Weisse Flotte

 

 

                                                                                                         

             

 

                                        

                          Erstes Bild: Personendampfer "Jupiter", Flottennummer 321, als Franz Josef I." von der Schiffswerft Budapest erbaut. Das erste Schiff der so genannten "Planetenklasse" mit den Schwesterschiffen "Uranus" und Helios". Nach dem Zusammenbruch der    Monarchie erhielt er den Namen "Jupiter", 1936 auf Ölfeuerung umgestellt mit einer DC- Maschine mit 1000 PS. Sank nach einem Minentreffer 1944 bei Stromkilometer 1064.  Zweites Bild:  "Hebe", talfahrend in der Schlögener Schlinge. Unter der Flottennummer 296 von der Schiffswerft Budapest (Altofen) im Jahre 1905 erbaut und mit einer O-C- Maschine mit 515 PS in Dienst gestellt. Diente im I. Weltkrieg dem Flottenkommandanten der kk. Donauflottile als Wohnschiff. Erst 1970 außer Dienst gestellt.   Bild drei und vier: Dampfschiff "Budapest", Flottennummer 304, erbaut 1912 von der Budapester Schiffswerft, versehen mit D- C- Maschine mit 710 PS. 1951 auf Ölfeuerung umgestellt und ab 2.10.1968 außer Dienst. Das Schiff war durch seinen auffälligen Holzaufbau sowie der Raute am Bug zu erkennen. Bild fünf und sechs:  "Franz Schubert", Flottenliste 309, 1913 von Stab. Tech. Linz als "Herzogin von Hohenberg" erbaut, D- C- Maschine mit 740 PS von Gebr. Sachenberg, Rosslau a. d. Elbe. 1933 abgebrannt, 1934 umgebaut, in den 1960-Jahren abermals ausgebrannt,  Außer Dienst gestellt am 23. 6. 1971

                             

                       

                     Bild 1 und 2: Personendampfer "Johann Strauß", Flottenliste 309, vom Stab. Tech. Linz 1913 unter dem Namen "Erzherzog Franz Ferdinand" erbaut, Maschine D C von der Firma Gebr. Sachsenberg, Rosslau a. d. Elbe, 740 PS. Diente im I. Weltkrieg als Kk Spitalschiff.  1945 in Linz nach einem Bombentreffer gesunken und die noch verwendbare Maschine in den Schiffsrumpf von "Grein" eingebaut. Steht ohne Maschinen am Donaukanal als Restaurantschiff. Am rechten Bild ( Sammlung Raffay) ist das Schiff fahruntauglich und bereits vom Rost zerfressen am Wiener Praterspitz vor dem Hafen Freudenau zu sehen. Die nächsten vier Bilder zeigen    Personendampfer "Schönbrunn", Flottenliste 305, erbaut von der Schiffswerft Budapest im Jahre 1912, DC- Maschine von der Schiffswerft Budapest mit 710 PS. Letztes Dampfschiff der DDSG. Lag einige Jahre als schwimmendes Casino in Budapest, 1964 Teil der oberösterreichischen Landesausstellung. 1996 von dem Arbeitskreis der "Eisenbahnfreunde" erworben ist die Schönbrunn" seit 2001 wieder fahrtüchtig. Am rechten Bild ( Sammlung Raffay) fährt sie gerade zu ihrem Liegeplatz oberhalb der Reichsbrücke. Rechts vor der Passagierhalle ist das russische Fahrgastschiff "Dunaj" zu sehen. Das vorletzte Bild zeigt die "Schönbrunn" nach der Abfahrt im planmäßigen Linienverkehr nach der Wiener Reichsbrücke. ( Sammlung Raffay). Am letzten Bild ist das Schiff neu überholt und abfahrtbereit bei ihrem neuen Standort in Linz 2006.(Sammlung Nemec).

