgestiegen, tauchte der Wiener Bus auch schon auf. Nun begann das Gerangel um die besten Plätze beim Heurigen Gruber, das die Linzer knapp gewannen. Nun begann wieder die alljährliche Verbrüderung zwischen Linzer und Wiener. Man hatte sich ja so viel zu erzählen und alte Erinnerungen wurden ausgetauscht. Auch die Wiener waren diesmal mit einer großen Abordnung,( über 40 Personen), gekommen. Wie auch immer ausgezeichnet beim Heurigen schmeckte der Wein und die riesige Bretteljause, die wohl keiner auf einen Sitz Zusammenessen konnte. Auffallend auch hier, wie sich das Reiseleiterteam fast schon hingebungsvoll um ihre "Schäfchen" kümmerte.

                                                               

                                                    Mittelberger Impressionen- wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen.

Unter den Schlachtgesängen der verschiedenen Fangruppen (Peter! Peter!), wurde die Rückfahrt nach 17.00 Uhr angetreten. Worüber ich mich ganz besonders freute war die Tatsache, dass wir jetzt entlang der Donau durch die Wachau fuhren. Zwar gab es auch dort Umleitungen wegen dem Bau des Hochwasserschutzes, doch immerhin zeigte sich jetzt der Fluss. Wobei angenehm auffiel, dass Herr Bernhard den Bus hervorragend in der Hand hatte. Die Stimmung war noch immer ausgezeichnet. Sie erreichte ihren Höhepunkt, als sich unsere "Sängerknaben" zu Wort meldeten. Auf vielfachen Wunsch der zahlreichen weiblichen Gäste gaben sie Ihr Bestes. Dirigent Gerhard trieb seine Burschen zu Höchstleistungen an. Gerhard, der !"Karajan" der Binnenschifffahrt gab den Takt vor und seine Jünger spannten einen weiten Bogen von Kufstein, über Wiener Lieder, bis hin zu "einem Tag so wunderschön wie heute". Als besonders lustig empfand ich es wenn gestandene Ober - Österreicher Wiener Lieder sangen...

So gegen 19.30 Uhr erreichten wir Linz, wo dankenswerterweise der Bahnhof als Erster angefahren wurde. Hier ging ein schöner Tag zu Ende, der in jeder Beziehung das brachte, was man sich von ihm erwartet hatte. Die umtriebige Irmgard sowie der herzensgute Pepi haben wieder etwas auf die Beine gestellt, was wohl jeden überzeugt hat. Unserer beschiedenen Meinung nach kann man diesen Ausflug wohl als einen der gelungensten und schönsten der letzten Jahre bezeichnen...

                                                                                                            

 

    

 

 

 

                            Mit der "Schönbrunn" zum Kunstmarkt nach Aschach

                                                            

 

Diesmal hatte sich das Reiseleiter - Team, für die vorletzte Reise in diesem Jahr der Linzer DDSG- Pensionisten, etwas ganz besonderes ausgedacht. Mit dem ehemaligen DDSG- Salondampfer "Schönbrunn" sollte die Fahrt nach ASCHACH, zum dort stattfindenden Kunstmarkt, gehen. Eine besonders reizvolle Reise, an der wir natürlich auch teilnehmen wollten. Als wir jedoch am Sonntag, dem 24.08.2014 aus dem Zug stiegen, begann es zu regnen. Das erste Mal nach langer Zeit, dass wir bei unseren Ausflügen schlechtes Wetter hatten. Gott sei Dank blieb das nicht so, der Himmel hatte doch ein Einsehen. Als wir am Liegeplatz des Donauveteranen eintrafen, klarte es bereits auf. Obwohl es mitten in der Urlaubssaison war und man auch das Wetter nicht als wirklich einladend bezeichnen konnte, hatten ca. 38 DDSG- Clubmitglieder sowie deren Verwandte und Bekannte den Weg hierher gefunden. Ja, ein Mitglied kam gleich mit 10 Leuten in seinem Schlepptau an Bord. Organisiert wurde der Einstiegsvorgang vom wie immer sehr kompetenten Reiseleiter- Team, das alles im Griff hatte. Schon lange vor der angegebenen Einstiegszeit wurden die ihnen anvertrauten Leute mittels ausgedruckter Kärtchen mit der Aufschrift "DDSG- Pensionisten- Gruppe B."  herzlich begrüßt und fachmännisch an Bord geschleust. Die beiden B-s, hatten wirklich keine Kosten und Mühen gescheut, sodass einem gemütlichen Ausflug nichts mehr im Wege stand. Mit einigen Minuten Verspätung (man kam nicht gleich vom Anlegeponton weg), startete man mit ca. 350 Fahrgästen. Das Wetter zeigte sich weiterhin wechselhaft, kurze Regenschauer wechselten sich mit längeren sonnigen Abschnitten ab.

                                                                     

                                 Mit einer Rauchwolke grüßt der Donau- Veteran seine Fahrgäste. Auch die "Linzerin" macht sich auf ihre Fahrt durch die Linzer Häfen.

Im Prinzip war die Crew der "Schönbrunn" identisch mit der, die wir von unseren früheren Reisen her kannten. Nur gab es dieses Mal gleich zwei Bootsleute, wobei sich einer von ihnen auch als Steuermann versuchen durfte. Ja, und das Unikat "Rauchi" fehlte leider. Dafür tat bei der Maschine endlich wieder Ex- DDSG- Maschinist Max Dienst. Der Chefkapitän hatte das Kommando wieder seinem ehemaligen Steuermann Karl überlassen, war aber jederzeit dazu bereit im Notfall helfend einzuspringen. Chefkapitän Sepp hatte, wohl der Anwesenheit seiner ehemaligen DDSG- Kameraden geschuldet mit denen er ja einst gefahren war, ein großes Mitteilungsbedürfnis. In seiner sympathischen Art berichtete er uns von den Schwierigkeiten, die der Verein in Bezug auf die Donau-Schifffahrt hatte. Seine Aussagen gipfelten schließlich in dem bedeutenden Satz: " Wenn wir die Eisenbahn  nicht hätten, dann wären wir schon längst weg". So sah man dann auch den schon etwas hohen Fahrpreis in einem ganz anderen Licht. Das Mittagessen am Schiff  musste man bereits kurz nach dem Einstieg bestellen, da die Restauration anscheinend auf einen solchen Ansturm nicht vorbereitet war. Da wir uns jeglichen Stress ersparen wollten, beschlossen wir selbst in ASCHACH zu speisen. Eine Meinung, der sich auch viele weitere Gäste anschlossen.

                                                                      

                                        Bewegung am Schiff- die Schleuse kommt in Sicht. Das Gerangel um die besten Plätze kann beginnen. Vereinzelt tauchen große Kabinenschiffe auf

ASCHACH wurde ganz genau lt. Fahrplan um 13.15 Uhr erreicht, wo das Mittagessen im Gasthausgarten des Lokals "ZUR SONNE" eingenommen wurde. Es gab große Auswahl und wir speisten dort wirklich ausgezeichnet. Wie gut wir damit beraten waren außerhalb zu essen, bewies uns Fritz- des "Teufels Oberheizer". Auf unsere Frage ob er schon gegessen hätte, erklärte er etwas knurrend. "Ja, das habe ich schon am Schiff getan. Ein zaches (zähes) Gulasch. So etwas Zaches habe ich ja noch nie gegessen". Der Kunstmarkt war sehr gut besucht und wir mussten uns den Weg durch die Menschenmassen bahnen. Kein Vergleich zu dem vor einigen Jahren, als wir auch hier waren. Es gab in diesem Jahr viel mehr Buden und auch für Attraktionen war gesorgt. So wurde z. B. eine Zillen- Fahrt am Strom angeboten, die wir aber nicht in Anspruch nahmen. Nach einem hervorragenden Eis sowie vorzüglichem Süßgebäck ging es wieder zurück an Bord.