                                         

                                       

                                 Bild 1 und 2:  Motorfahrgastschiff "Stadt Wien", Flottenstandnummer 349, 1939 von der Schiffswerft Korneuburg erbaut. 8zy. 4 Takt- Diesel- Maschine mit 2x460 PS von Sulzer, Winterthur. Wurde an den Tullner Bürgermeister STIFT verkauft, rechts an ihrem neuen Stammplatz an der Tullner Donaulände. Ende Dezember an den privaten ungarischen Reeder verkauft, der schon die "Stadt Passau" erworben hatte. Drittes Bild: Donaubus "Maria", Flottenliste 411, von der Schiffswerft Korneuburg 1957 erbaut, Maschinen 8 zyl. 4-Takt Diesel- Motor 2x150 PS von MAN Augsburg. Wurde für die Donaurundfahrten im Donaukanal zur Verfügung gestellt. Viertes Bild: MS "Wachau" an ihrem Liegeplatz im Melker Altarm. Nachfolger der legendären "Hebe". Wurde unter der Flottenliste 464 im Jahre 1975 von der Schiffswerft Korneuburg erbaut. 12 zyl. 4- Takt - Diesel Maschinen mit 2x 515 PS von Deutz, Köln. Zugelassen für 800 Passagiere und mit einem Bugstrahlruder versehen. Vorletztes Bild: "Budapest" beim Linzer Anlegeponton auf Abfahrt nach Passau, während "Stadt Passau" bereits talwärts nach Wien unterwegs ist. Letztes Bild:  Der große DDSG- Irrtum. "Delphin" hat gerade in Dürnstein abgelegt. Das Tragflügelboot wurde unter der Flottennummer 439 im Jahre 1968 in Feodosia (UdSSR) erbaut, und 1970 von der DDSG erworben. Es hatte 12 Zyl. 4 Takt - Diesel- Maschine aus der Sowjetunion sowie 1100 PS. Das Schiff war sehr reparaturanfällig und wurde schließlich 1976 an die MHRT, Budapest, verkauft.

                                                                                           

                                                                                                      

                                               Motorfahrgastschiff "Austria"

                                                                                 

Das Fahrgastschiff "Austria" wurde für den Lokal - und Ausflugverkehr auf der Donau gebaut. Den Passagieren stehen zweckentsprechende und architektonisch gut ausgestattete Fahrgasträume und Freideckflächen zur Verfügung. Auf dem Hauptdeck der achtere Salon, der Einstiegraum und der vordere Salon, auf dem Oberdeck das Freideck mit Laube, anschließend die Oberdeckhalle. Für den Restaurationsbetrieb sorgen eine den heutigen Anforderungen entsprechend eingerichtete Küche am Hauptdeck und ein Buffet am Oberdeck. Unter Deck befinden sich im Vorschiff die Besatzungsräume mit 7 Zweibettkabinen, mittschiffs der Maschinenraum und nach hinten anschließend 2 Hilfsmaschinenräume sowie der Kühl- und Vorratsraum für die Küche. Die Hauptdaten des Schiffs sind:

Länge über alles        58,96 m            Länge in der Wasserlinie        56,00 m            Breite über alles        11,40 m            Breite auf Spant        9,20 m            Seitenhöhe        2,90 m        Tiefgang mit 600 Passagieren            1,40 m

Fixpunkt über Kiel     8,80 m             Vorräte: Trinkwasser    8,30 m3, Treiböl  13,70 m3            Motorleistung        2x380 kW            Geschwindigkeit        24,1 km/h        Besatzung        8 Mann            Passagiere        600 Personen

Das Schiff wurde in 12 Monaten ab Kiellegung fertig gestellt. Es ist nach der österr. Schiffspatentverordnung und den einschlägigen österr. Vorschriften sowie als Richtlinie nach den Vorschriften des Germanischen Lloyd für Binnenschiffe gebaut. Der Schiffkörper und die Aufbauten sind aus LD - Schiffbaustahl voll geschweißt hergestellt. Die Schiffantriebanlage besteht aus zwei Viertakt- Schiffdieselmotoren der Firma Klöckner- Humboldt - Deutz, Type SBF 12 M 716, die eine Leistung von je 380 kW bei 1500 UpM abgeben. Die Kraftübertragung an die Propellerwellen erfolgt über elastische Kupplung und Wende - Untersetzungsgetriebe. 2 Hilfsdieselaggregate mit je 63 kVA, 380/220 V, versorgen das Bordnetz. Zur Lärm- und Vibrationsdämpfung wurden die Haupt- und Hilfsaggregate elastisch gelagert und der Motorenraum schallisoliert. Zur Verbesserung der Steuerfähigkeit wurde außer den achteren Hauptrudern ein passives Bugruder eingebaut. Die Betätigung dieser Ruder erfolgt von 2 elektrohydraulischen Rudermaschinenanlagen der Firma Frydenbö, Type Hydrapilot, mit automatischer Umschaltung auf Reservesteuerung sowie elektrische Fernsteuerung. Weiters wurden für den Betrieb und die Sicherheit des Schiffes eine Reihe von Anlagen installiert, so unter anderem ein Echolot zur Messung der Wassertiefe unter dem Kiel, eine Lenzanlage für die 6 wasserdichten Unterdeckräume, eine Feuerlösch- und Deckwaschanlage, Ventilatoren für die Belüftung der Maschinenräume und der Besatzungskabinen sowie zur Zwangentlüftung der Küche und WC- Räume.