                                                      

                        ASCHACH lässt grüßen. Das letzte Dampfschiff macht einen imposanten Eindruck. Nach dem Mittagessen der Besuch am Kunstmarkt mit einigen Attraktionen

Um 16.00 Uhr wurde lt. Fahrplan abgelegt und man dampfte Linz entgegen. Viele ehemalige DDSG- Kapitäne ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen auch am Kommando nach dem Rechten zu sehen. Schließlich stand man ja auch einmal da oben. Immer animiert von den Worten des Chefkapitäns: "Könnts jederzeit hinaufgehen, ihr kennt euch hier ja aus". Besonders nett auch die Gespräche mit zwei überaus sympathischen Schwestern, die auch heute wieder dabei waren. Leider fehlte bei diesem Ausflug unser allseits beliebter Otto, der diesmal andere Verpflichtungen hatte. Diese DDSG- Ikone hätte sicherlich noch viele "Schmankerln" beitragen können. Dieses wurde aber von den langjährigen Kapitänen Peter und Josef übernommen. Je näher man der oberösterreichischen Landeshauptstadt kam, umso schöner wurde das Wetter. Als man überpünktlich am Zielort umdrehte, strahlte die Sonne vom Himmel. Obwohl wir als einer der Letzten ausstiegen, wartete das Reiseleiter- Team an Land, um sich noch persönlich von uns zu verabschieden. Sehr sozial.

                                                                        

                                                                  Ja, wer sitzt denn da im Gastgarten? Oldies der Schifffahrt- Peter und Josef

Vielen Dank liebe Irmgard und Josef. Es war wirklich eine schöne Reise mit großem Wiedersehenfaktor. Hoffentlich gibt es im nächsten Jahr noch mehr davon? Obwohl ja die Planung immer schwieriger wird. Wenn ich aber so an die eingangs erwähnten Worte des Chefkapitäns in Bezug auf die "Schönbrunn" denke, dann gewinnt die Aussage des Bootsmanns bei der Verabschiedung immer mehr an Bedeutung. Dieser verabschiedete die Gäste beim Aussteigen mit den Worten: "Kommen sie bald wieder, wir brauchen ja ihr Geld". Ein Satz, der natürlich nicht so gemeint war, der aber genau die Situation der so genannten "Nostalgieschiffe" in der heutigen Zeit widerspiegelt...  

                                                   

 

 

 

                        Aus für den "Schwarzen Anker

Der "Schwarze Anker" ist Geschichte! Das Linzer Vereinslokal der DDSG- Pensionisten hat für immer zugesperrt. Da auch für die Linzer Gruppe dieses Ende völlig unerwartet kam, musste rasch Ersatz gefunden werden. Doch so einfach sollte sich das nicht herausstellen. Schließlich musste ja eine Lokalität gefunden werden, die für jedermann (und Frau) leicht zu erreichen sein sollte und die auch über genügend große Räume für die monatliche Sitzung verfügte. Obwohl natürlich viele Lokale in Betracht kamen, hakte es immer wieder an den wichtigen Dingen. Einmal da konnte nicht garantiert werden auch wirklich den monatlichen Fixtermin freihalten zu können, dann wieder war der Saal zu klein für eine Weihnachtsfeier. Also nichts als Schwierigkeiten, wohin man auch blickte.

Aber besonders in diesem Fall erwies sich die Aufopferung unseres lieben Gerhard doch noch als zielführend. Er investierte viel Zeit und Geduld in die neue Herbergssuche und konnte schließlich einen schönen Erfolg vermelden. Es gelang ihm die Verantwortlichen des Lokals "Zu den Arkaden" im Linzer Stadtzentrum für seine Zwecke zu begeistern, das nun als neues Vereinslokal initiiert wurde. Wobei die Vereinsmitglieder darüber in einer freien Wahl abstimmen konnten. Die neue Linzer Heimat der Pensionisten bietet im ersten Stock einen geräumigen Gastgarten im Freien sowie einen separaten großen Raum für Zusammenkünfte an. Aber was das Wichtigste ist, hier kann auch bequem die Weihnachtsfeier abgehalten werden. Man kann dem umtriebigen Gerhard wirklich nur beglückwünschen und danken. Ich glaube, dass er hier ein ausgezeichnetes Klublokal gefunden hat.

Warum nun der "Anker" zugesperrt hat, gibt Grund für viele Spekulationen. Aber an denen werde ich mich sicherlich nicht beteiligen. Es ist nur schade, dass das Posaunensolo des Wirtes bei den Geburtstagswünschen nicht mehr zu hören sein wird. Aber vielleicht können sich ja zukünftig Peter und Adi mit ihren glockenhellen Stimmen als Solo- Sänger zur Verfügung stellen?... 

                                                                                                              

 

 

 

                    Der letzte Ausflug in diesem Jahr- Wildessen im Mühlviertel

Die letzte Autobusfahrt 2014 führte uns zum Wildessen ins wunderschöne Mühlviertel. Am Linzer Hauptplatz hatten sich am Mittwoch, dem 05.11.2014 die ansehnliche Schar von 33 Leuten eingefunden, die einen schönen Tag erleben wollten. Denn wie sagte man doch so schön - so jung kommen wir nie mehr z`sam. Sogar unser sehr geschätzter Peter, der schon lange Schwierigkeiten mit seinem noch nicht operierten Knie hatte, war gekommen. Er hatte sich als Unterstützung eine Krücke als Gehhilfe besorgt, mit der er dann ziemlich gut bei Fuß war. Was aber auffiel war, dass "Mastermind" Gerhard wieder nicht dabei war. Wahrscheinlich hatte er Wichtigeres zu tun (Dom aufsperren, Gesangsbücher schlichten, usw.). Dabei war dieses Mal auch endlich unser angestammter Buslenker und alter Freund, der "Mühlviertler Koarl". Als er mit dem funkelnagelneuen Bus am Hauptplatz eintraf, zauberte er uns mit seiner verschmitzt, lustigen Art, gleich ein breites Grinsen ins Gesicht. Man hatte ihn schon das ganze Jahr über vermisst, jetzt war er endlich wieder mit von der Partie.

                                                                       

                             Bei der Abfahrt am Linzer Hauptplatz in freudiger Erregung. Alle freuen sich auf einen schönen Tag, auch der "Mühlviertler KOARL" ist wieder dabei

So gegen 10.30 Uhr wurde unser erstes Etappenziel erreicht. Bei der Fa. "Bergkräuter" bekamen wir in einem großen Saal eine kompetente Einführung in die Welt des Teeanbaues sowie der Kräuterkunde. Danach folgte noch eine Führung durch den Betrieb, die nicht von allen in Anspruch genommen wurde. Auch mir war es zu umständlich bereitgestellte Kappe und Mantel überzuziehen, um so adjustiert durch die Firmenräume geführt zu werden. So stöberten wir lieber, wie ja viele der Mitreisenden auch, in dem großzügigen Verkaufsangebot. Man kann sich ja gar nicht vorstellen, welche Produkte es da käuflich zu erwerben gab. Wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wurde.

                                                    

                                    Die Fa. BERGKRÄUTER ist erreicht. In der "KRÄUTEREI" gibt es viele Sachen zu gustieren und zu kaufen

Während sich nun so gegen 12.00 Uhr eine kleine Gruppe mit der Reisebetreuung an der Spitze zu Fuß auf den Weg zum Kräuterwirt DUNZINGER machte, ließen sich die anderen bequem mit dem Bus dorthin chauffieren. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ich darunter war. Aber ich war ja dabei auch in guter Gesellschaft. Nachdem man an den Tischen in der geräumigen Gaststube Platz genommen hatte, verspürten alle schon ein gewisses Hungergefühl. Was ja auch kein Wunder war, denn schließlich befand man sich hier in dünner Luft. Und wir brauchten auch nicht allzu lange zu warten. Da wir ja schon unsere Menüauswahl bei Beginn der Reise im Bus getroffen hatten, dauerte es nicht lange bis die ersten hungrigen Mäuler gestopft werden konnten. Das Essen schmeckte ausgezeichnet, wobei ich natürlich Wild bestellt hatte. Schließlich handelte es sich doch um ein Wildessen. Aber auch die anderen angebotenen Speisen brauchten einen Vergleich nicht zu scheuen. (Speisekarte- siehe oben). Dazu gab es noch hervorragende Süßspeisen, die sehr gerne mit Kaffee genommen wurden.