Für die persönliche Sicherheit der Passagiere stehen eine Rettungszille und eine genügende Anzahl anderer Rettungsmittel zur Verfügung. MFS "Austria" wurde vorwiegend für den Einsatz auf dem Donauabschnitt zwischen Linz und Passau entwickelt, kam aber vor der Indienststellung des größeren MFS "Wachau" auch zwischen Melk und Krems zur Verwendung.

                        

                                                   

      Bild 1 und 2: MFS "Theodor Körner", Flottenliste 423, von der Schiffwerft Korneuburg 1965 erbaut, 12 Zyl. 4- Takt - Diesel- Maschine mit 2x 1050 PS von Deutz, Köln. Letztes Flaggschiff der DDSG, rechts bei Abfahrt von der Wiener Reichsbrücke.( Sammlung Raffay).  Nach dem Ende der Passagierschifffahrt rostete das Schiff lange Jahre vor sich hin, wurde später von "Favorit- Reisen Wien" erworben, und wieder fahrbar gemacht.  Die nächsten beiden Bilder zeigen  MFS "Vindobona", unter der Flottenliste 470 erbautes Ausflugschiff für 320 Personen im Jahre 1979 von der Schiffswerft Linz. Maschinen von Deutz, Köln, 8 Zyl. 4- Takt- Motor mit 780 PS. Das dritte Bild zeigt den Originalbau des Schiffs, das später nach den Plänen des Wiener Malers und Architekten Friedensreich "Hundertwasser" umgebaut wurde, das vierte Bild zeigt das Schiff nach dem Umbau. War der Nachfolger für die außer Dienst gestellten oder verkauften Donaubusse und wurde auch für Veranstaltungen im Wiener Bereich gut gebucht. Vorletztes Bild:  "Vindobona", bei Aufschleusung in der Nußdorfer Schleuse. Letztes Bild: Das größte Kabinenschiff der DDSG. Der Bau der "Mozart", die 1987 in der Deggendorfer Schiffswerft erbaut wurde, beschleunigte den Untergang der Gesellschaft ungemein. Maschinen 2x 1185 kW, Kabinenschiff für 591 Personen, letzter Kapitän unter DDSG- Besatzung Otto ZIEHENGRASER. Fuhr wegen geringer Auslastung große Verluste ein, und wurde 1993 an den Deutschen Reeder "DEILMANN", dem auch das aus einer Fernsehserie bekannte Passagierschiff "Donauprinzessin" gehörte, verkauft.

 

                                                        

                 Dreimal Rundfahrtsschiff "VIENNA". aus der Sammlung Feher. Links bei der Ausfahrt aus dem Donaukanal, in der Mitte am Praterkai und rechts an ihrem Liegeplatz im Wiener Donaukanal. Zweimal die etwas protzige DDSG - Direktion vom Wasser aus gesehen. Wobei beim ersten Bild die schwarze Wolken durchaus symbolträchtig ins Bild passen. Auch über der Gesellschaft zogen dunkle Wolken auf.   Weiße Schiffe am blauen Strom. Was blieb der DDSG von der Passagierschifffahrt?

 

                                            Luftkissenboot "DONAUPFEIL"

                                                  

Am ersten Bild  wird der "Donaupfeil" auf dem Landweg an die Donau gebracht. Das zweite Bild zeigt die erste Schiffscrew die mit dem englischen Schiff unterwegs war. Auf den weiteren beiden Bildern ist das Luftkissenboot auf der Donau in voller Fahrt. Wie in einer Pilotenkanzel sieht es am Kommandostand des Schiffes aus. Zuviel Technik war vielleicht doch nicht so gut. (Sammlung Feher)

 

 

                                                            

     Auszug aus dem Fahrplan von 1967

 

                                               Talfahrt

 

 Schnellschiff

Passau- Wien 7. Mai - 24. September täglich

Personenschiff

Passau- Linz 7. Mai - 10. Sept. Mittwoch, Samstag, Sonn und Feiertag

 km

Stationen                                         

 

 

 

 

 

 07.00

14.15

---

Passau

 ---------

15.00

16

Obernzell

 ---------

15.50

25

Engelhartszell

 ----------

16.05

31

Niederranna

----------- 

16.15

33

Wesenufer

 ----------

16.55

48

Obermühl

 ----------

17.30

58

Neuhaus

 ----------

18.20

66

Aschach

 ---------

18.30

69

Brandstatt

 ----------

19.05

82

Wilhering

 11.15 an

19.30

91

LINZ

 11.40 ab

11.50 ab

 

Linz

 --------

12.40

114

Mauthausen

 13.40

13.50

147

Grein

 ----------

14.10

153

Sarmingstein - Waldhausen

 ----------

14.55

167

Ybbs

 ----------

15.25

176

Marbach - Maria Taferl

 ----------

15.40

181

Pöchlarn

 15.30 an

16.05

190

MELK

 15.35 ab

16.10 ab

 

Melk

 -----------

16.30

200

Aggsbach - Dorf

 -----------

16.40

201

Aggstein

 16.15

17.00

207

Spitz

 --------

17.15

213

Weißenkirchen

 16.40

17.30

217

Dürnstein

 -------

17.50

223

Stein

 17.00 an

17.55

224

KREMS

 17.05 ab

18.00 ab

 

Krems

 -----------

19.30

263

Tulln

 -----------

20.05

277

Greifenstein

 19.25

20.45

292

Wien - Nußdorf

 19.45

21.10

297

Wien - Praterkai

 

 

 

 

 

 

 

 

 Fahrpreis für die einfache Fahrt

 Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt

 

 

 

 

 

 

 Wien - Passau

 Wien- Passau - Wien

 

 Schnellschiffszuschläge

 124 ÖS  oder

 199 ÖS oder

 

 Passau - Linz   20.- ÖS oder 3,20 DM

 19,90 DM

 31,90 DM

 

 Passau -. Wien   50 ÖS oder 8 DM

   

 

                                                             Bordrestaurant

      Reisegesellschaften, die an Bord zu speisen wünschen, mögen spätestens zwei Woche vor dem Reisetermin bei der Direktion angemeldet werden.

                             Auszug aus dem Speisen- und Getränketarif

Frühstück:

( Portion Bohnenkaffee, Butter, Jam, Gebäck )    ............    S 19.-

 Mittag- bzw. Abendmenü:

( Suppe, Vorspeise, Braten mit zwei Beilagen, Dessert ) Menü I .........    S 45.-

Mittag - bzw. Abendmenü:

( Suppe, Braten mit zwei Beilagen, Dessert ), Menü II    ...........    S 35.-

Preise einschließlich 12% Bedienungszuschlag.

 

                                                Dazu erfolgte noch etwas weiter untenstehend diese Information:

Der Schiffsrestaurateur ist selbständiger Unternehmer und führt den Betrieb auf eigenes Risiko. Auf zufrieden stellende Leistung legt die DDSG besonderen Wert. Etwaige Wünsche oder Beschwerden mögen daher dem Schiffskommando unmittelbar mitgeteilt werden. ..

                                    Schiffskabinen:

 Rechtzeitige Bestellung von Schiffskabinen wird dringend empfohlen. Für die Kabinenreservierung ist stets der Abfahrtstag des Schiffes maßgebend. Wird vorherige Nächtigung gewünscht, möge dies gesondert angegeben werden.

 

                         Kabinenpreise:

 Schnell u. Eilschiff        
  Wien - Linz  Deckkabine  220 ÖS  Unterdeck  110
 Wien - Passau  Deck  270  Unterdeck  130
 Personenschiff        
 Wien - Linz  Deck  120  Unterdeck  60
 Linz - Passau  Deck  80  Unterdeck  40

 

 

                            Auszug aus den Fahrpreisen:

                      Der Mindestfahrpreis beträgt pro Person ÖS 6.- bzw. DM 1.-.

                           Die Hin - und Rückfahrkarte ist um 20% ermäßigt.