                                                             

                                 Das Wirtshaus ist erreicht und macht einen sehr guten Eindruck. Der Chef kümmert sich persönlich um das Anliegen seiner Gäste

Nachdem man sich so gestärkt hatte, fehlte eigentlich nur noch eines- die Musik. Um ca. 14.00 Uhr betrat der bestellte Musiker die Szene. Bei seinem Eintreten sahen wir uns schon etwas irritiert an. Wie sollte uns denn ein weit über 80 Lenze zählendes, weißhaariges Manderl mit einer Knopferlharmonika in Stimmung bringen? Doch der Weißhaarige belehrte uns eines Besseren. Er spielte und sang so intensiv, als ob es um sein Leben gehen würde. Einige meinten ja zu intensiv, die dann die nächste Zeit für einen Verdauungsspaziergang nutzten. Aber der Großteil hielt in der Gaststube aus, wo sich bereits die ersten Paare im Kreise drehten. Als Vieltänzer entpuppte sich ein hochaufgeschossener Herr Kapitän, der das Tanzbein besonders eifrig mit der Frau Reiseleiterin schwang. Was unserem Pepi gar nicht einmal so unangenehm war, denn schließlich ist man ja auch nicht mehr der Jüngste, oder? Aber einmal da musste auch er ran. Einer der Höhepunkte war dabei der "BOARISCHE", den er zusammen mit seiner Gattin aufs Parkett legte. Eine reife Leistung, die mit viel Applaus bedacht wurde. Aber auch der sonst so konservative Valentin ließ sich nicht lange bitten und fegte, mit seiner Partnerin, wie ein Jungspund über die Tanzfläche. Alte Lieder wurden intoniert und lautstark mitgesungen. was wiederum einen der Anwesenden zu dem Ausspruch: "...am lautesten singen immer die, die falsch singen", veranlasste. Womit er zweifellos Recht hatte, denn auch der Kräuterwirt in seinem blau- gelben Arbeitsdress grölte lautstark mit.

                                                       

                                        Der junge Musiker spielte auf und es wurde auch fest dazu das Tanzbein geschwungen

                                                  

    Der Höhepunkt. Das Reiseleiterpaar gibt einen "BOARISCHEN" zum Besten, stark akklamiert von den übrigen Anwesenden.

Kurz nach 16.00 Uhr verließen wir die gastliche Stätte um die Heimreise anzutreten. Wobei wir von dem Musiker sozusagen "Hinausgespielt" wurden. Während dann im Bus unser "DANUBENEWS" Otto die letzten Schifffahrtsneuigkeiten erzählte, resümierte die Frau Reiseleiterin über die Ausflüge im heurigen Jahr. Da bemerkte man erst wie schnell doch die Zeit vergangen war.

                                                                         

Linz erreichte man so gegen 18.15 Uhr, wo sich am Hauptplatz die Businsassen in alle Winde zerstreuten. Da zu diesem Zeitpunkt reger Autoverkehr herrschte, musste man schon aufpassen nicht unter die Räder zu kommen. Was unseren Peter aber nicht daran hinderte noch rasch vor einem Pkw die Straße zu überqueren. Welches aus der Runde so quittiert wurde: "Kann eh net hatschen, aber da muss er noch rüberrennen!"...Auf jeden Fall war es ein schönes Jahr und auch der letzte Ausflug fügte sich nahtlos darunter ein. Zeit dafür, um wieder einmal Danke zu sagen. An Irmi und Pepi für ihr aufopferndes Engagement in Sachen Ausflüge. Obwohl es jedes Jahr immer schwieriger wird interessante Ausflüge zu organisieren, haben sie auch heuer wieder viel Zeit und Liebe investiert um den Leuten etwas zu bieten. Ich bin mir sicher, dass es auch im kommenden Jahr nicht anders sein wird. Wobei man auch die finanzielle Lage im Blick haben muss. Aber liebes Reiseleiterteam, sollten wir jeweils im LOTTO gewinnen, ein Teil davon würde für euer Ausflugsbudget zur Verfügung gestellt werden. Natürlich nur, wenn es sich auch wirklich im eine größere Summe handelt. Nicht, dass es uns dann wie dem Ehepaar geht, die ebenfalls im Lotto gewonnen hat.