                           Für Kinder vom 6. bis zum 15. Lebensjahr halbe Fahrpreise.

                           Kinder unter dem 6. Lebensjahr werden kostenlos befördert.

Diese Ermäßigungen werden nur gegeben, wenn die Kinder in Begleitung ihrer Eltern oder erziehungsberechtigter Personen reisen; halber Schnellschiffzuschlag.

                          Die Schnell-, Eil - und Personenschiffe, führen nur eine Klasse.

            Die Fahrtunterbrechung ist gestattet, sie muss rechtzeitig vor Verlassen des Schiffes vom Rechnungsleger an Bord bestätigt werden.

 

 

                              Reisegepäck:

a).    Kleine Gepäckstücke in Verwahrung des Reisenden frei. ( Im Bedarfsfalle kann Hinterlegung in der Schiffsgarderobe verlangt werden. )

b).     Gepäckstücke über 25 kg. sowie Fahrräder, Faltboote ( zerlegt und verpackt) und Kinderwagen für eine Beförderungsstrecke

                                                   bis 150 km    ..................    ÖS 10 oder DM 1,60.-

                                                   über 150 km.    ...............    ÖS 15 oder DM 2,40.-

                                                   Für aufgebaute Faltboote ist die dreifache Gebühr zu bezahlen.

 

                                          Sonstige Gebühren:

                      a).    Gepäckaufbewahrung an Bord je Stück ÖS 3.-

                       b).    Gepäckaufbewahrung in den Stationen Engelhartszell, Linz, Melk, Spitz, Dürnstein, Krems und Wien je Stück und Tag ÖS 3.- in der Station Passau je Stück und Tag DM -50.

                       c).    Hunde uns andere Kleintiere - halber tarifmäßiger Fahrpreis.

                        d).    Liegestuhlmiete pro Tag ÖS 10-. ( Nur in der Bergfahrt bei vorhandenem Platz.)

                        e).    Nachzahlungsgebühr:    Einfacher Fahrpreis, mindestens ÖS 30.- oder DM 5.-.

                         f).    Reinigungsgebühr ÖS 30.- oder DM 5.-.

 

 

 

                                                                           Es stand im "Donau - Kurier" (Jänner 1972)

                                                        Das Fremdenverkehrsland Österreich braucht die "weiße DDSG - Flotte"

                                                                               Vom Mitglied des Vorstands der DDSG Dir. DDr. Peter HAESELER

 

Die Personenschiffe der DDSG waren im Rahmen der so genannten Postschifffahrt, die bis in den Winter geführt wurden, für den Personen - und Stückgutverkehr nahezu bis zum II. Weltkrieg auf manchen Abschnitten der österr. Donau das einzige öffentliche Verkehrsmittel. Heute ist die Personenschifffahrt der DDSG zu einer fast reinen Vergnügungsschifffahrt geworden. Die wachsende Dynamik des Fremdenverkehrs und hier insbesonders des Ausländerreiseverkehrs für die österr. Volkswirtschaft weist der Personenschifffahrt auf der Donau Funktionen zu, die gleichfalls an Gewicht zunehmen.

Leider lässt sich der volkswirtschaftliche Nutzen der Personenschifffahrt nur unter Bedachtnahme der Umwegsrentabilität beurteilen und nicht an hand der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse der DDSG, die alljährlich zwangsläufig defizitär sind. Abgesehen von der großen Witterungsabhängigkeit der Personenschiffahrt ist hier vor allem auch die Überalterung der Flotte ausschlaggebend. In dem Beststreben, die Betriebsabgänge zu verringern und die Rentabilität zu erhöhen, hat die DDSG überaltete Einheiten so weit als möglich ausgeschieden und außerdem in den letzten Jahren zwei moderne Schiffe, das Kabinenschiff "Theodor Körner" und das erst 1969 in Dienst gestellte Ausflugsschiff "Austria" bauen lassen. Durch diese Rationalisierungsmaßnahmen hat sich allerdings die Zahl der großen Einheiten der DDSG - Flotte sehr stark verringert. Die "weiße Flotte" umfasst heute sechs große Personenschiffe, ferner drei Donaubusse und das Tragflügelschnellboot "Delphin". Die noch in Dienst befindlichen älteren Fahrgastschiffe wurden in letzter Zeit hinsichtlich ihrer Ausstattung modernisiert und den heutigen Komforterwartungen angepasst. Damit hat das Unternehmen alles getan, um den steigenden Ansprüchen auch eines internationalen Publikums gerecht zu werden.

Obwohl die heimische Personenschifffahrt somit nicht einmal mehr ein Drittel des Bestandes der Zwischenkriegszeit aufweist - vor dem II. Weltkrieg waren 22 große Einheiten in Betrieb - werden in der Saison fast genau so viele Passagiere befördert wie früher. Trotz der so früh einsetzenden und anhaltenden Niederwasserperiode, die auch einen vorzeitigen Abbruch des Nachsaisonverkehrs bewirkte, konnte 1971 mit 504.916 Reisenden eine Frequenzzunahme um nahezu 17 % verzeichnet werden. Das Verhältnis zwischen in - und ausländischen Passagieren beträgt etwa 3:2. Konzentrierte sich die Inländerfrequenz vor allem auf den Ausflugsverkehr, so stellten die ausländischen Gäste das Hauptkontingent bei den längeren Donaureisen von Passau nach Wien oder bei den Südostfahrten der "Theodor Körner" und bei den Rundfahrten im Bereich der Bundeshauptstadt.

Das Unternehmenskonzept der DDSG, das sich derzeit zwischen den Vertretern des Unternehmens und ministeriellen Experten in der abschließenden Beratung befindet, sieht auch Maßnahmen für die Personenschifffahrt vor. Inwieweit die ursprünglichen Investitionsprojekte die sowohl den Bau von Kabinenschiffen als auch weiterer moderner Einheiten für den Ausflugsverkehr vorsehen, realisiert werden können, liegt in der Bereitschaft des Eigentümers Staat. Im Hinblick auf die Fremdenverkehrsbedeutung der Personenschifffahrt hierfür Mittel zur Verfügung zu stellen. Nach wie vor wird es jedoch auch notwendig sein, für den Betrieb der Personenschifffahrt, und zwar auch in ihrem derzeitigen Umfang, die Defizite für Leistungen, die im Gesamtinteresse von der DDSG erbracht werden, auszugleichen. Bisher ist dies seitens des Bundes wohl in gewissem Ausmaß, aber eben nur zum Teil geschehen. In Hinkunft wird es auch notwendig sein, dass die Länder und Gemeinden in ähnlicher Weise wie der Bund durch entsprechende Interessensbeiträge die Weiterführung der Personenschifffahrt ermöglichen helfen.

Die DDSG ist bemüht, nicht nur von sich aus alle sich bietenden Ansätze zu weiteren Rationalisierungsmaßnahmen bis ins Letzte auszuschöpfen und darüber hinaus trotz der voraussichtlichen Notwendigkeit, neuerdings überaltete Einheiten aus wirtschaftlichen Gründen abzustellen, den bisherigen Fahrplan weitgehend aufrecht zu erhalten. Die Einstellung der Relation Wien - Hainburg wird allerdings unausweichlich sein. Zu hoffen ist jedoch, dass der Wachau - Verkehr sogar noch eine Intensivierung erfahren und außerdem der Ausflugsverkehr auf der oberösterreichischen Donaustrecke gleichfalls weitergeführt werden kann.

Die Entscheidung über die Zukunft der "weißen Flotte" der DDSG und darüber, ob sie auch weiterhin ein bedeutsamer Faktor der österr. Fremdenverkehrspolitik bleiben und diese Stellung noch weiter ausgestalten kann, liegt allerdings nicht nur beim Unternehmen allein. Ebenso wie beim Gesamtkonzept für die österr. Donauschifffahrt ist auch hier die Bereitschaft der öffentlichen Hand ausschlaggebend, aus einer Anerkennung der schon erwähnten Umwegsrentabilität und der volkswirtschaftlichen sowie nicht zuletzt auch staatspolitischen Funktion des Donauverkehrs die entsprechende Konsequenz zu ziehen.