ER "Meine liebe Frau. Was würdest du machen, wenn wir im Lotto gewonnen hätten?"

SIE "Ich würde die Hälfte vom Gewinn fordern, mich scheiden lassen und sofort ausziehen".

ER "Okay, da hast du 3.40 Euro, lass dich scheiden und zieh aus"...  

 

 

                                 

                                  AUSFLÜGE 2015                                      

 

 

       07. Mai 2015        Fahrt mit MS LINZERIN     Abfahrt um 15.00 Uhr bei der Schiffsanlegstelle Linz- Lände. Rundfahrt mit "LINZERIN", anschließend gemütlicher Abschluss beim Heurigen SCHINDLER. 12,50 €

20. Mai, Mittwoch:     14. Treffen mit unseren Wiener Kollegen    Abfahrt um 07.00 Uhr vom Linzer- Hauptplatz- Rückkehr um ca. 20 Uhr. Fahrt über SANDL Nach NEUNAGLBERG zur Glashütte ZALTO.

                                                Führung und Besichtigung. Weiter nach SIEGMUNDSHERBERG. Besichtigung des WALDVIERTLER- Eisenbahnmuseums. Mittagessen. Weiterfahrt zum GRUBER nach MITTELBERG und Treffen mit "unseren" Wienern.

                                                Preis für Fahrt 27,00 € und Eintritt Eisenbahnmuseum 4,0 €. Mindesteilnehmerzahl 35!

19. Juli, Freitag:         Fahrt zum Mostbauer RATHWIESER ab 15.00 Uhr.    Gemütliches Beisammensein beim Mostbauer in LEONDING, Lugwiesstraße 43. Selbstanreise mit eigenem Auto, bzw. mit Bus 192

                                                ab Linzer- Hauptplatz. Abfahrten 15.23, 15.53 Uhr. Ausstieg direkt beim Mostbauer.

21. Oktober, Mittwoch:     Herbstausflug - Wildessen.  Abfahrt 09.30 Uhr vom Linzer Hauptplatz- Rückkehr ca. 18.30 Uhr. Fahrt nach SCHLIERBACH, Besichtigung der Schaukäserei inkl. Verkostung und Besuch des

                                                        Genusszentrums. Weiterfahrt zum Berggasthof ZOTTENSBERG am HENGSTPASS: Es gibt nicht nur Wild. Gemütlicher Nachmittag mit Musik. (Hut geht rund).  Preis für Fahrt 22,50 und Eintritt Schaukäserei

                                                        inkl. Verskostung 6,50 €, 29,00 €. Mindesteilnehmerzahl 35! 

27. November, Freitag:     Fahrt zum Adventmarkt Passau und zur Granitweihnacht. Abfahrt 9.30 Uhr vom Linzer- Hauptplatz - Rückkehr um ca. 18.30 Uhr. Fahrt über Engelhartszell nach Passau und Besuch des

                                                            Weihnachtsmarktes auf dem Domplatz. Weiterfahrt nach HAUZENBERG, dort um ca. 13.00 Uhr im Gasthaus GIDIBAUER. Anschließend Besuch des Christkindlmarktes im STOABRUCH.

                                                                Preis für Fahrt 22,00 €, Eintritt Granitweihnacht 3,00 € Insgesamt 25,00 €. Mindesteilnehmerzahl 35!