                                               

                     Am ersten Bild fährt Theodor Körner" vor der imposanten Kulisse von Stift Melk talwärts nach Wien. Das zweite Bild zeigt MFS "Austria", die im Lokalverkehr zwischen Linz und Passau eingesetzt war. Bild drei: Ausflugschiff "Prinz Eugen" von der Wiener Holding beim Anlegemanöver in Dürnstein. Die Nachfolgergesellschaft der DDSG "Blue Danube Donau" hat "Admiral Tegetthoff" als Flaggschiff erworben. Beide Schiffe machen Ausflugfahrten nach Dürnstein oder neuerdings auch nach Bratislava. Der Herr über die "Tegetthoff", Oberkapitän Raimund "Mundl" K. beim Schleusenmanöver in Greifenstein.  Als Ex- DDSG- Mann und dienstältester Donauschiffer hat man eine Menge zu erzählen und erklären.  Der Herr über die "Tegetthoff", Oberkapitän Raimund "Mundl" K. beim Schleusenmanöver in Greifenstein.  Als Ex- DDSG- Mann und dienstältester Donauschiffer hat man eine Menge zu erzählen und erklären.  

                                   

      Immer ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen bei seinem Dienst. Damals sagte man noch "Mundl" zu ihm. Kapitän K. am Anfang seiner Karriere bei der DDSG. Als Steirer muss man ja einfach gute Laune haben. Der Herr Kapitän und sein Schiff "ADMIRAL TEGETTHOFF".  

 

 

                                               Sie sind wieder da!

 

                                         

          MFS "Austria" und MFS Wachau". Die beiden Passagierschiffe wurde von der "Brandner- Schifffahrtsgesellschaft" erworben und werden im Wachauer Lokaldienst zwischen Melk und Krems eingesetzt. Bild 3 und 4:  MFS "Stadt Wien" fährt wieder! Hier am Wochenende zu ihrer Sonderfahrt in der Wachau. Für "Favorit- Reisen- Passau" unterwegs, das ehemalige Flaggschiff der DDSG "Theodor Körner", talwärts knapp vor Wien. Bild 5, 6 und 7:  Ehemaliges DDSG- Passagierschiff "Stadt Passau". Wurde von einem ungarischen Privatreeder erworben, in Komarom umgebaut und auf "Grof Szechenyi" umbenannt. Für 400 Passagiere zugelassen soll das Schiff zwischen Budapest und Passau verkehren. Derzeitiger Kapitän ERNÖ MAJOR. Links bei seiner Fahrt durch Budapest. Auch die Bugverzierung wurde erneuert, am rechten Bild erscheint das Schiff ein wenig Linkslastig. (Bilder stammen aus der Sammlung des jetzigen Kapitäns der "Passau").  Das letzte Bild zeigt "Stadt Passau" im Originalzustand im Linienverkehr von Linz abfahrend zu Berg,

 

                                                 

       Am ersten Bild ist das Schiff nach dem Umbau und nach seiner Indienststellung auf der ungarischen Donau zu sehen. Im März 2009 war es so weit. Die total runderneuerte "TRAISEN" wurde in Linz der Eisenbahngesellschaft übergeben und getauft. Leider fehlte noch immer der Name des Schiffes.   "City Liner", die neueste Errungenschaft auf der Donau. Der Katamaran ist täglich zwischen Wien und Bratislava unterwegs. Die Bilder zeigen ihn bei der Abfahrt von Preßburg im Sommer 2008.  Am letzten Bild (Sammlung Steindl) sind beide "Liner" auf dem Stapel in der Linzer Schiffswerft zu sehen wo sie generalüberholt wurden.

         

                                                                                             

               Die neue Generation der Passagierschiffe auf der Donau.

 

                                             

             "VIKING DANUBE"  " PRIMADONNA"       "MOLDAVIA"             "BOLERO"         "STEAUA DELTEI"             "ARTISTRY" Bug    

                                             

          "ARTISTRY" Mitte "ARTISTRY" Mitte     "RIVER COUNTESS"     VIKING SPIRIT"   "AROSA RIVER"             KAISERIN ELISABETH" 

                                   

         "THEODOR KÖRNER" bei der Ausfahrt aus der Schleusenkammer Freudenau zu Tal.  Die neuste Generation in der Passagierschifffahrt. "AMADEUS DIAMOND" am 02.02.2009 am Rhein zur Donau unterwegs. Bei diesem Schiff kann der Bug hydraulisch gehoben und gesenkt werden. (Sammlung Steindl). Die letzten Bilder zeigen die "MOZART" in Linz mit ihrem neuen Heimathafen La Valetta auf Zypern. (Sammlung Steindl)

 

 

 

                                        

                 

 

                                                                                                                 

                                                                                                                                                          

                              

 

 

STARTSEITE